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A 20: Elbquerung zwischen Drochtersen und Glückstadt und Kreuz Kehdingen

Klagen gegen Planfeststellungsbeschluss am 10. November 2016 abgewiesen


Quelle: www.bkg.bund.de  
Die geplante Elbquerung der Autobahn 20 zwischen Drochtersen (NI) und Glückstadt (SH).

Die A 20 ("Ostseeautobahn") ist Teil einer großräumigen nördlichen Ost-West-Verbindung zwischen Polen und Westeuropa. Der Neubau ist von großer Bedeutung für den gesamten norddeutschen Raum und stellt darüber hinaus einen wichtigen Baustein für das transeuropäische Verkehrsnetz dar. Durch die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen in Skandinavien, die Fertigstellung der Tunnel- und Brückenbauwerke in der Öresund-Region und nicht zuletzt durch die Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung in Norddeutschland wie z. B. den Ausbau des Hafens Wilhelmshaven wird ein erhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet.

In Schleswig-Holstein ist die Autobahn 20 zwischen der A 1 bei Lübeck und der Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern als Bestandteil der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE Nr. 10) bereits realisiert. Die Nord-West-Umfahrung Hamburgs mit Elbquerung (Tunnel) zwischen Glückstadt und Drochtersen setzt die A 20 nach Niedersachsen hin fort.

Hier trifft die A 20 bei Drochtersen (Landkreis Stade) auf die zurzeit in Bau und Planung befindliche Autobahn 26, die über Stade an die A 7 südlich von Hamburg anknüpft, und führt als sogenannte Küstenautobahn A 20 (früher A 22) über den Wesertunnel südlich von Bremerhaven weiter in Richtung Westerstede (A 28).

Für den Abschnitt der A 20 Elbquerung nördlich des Landernwegs bis zur Landesgrenze mit Schleswig-Holstein (Elbmitte) endete das Planfeststellungsverfahren mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 30. März 2015. Die planfestgestellten Unterlagen finden Sie hier. Der Beschluss wurde beklagt. Am 10. November 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Klagen abgewiesen. Beachten Sie hierzu die Presseinformationen des Bundesverwaltungsgerichts und des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Informationen zum räumlich anschließenden Verfahren in Schleswig-Holstein (Abschnitt von der Elbmitte bis zur geplanten Anschlussstelle der B 431 bei Glückstadt) finden Sie beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein.

Die Verknüpfung der A 20 mit der A 26 bei Drochtersen erfolgt in Form eines vierarmigen Kleeblattes als Autobahnkreuz. Das Autobahnkreuz trägt die Arbeitsbezeichnung „A 20, AK Kehdingen" und weist im nordwestlichen Ast eine Anschlussstelle (Arbeitsbezeichnung „AS Drochtersen") mit Zubringern zur Kreisstraße 27 und zur Landesstraße 111 auf. Beide Zubringer münden im Zuge von Kreisverkehrsplätzen in die vorhandenen Straßen ein. Der Zubringer zur K 27 orientiert sich weitestgehend am Landernweg, der Zubringer zur L 111 schmiegt sich überwiegend der Trassierung der A 26 und der A 20 im Elbquerungsabschnitt an.

Es ist vorgesehen, den Zubringer zur L 111 als Landesstraße und den Zubringer zur K 27 als Bundesstraße zu widmen, da dieser über die K 27 und die K 12 Anschluss an die B 495 zwischen Hemmoor und Wischhafen erhält.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes 2030 wird eine Verlegung der B 73 zwischen Cadenberge und Drochtersen in Betracht gezogen, die die Verbindung zwischen der geplanten Ortsumgehung Cadenberge und dem geplanten Zubringer zur K 27 bilden soll. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde Anfang August 2016 vom Bundeskabinett verabschiedet. Auf Grundlage des Bundesverkehrswegeplanes wurden die Bedarfspläne für die einzelnen Verkehrsträger (hier: Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen) entworfen. Diese wurden als Anlage der jeweiligen Ausbaugesetze in den Deutschen Bundestag eingebracht und von diesem im Dezember 2016 verbindlich beschlossen. Auf den nachfolgenden Planungsstufen (Raumordnungsverfahren, Linienbestimmungsverfahren, Planfeststellungsverfahren) werden die einzelnen Projekte der Bedarfspläne vertieft bearbeitet und die rechtlichen Voraussetzungen für eine Projektrealisierung geschaffen.

Artikel-Informationen

12.01.2017

Ansprechpartner/in:
Hans-Jürgen Haase

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Stade
Geschäftsbereichsleiter
Harsefelder Straße 2
21680 Stade
Tel: (04141) 601-356
Fax: (04141) 601-397

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