Weidetorbrücke
Messeschnellweg (B 3 / B 6)
Aktueller Stand
Der Messeschnellwegverkehr wird auch künftig auf einer Brücke über den Weidetorkreisverkehr geführt. Diese Entscheidung hat die Landesbehörde in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Hannover getroffen. Die Landesbehörde wird die Planung für den Ersatzneubau jetzt weiter konkretisieren.
Behelfsbrücke kommt zuerst
Zunächst aber wird eine Behelfsbrücke gebaut. Sie stellt für die Zeit bis zur Inbetriebnahme des Weidetorbrücken-Ersatzneubaus sicher, dass der Messeschnellweg an dieser wichtigen und sensiblen Stelle zuverlässig zur Verfügung steht.
Die Planung sieht vor, dass die Behelfsbrücke etwa 210 Meter lang wird. Sie wird voraussichtlich aus Stahl hergestellt und soll südlich der bestehenden Brücke (Bestandsbrücke) entstehen. Die Anbindung an die städtischen Straßen bleibt erhalten.
Die Behelfsbrücke führt den Verkehr während der Bauzeit des Ersatzneubaus über den innerstädtischen Knoten. Die aktuelle Gewichtsbeschränkung, die für die Bestandsbrücke gilt, gibt es dann nicht mehr. Das heißt, dass auch LKW wieder direkt auf dem Messeschnellweg das Weidetor passieren können. Das wird das städtische Straßennetz im Weidetorkreisverkehr deutlich entlasten.
Der Bau der Behelfsbrücke soll Mitte 2028 beginnen. Bereits vorher wird die Vorbereitung des Baufeldes beginnen. Hierzu gehören die Untersuchung auf Gefahren durch Kampfmittel sowie die Umverlegung von Versorgungsleitungen. Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke ist für Ende 2030 vorgesehen.
Entlastung und Verstärkung halten Bestandsbrücke in Betrieb
Um die Bestandsbrücke bis zur Inbetriebnahme der Behelfsbrücke nutzen zu können, war eine Gewichtsbeschränkunk auf 3,5 Tonnen angeordnet worden. Außerdem wurde die Bestandsbrücke in den vergangenen Jahren mit Stahlelementen verstärkt. Weitere Informationen zur Brückenverstärkung finden Sie hier.
Herausforderungen für Planung und Bau
Der Festlegung auf einen Brückenersatzneubau war ein intensiver Variantenvergleich vorausgegangen. Ergebnis ist unter anderem, dass eine Brücke bei zahlreichen Kriterien gegenüber einer Unterführung vorzugswürdig ist. Dazu zählen die deutlich höhere Wirtschaftlichkeit, einen geringeren Flächenverbrauch sowie geringere Auswirkungen auf Flora, Fauna, Boden und Grundwasser.
Die Planungen des neuen Bauwerks sind geprägt durch vielfältige Randbedingungen, die sich insbesondere aus der innerstädtischen Lage ergeben. Wohn- und Gewerbebebauung sowie Kleingärten grenzen direkt an. Dadurch steht nur ein begrenzter Planungsraum für die Realisierung des Ersatzneubaus zur Verfügung.
Das umfangreiche Kanal- und Leitungsnetz im Bereich des Knotenpunktes ist ein weiterer wichtiger Faktor für die Planung - ebenso wie die Belange des Öffentlichen Nahverkehrs sowie der Schutzbedarf der Eilenriede als städtisches Naherholungsgebiet.
Nicht zuletzt ist die überregionale Verkehrsbedeutung des Messeschnellwegs für die Planung wichtig. Der Messeschnellweg ist essenziell für die Anbindung an den Messestandort Hannover und auch als Ausweichroute für die A 7.
Bau erfolgt unter laufendem Betrieb
Während der Bauphasen der Behelfsbrücke und des Ersatzneubaus sollen die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich gehalten werden.
Das ist wegen der Bedeutung des städtischen Knotenpunktes für den Rad-, Fuß- und Autoverkehr sowie wegen der überregionalen Verkehrsbedeutung des Messeschnellwegs geboten.
Beispielsweise ist die Landesbehörde bereits dabei, sich mit der Landeshauptstadt Hannover über Routen für die Rad- und Fußwege abzustimmen, die während der mehrjährigen Bauzeit eingerichtet werden.
Artikel-Informationen
erstellt am:
24.05.2022
zuletzt aktualisiert am:
05.05.2026
Ansprechpartner/in:
Andreas Moseke
Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Öffentlichkeitsarbeit
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
