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Trasse der geplanten A 39 wird teilweise nach Westen verschwenkt

Landesbehörde will Beeinträchtigungen im Windpark bei Barwedel und Jembke minimieren


Die Trasse der geplanten Autobahn 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg wird im Bereich von Barwedel und Jembke (Landkreis Gifhorn) leicht nach Westen verschwenkt. Dieses Ergebnis der laufenden Planungen stellte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Dienstag bei einer Arbeitskreis-Sitzung mit Vertretern der betroffenen Gemeinden, von Fachbehörden und Verbänden in Barwedel vor.

"Die Abweichung von der ursprünglich linienbestimmten Trasse ist notwendig, um den dortigen Windpark möglichst wenig zu beeinträchtigen", erläuterte hierzu Bernd Mühlnickel, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde. Damit entspreche man einer Auflage des Bundesverkehrsministeriums. Bei der ursprünglichen Trassenführung hätten fünf Windräder entfernt werden müssen, bei der jetzt gewählten Variante nur zwei.

Bei der Wahl der Verschwenkung habe es noch weitere Varianten gegeben. "Die Entscheidung war nicht einfach", unterstrich der Geschäftsbereichsleiter. Bei Abwägung aller Kriterien wie Schutz von Mensch und Umwelt, Wirtschaftlichkeit, Straßenbautechnik und Raumordnung habe sich eine um 300 bis 800 Meter nach Westen verlegte Trassenführung als die am besten geeignete erwiesen. Die Autobahn werde so weiter entfernt von Barwedel und Jembke entlang führen und sei dabei zudem rund sechs Millionen Euro günstiger als die ursprünglich geplante Trasse oder eine verworfene, östliche Variante.

Neben der Frage des Windparks wurden nach den Worten Mühlnickels während der Arbeitskreis-Sitzung noch weitere Themen erörtert; so soll nach dem derzeitigen Planungsstand entlang der neuen A 39 ein Parkplatz mit WC (so genannte PWC-Anlage) östlich der vorhandenen Bundesstraße 248 zwischen Jembke und Tappenbeck entstehen. Zudem erfordere der Anschluss der Neubautrasse an die bestehende A 39 eine Verlegung der B 248 zwischen Tappenbeck und Weyhausen nach Westen, um weiterhin eine Verbindung mit der B 188 zu gewährleisten.

Die weitere Planung im Autobahnabschnitt zwischen Wolfsburg und Ehra soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Dieser Entwurf muss anschließend vom Bundesverkehrsministerium genehmigt werden und durchlaufe dann als letzten Planungsschritt das so genannte Planfeststellungsverfahren. Aktuelle Informationen zum Sachstand sowie eine Übersichtskarte mit der gewählten Trasse stellt die Landesbehörde auf ihren Internetseiten unter www.strassenbau.niedersachsen.de bereit.

Parallel laufen bereits die Planungen in den übrigen sechs Abschnitten der insgesamt rund 105 Kilometer langen Trasse zwischen Wolfsburg und Lüneburg.

Presseinformation
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Artikel-Informationen

15.12.2009

Ansprechpartner/in:
Bernd Mühlnickel

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Wolfenbüttel
Geschäftsbereichsleiter
Sophienstraße 5
38304 Wolfenbüttel
Tel: (05331) 8809-162
Fax: (05331) 8809-199

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