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A 20: Elbquerung zwischen Drochtersen und Glückstadt

Teil des Projektes Küstenautobahn


Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  
Die neue Elbquerung im Zuge der Küstenautobahn A 20: Übersichtskarte.
Geplante Gestaltung der Tunneleinfahrt  
Geplante Gestaltung der Tunneleinfahrt.

Streckenverlauf

Die künftige feste Elbquerung, als Tunnel der A 20 zwischen Glückstadt und Drochtersen, ist Teil der Nordwestumfahrung Hamburgs und setzt die Autobahn 20 von Schleswig-Holstein kommend nach Niedersachsen hin fort. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt von Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Hier trifft die A 20 bei Drochtersen (Landkreis Stade) auf die zurzeit in Bau und Planung befindliche Autobahn 26, die über Stade an die A 7 bei Hamburg anknüpft.

Aufgrund Ihrer großräumigen Verbindungsfunktion als Fernautobahn erhält die A 20 einen Regelquerschnitt mit 31 m Kronenbreite (RQ 31), im Tunnel RQ 31 Tr.

Nachdem die A 20 in Drochtersen südlich der Landesstraße 111 den Tunnel verlässt, verläuft sie geländenah weiter in südwestlicher Richtung und passiert dabei den Ortsteil Ritsch.


Technische Angaben

  • Abschnittslänge A 20 (Niedersachsen): 6.750 m (Abschnittsgrenze Abschnitt 7 am Landernweg bis Landesgrenze Niedersachsen/ Schleswig-Holstein in Elbmitte),
  • prognostizierte Verkehrsentwicklung im Jahr 2030:
    • ca. 41.000 Fahrzeuge/ 24 h auf der A 20 nordöstlich AK A 20/ A26 (Tunnel),
  • Bauwerk Elbtunnel: Bohrtunnel, 2 Röhren (eine pro Richtungsfahrbahn),
  • Bauwerkslänge, gesamt (NI + SH): 6.507 m, davon:
    • Tunnellänge: 5.671 m (NI + SH),
    • Trogrampe Nord: 396 m (SH),
    • Trogrampe Süd: 440 m (NI).

Besonderheiten

Längster Unterwassertunnel Deutschlands

Der Tunnel als Elbquerung wurde - auch im Hinblick auf den Hamburger Hafen - als wirtschaftlichste und sinnvollste Lösung festgelegt. Mit dieser landschaftsschonenden Unterquerung, die nicht nur die Elbe, sondern auch den Ruthenstrom, die Krautsander Binnenelbe und die Gauensieker Süderelbe bis zur L 111 unterfährt, werden die Eingriffe in das auf niedersächsischer Seite liegende FFH-Gebiet „Unterelbe“, das EU-Vogelschutzgebiet „Unterelbe“ sowie die direkt anliegende Ortslage Drochtersen möglichst gering gehalten.

Die gesamte Bauwerkslänge beträgt 6,5 km. Der Tunnel wird damit der zweitlängste Straßentunnel und der längste Unterwassertunnel in Deutschland sein. Er wird ein zweiröhriger Tunnel mit einem Regelquerschnitt RQ 31 Tr, d. h. mit zwei Fahrstreifen je Tunnelröhre. Er erhält - wie der Wesertunnel - einen Kreisquerschnitt, der aus Stahlbetonfertigteilen (Tübbingen) hergestellt wird.

Die Tunnelsicherheit nimmt bei einem Bauwerk dieser Dimension einen besonderen Stellenwert ein. Untrennbar mit dem Tunnelbetrieb verbunden, wird dieser bereits heute geplant. Der Tunnel wird gemäß den aktuellen Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) ausgestattet. Zudem werden im Bereich von Tunnelportal und Betriebsgebäude spezielle Flächen für die Nutzung durch Einsatz- und Rettungsdienste bereitgehalten. Die beiden Tunnelröhren werden durch 20 Querschläge miteinander verbunden, davon fünf befahrbar.

Die Tunnelentlüftung erfolgt über einen zentralen Kamin am geplanten Betriebsgebäude.

Gebaut wird der Tunnel mit zwei Tunnelvortriebsmaschinen von Norden nach Süden. Der Schneidraddurchmesser der Tunnelbohrmaschinen beträgt rund 14 m. Für die Herstellung des Zielschachts auf niedersächsischer Seite ist es erforderlich, die zweite Deichlinie auf rund 220 m Länge vorübergehend zu verlegen. Die Gesamtbauzeit wird derzeit mit rund sechs Jahren kalkuliert.


Planungsstand

Für den niedersächsischen Abschnitt der A 20 Elbquerung nördlich des Landernwegs bis zur Landesgrenze mit Schleswig-Holstein (Elbmitte) endete das Planfeststellungsverfahren mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 30. März 2015. Die planfestgestellten Unterlagen finden Sie hier. Für den Teil Schleswig-Holstein erging der Planfeststellungsbeschluss am 30. Dezember 2014. Beide Beschlüsse wurden beklagt. Am 10. November 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Klagen für den Teil Niedersachsen abgewiesen. Beachten Sie hierzu die Presseinformationen des Bundesverwaltungsgerichts und des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Ursprünglich war auch die Verknüpfung von A 20 und A 26 auf niedersächsischer Seite Bestandteil der Maßnahme A 20 Elbquerung und sollte durch ein Autobahndreieck erfolgen. Mit der Umplanung zu einem Autobahnkreuz sowie der Verlegung der geplanten Anschlussstelle von der Südseite der A 20 (an der K 28) auf die Nordseite (hin zur K 27) wurde der Knoten A 20/ A 26 in ein eigenständiges Planfeststellungsverfahren ausgegliedert.

Voraussetzung für die Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses der A 20 Elbquerung ist, dass sowohl auf niedersächsischem Gebiet als auch in Schleswig-Holstein für jeweils einen weiteren Abschnitt, der die Verkehrswirksamkeit herstellt, ein vollziehbarer Planfeststellungsbeschluss vorliegt.

Zeitstrahl für die Elbquerung: die nächsten Schritte  
Zeitstrahl für die Elbquerung: die nächsten Schritte.
Tunnel im Zuge der Autobahn 20
Die Elbquerung im Zuge der A 20 als Teil des Gesamtprojektes: schematische Darstellung  

Die Elbquerung im Zuge der A 20 als Teil des Gesamtprojektes: schematische Darstellung.

Aktuelle Unterlagen:

(Hinweis: Protokolle werden aus Datenschutzgründen grundsätzlich ohne Teilnehmerliste veröffentlicht.)

 Übersichtskarte
(PDF, 1,44 MB)

Planfeststellungsunterlagen:

Längsschnitt des geplanten Elbtunnels  

Längsschnitt des geplanten Elbtunnels.

Regelquerschnitt Bohrtunnel  

Regelquerschnitt Bohrtunnel.

Die A 20 in Schleswig-Holstein

auf den Seiten des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein:

Artikel-Informationen

28.11.2018

Ansprechpartner/in:
Sebastian Mannl

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Regionaler Geschäftsbereich Oldenburg
Leiter Projektgruppe Küstenautobahn
Kaiserstraße 27
26122 Oldenburg
Tel: (0441) 2181-156
Fax: (0441) 2181-222

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