Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr klar

Tunnelsicherheit

Nach den Brandunfällen in den Alpenländern ist die Frage nach der Tunnelsicherheit neu bewertet worden und in Deutschland mit den Novellierungen der "Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT)" in der Fassung von 2003 Rechnung getragen worden.

Zeitgleich wurden auf europäischer Ebene Anstrengungen unternommen, die Tunnelsicherheit nach den schweren Unglücken im Montblanc-Tunnel und im Tauerntunnel (1999) und im Sankt-Gotthard-Tunnel (2001) zu verbessern. Sie mündeten in die Richtlinie 2004/ 54/ EG vom 29. April 2004 über "Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln im transeuropäischen Straßennetz" (so genannte EU-Tunnelrichtlinie).

In Deutschland sind die RABT auf dieser Grundlage nochmals überarbeitet worden, im Wesentlichen hinsichtlich der in der EG-Tunnelrichtlinie geforderten Organe für den Tunnelbetrieb. Die Neufassung wurde durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit dem Allgemeinen Rundschreiben Straßenbau Nr. 10/ 2006 als "Ausgabe 2006" eingeführt und in nationales Recht umgesetzt.

In Niedersachsen wurden seit 2003 an sämtliche Tunnel hinsichtlich ihres Sicherheitsstandards analysiert und im Zuge des Programms "Sicherheit in Straßentunneln" des Bundes teilweise aufwendig nachgerüstet.

Das Programm zur Nachrüstung der Tunnel ist weitestgehend abgeschlossen. 2010 beendet wurde die Umsetzung im Tunnel Bovenden; die Nachrüstung in den Galeriebauwerken Lindenberg und Heidberg bei Braunschweig wurde 2013 abgeschlossen, ebenso die Nachrüstung des Lärmschutztunnels Dissen und des Butterbergtunnels in Osterode am Harz.

In den drei großen Tunneln Ems-, Weser- und Heidkopftunnel wurden zusätzliche Sicherheitseinrichtungen nach neuesten Forschungsergebnissen der Bundesanstalt für Straßenwesen nachgerüstet. Die Arbeiten im Heidkopf- und im Wesertunnel wurden Ende 2011 bzw. 2012 abgeschlossen, die Arbeiten im Emstunnel im Herbst 2014.



 
Wie verhalte ich mich richtig im Straßentunnel? Informationsvideo der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt):

Die Herstellung des Films wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit" als Teil der High-Tech-Strategie zum Thema Schutz von Straßeninfrastrukturen im Projekt „Schutz kritischer Brücken und Tunnel im Zuge von Straßen (SKRIBT)" gefördert.



Sicherheitsinformationen zum Herunterladen:


Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat zwei Informationsbroschüren zum Thema Tunnelsicherheit veröffentlicht, die wir nachfolgend zum Download anbieten.

Tunnelverkehr
Die Richtlinien

für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) werden herausgegeben von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) in Köln. Die RABT können (kostenpflichtig) bezogen werden beim

Die EU-Tunnelrichtlinie

("Richtlinie 2004/ 54/ EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln im transeuropäischen Straßennetz") auf den Seiten der

Artikel-Informationen

27.04.2016

Ansprechpartner/in:
Christian Klingelhöfer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Dezernat 32 (Konstruktiver Ingenieurbau)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2511
Fax: (0511) 3034-2099

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