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Bundesstraße 64: Westumgehung Eschershausen


Der Landkreis Holzminden befindet sich in einem strukturschwachen Gebiet Deutschlands. Die großen Entfernungen zu den großstädtischen Zentren und den Fernverkehrsachsen (A 2 und A 7) wirken sich negativ auf die Zukunftschancen des Landkreises aus.

Die Westumgehung Eschershausen umfasst den Neubau der westlichen Umgehung von Eschershausen und ist die verkehrlich notwendige Ergänzung zur ebenfalls geplanten nordöstlichen Umgehung von Eschershausen (B 64/ B 240). Für die Westumgehung Eschershausen ist der Auftrag zur Linienplanung am 2. April 2009 durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr erfolgt. Die Antragskonferenz zum erforderlichen Raumordnungsverfahren wurde am 28. Oktober 2009 vom Landkreis Holzminden als zuständige Raumordnungsbehörde durchgeführt.

Das Raumordnungsverfahren wurde am 27. Mai 2011 vom Landkreis Holzminden eingeleitet und endete mit der Landesplanerischen Feststellung am 24. November 2011.

Von fünf näher untersuchten Varianten wurde die Vorzugsvariante 1a landesplanerisch festgestellt, die unter Beachtung der nachstehenden Maßgaben raumverträglich ist und mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmt.

Insgesamt enthält die Landesplanerische Feststellung drei Maßgaben:

  • Die erste Maßgabe umfasst die Optimierung des Trassenverlaufes. Hier soll unter anderem der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Verkehrslärm und Schadstoffimmissionen berücksichtigt werden.
  • Die zweite Maßgabe betrifft die Ausgestaltung der Trasse. Hier wird die Prüfung einer Verlängerung der Einschnittslage der Trasse im Bereich des Kappenberges bzw. Aufschüttung eines Landschaftswalles mit Aushubmassen zur Reduzierung der Auswirkungen auf das Landschaftsbild und Verringerung der akustischen Wirkung gefordert.
  • Die dritte Maßgabe umfasst die Durchführung eines Monitorings der artenschutzrechtlich relevanten Art Wildkatze, den Prüfauftrag für eine Grünbrücke und die Beachtung der Kompensationsmaßnahmen im weiteren Planungsverfahren.
Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  
Die Vorzugsvariante 1a der Westumgehung Eschershausen erfüllt die Maßgaben der Landesplanerischen Feststellung (Download als detailliertes PDF rechts).
Bildrechte: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (www.lgln.niedersachsen.de)

Die Linienabstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium konnte mit Datum vom 22.07.2015 erreicht werden. Als nächster Schritt erfolgt die Erstellung des Vorentwurfes.

Die Variante 1a ist somit Grundlage der weiteren Entwurfsbearbeitung.

Sie beginnt im Abschnitt 80 der B 64 bei Stat. 0,400 ca. 405 m nördlich der Einmündung B 64/ L 581. Die Linie führt südlich der Altablagerungen „Ehem. Sandsteinbruch" und „Auf dem Odfeld" vorbei. Nach dem Brückenbauwerk über das Gewässer „Angerbach" wird die Altablagerung „Gedenkstein" in einem Bogen gequert. Anschließend folgt eine Gerade bis zum „Kappenberg". Der Einzelhof wird von der Variante 1a westlich in einem Abstand von 180m umfahren. Mit einem Bogen umfährt die Variante das Waldgebiet des „Kappenberges". Das nördlich des „Kappenberges" gelegene Gewässer „Lenne" mit dem gleichnamigen FFH-Gebiet wird mit einem Brückenbauwerk gequert. Vor dem Anschluss an den Knoten West der geplanten Nordostumfahrung Eschershausen ist ein kleiner Kreisbogen zur Verringerung der Geschwindigkeit vorgesehen. Die Streckenlänge beträgt 3,65 km.

Die Verknüpfung zum nachgeordneten Netz erfolgt im Süden mit einer neu anzulegenden Einmündung über die zurückzubauende B 64 alt und im Norden über den Knoten West der geplanten Nordostumfahrung Eschershausen.

Die Linienabstimmung der Vorzugsvariante 1a mit dem Bundesverkehrsministerium wurde mit Datum vom 22. Juli 2015 erreicht.

Derzeit läuft die Erstellung des Vorentwurfes. Weitere Informationen erfolgen mit dem Fortschreiten der Planung.

Bundesstraße 64
Quelle: www.lgln.niedersachsen.de  

Die geplante Westumgehung Eschershausen im Zuge der Bundesstraße 64 (rot).

Darstellung des Raumordnungsverfahrens

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Artikel-Informationen

06.12.2017

Ansprechpartner/in:
Markus Brockmann

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Hameln
Geschäftsbereichsleiter
Roseplatz 5
31787 Hameln
Tel: (05151) 607-178
Fax: (05151) 607-499

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