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Aufgaben

A 2 in Niedersachsen


Für den Kunden/Nutzer ist eine hohe Verfügbarkeit der Strecke mit geringstmöglichen Behinderungen durch Arbeitsstellen sicher zu stellen. Dabei sind die Anforderungen aus der Erhaltung/Unterhaltung/Instandsetzung sowie die Sicherheit sowohl für den Nutzer als auch auf der Baustelle selbst zu berücksichtigen.


Grundlagen

Bei der Planung der Baustellen wird stets über den „Baustellenrand“ hinaus geschaut. So wird jede große Baumaßnahme samt der Baustellenverkehrsführung und der Umleitungsstrecken mit den Beteiligten abgestimmt. Dazu gehören der bauausführende Fachbereich, Autobahnmeisterei(en), Verkehrsmanagementzentrale, Verkehrsbehörde(n), Polizei, andere Straßenbaulastträger, Rettungsdienste, Messe AG, Veranstalter und auch große Arbeitgeber.

Es wird darauf geachtet, dass auf den Umleitungsstrecken, möglichst nicht gleichzeitig gebaut wird. Auch der Beginn von Ferien und regionalen Großereignissen wird in die Planung mit einbezogen. Schlussendlich findet ein Abwägungsprozess statt, bei dem die Dringlichkeit mit allen Faktoren abgeglichen wird.

Allein aus Gründen der erforderlichen Bauzeit ist es nahezu unmöglich, nicht in der Ferienzeit zu bauen. Die Ausführungszeiträume im Zuge der Autobahn 2 sind insbesondere im Großraum Hannover infolge von Messezeiträumen und des hohen Schwerverkehr- und genehmigungspflichtigen Schwerlastverkehrs stark begrenzt. Die Ausführungszeiträume einzelner Maßnahmen werden daher bewusst in den Ferien gewählt auf Grundlage nicht stattfindender Messen und einer verminderten Verkehrsstärke (auch bei den Schwer- und Schwerlastverkehrsanteilen) der A 2, da diese keine ausgeprägte Ferienautobahn ist. Allerdings wird der Aufbau oder Abbau einer Verkehrsführung nicht auf den Ferienbeginn oder das Ferienende gelegt.

Wenn eine Verkehrsführung aufgebaut wird, müssen meist zusätzliche Fahrstreifen eingezogen werden. Hierbei gibt es in der Regel mehr Beeinträchtigungen für den Verkehr, als wenn der Verkehr einmal durch die Baustellenverkehrsführung fließt.

Bei den sogenannten Tagesbaustellen, also Baustellen, die in der Regel bei Tageslicht an einem Tag eingerichtet, ausgeführt und wieder abgebaut werden, gibt es bestimmte Zeitfenster, an die sich die Autobahnmeistereien und beauftragten Firmen halten müssen. Gearbeitet wird hier möglichst nur außerhalb der Verkehrsspitzen, wenn dieses technisch und im Hinblick auf die Verkehrssicherheit möglich ist.

Bauarbeiten auf der A 2 (Symbolfoto)  
Bauarbeiten auf der A 2 (Symbolfoto).

Anforderungen an / Herausforderungen durch die Abwicklung von Arbeitsstellen auf der A 2

Der Eingriff in den Verkehrsablauf soll so gering wie möglich sein, um Reisezeitverluste möglichst klein zu halten. Eine Baustelle ist so planen, dass sie leistungsfähig und sicher ist, d. h.

  • möglichst keine Reduzierung von Fahrstreifen,
    • Verbreiterung der befestigten Fläche,
    • Ertüchtigung der Standstreifen,
  • sichere und komfortable Baustellenverkehrsführung (Fahrstreifenbreiten),
  • Einheitliche verkehrliche technische Vorgaben für Baustellenverkehrsführung (Beschilderung einschl. Einbindung von Streckenbeeinflussungsanlagen, zulässige Geschwindigkeit, Wegweisung, Markierung, Fahrstreifenbreiten, Schutzeinrichtungen etc.)
  • Arbeitsstellenlänge, Abstände zu anderen Arbeitsstellen sind zu beachten,
  • ebenso Länge von Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen,
  • kurze Bauzeiten, Vertragsstrafe, Bonus-Malus-Regelung, Generalunternehmerverträge,
  • verkehrlich kritische Arbeiten in verkehrsarmen Zeiten (Nachtarbeit),
  • keine störenden Einflüsse für Verkehr und Anwohner,
  • technisch umsetzbar und zugleich wirtschaftlich.
Baustelle auf der A 2  
Artikel-Informationen

03.12.2019

Ansprechpartner/in:
Friedhelm Fischer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Hannover
Geschäftsbereichsleiter
Dorfstraße 17-19
30519 Hannover
Tel: (0511) 39936-222
Fax: (0511) 39936-299

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