Der Landkreis Holzminden befindet sich in einem strukturschwachen Gebiet Deutschlands. Die großen Entfernungen zu den großstädtischen Zentren und den Fernverkehrsachsen (A 2 und A 7) wirken sich negativ auf die Zukunftschancen des Landkreises aus.
Aufgrund der mittigen Lage des Raumes Holzminden im hier überdurchschnittlich großmaschigen Autobahnnetz kommt dem Streckenzug B 3 – B 240 – B 64 zwischen Hannover im Norden und Holzminden im Süden eine überregionale Verbindungsfunktion und wesentliche Bedeutung in der räumlichen Erschließung zu. Für diesen Streckenzug sind im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen Maßnahmen (siehe Übersichtskarte) mit verschiedenen Dringlichkeiten vorgesehen.
Das Land Niedersachsen hat zusätzliche fünf Millionen Euro Planungsmittel für die Verbindung Holzminden – Hannover unter Kofinanzierung der Landkreise Holzminden und Hildesheim zur Verfügung gestellt. Die nachfolgenden Umgehungsstraßen-Maßnahmen sind Inhalt der "Initiative Niedersachsen" und werden gleichrangig als Streckenzug beplant.
Ortsumgehung Eime
Der Auftrag zur Planung einer Ortsumgehung wurde am 2. April 2009 erteilt. Zurzeit werden die Grundlagen zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens ermittelt.
Ortsumgehung Marienhagen
Das Raumordnungsverfahren wurde am 14. Mai 2009 abgeschlossen. Nach der Entwurfsfreigabe durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 27. Februar 2009 ist mit der Aufstellung des Vorentwurfes begonnen worden.
Ortsumgehung Weenzen, nördlicher Abschnitt
Der Planungsauftrag ist im Zusammenhang mit Entwurfsfreigabe der Ortsumgehung Marienhagen am 19. August 2009 erteilt worden. Derzeit werden Grundlagen für die Linienfindung ermittelt.
Ortsumgehung Weenzen, südlicher Abschnitt
Der Auftrag zur Planung wurde am 12. November 2008 erteilt. Die Vermessungsarbeiten sind abgeschlossen. Die Erarbeitung der Umweltverträglichkeitsstudie, die Grundlagenermittlung und die Vorplanung haben begonnen.
Ith-Querung (Tunnel) mit Ortsumgehung Capellenhagen
Der Planungsauftrag wurde am 2. April 2009 erteilt. Derzeit werden Grundlagen zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens ermittelt. Die Umweltverträglichkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben.
Nordostumgehung Eschershausen
Der Entwurfsauftrag ist im November 2006 erteilt worden. Die Kosten der Entwurfsplanung werden von der Samtgemeinde Eschershausen, dem Landkreis Holzminden und dem Land Niedersachsen getragen. Die Projektkonferenz fand im Juli 2008 statt. Der Vorentwurf ist erarbeitet und liegt dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zur Genehmigung vor.
Westumgehung Eschershausen
Der Planungsauftrag wurde am 2. April 2009 erteilt. Am 28. Oktober 2009 fand die Antragskonferenz zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens statt.