klar

A 39: Abschnitt 7 von Ehra (L 289) bis Wolfsburg (B 188)

Planfeststellungsverfahren – Planänderung


Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  
Autobahn 39: Der Planungsabschnitt 7 in der Übersicht.
Bildrechte: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (www.lgln.niedersachsen.de)

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr plant in ihren Geschäftsbereichen Lüneburg und Wolfenbüttel im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur den Bau der Bundesautobahn A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg.

Der Geschäftsbereich Wolfenbüttel hat für den Abschnitt 7 der A 39 von Ehra (L 289) nach Wolfsburg (B 188) die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens beantragt. Die vorliegende Planung umfasst den Neubau der A 39 zwischen der Anschlussstelle L 289 nordwestlich von Ehra und der Anschlussstelle B 188 östlich von Weyhausen, den Neubau einer Tank- und Rastanlage zwischen Jembke und Tappenbeck sowie die Verlegung der B 248/ L 289 nördlich von Ehra. Der Abschnitt verläuft zwischen den Ortschaften Lessien und Ehra, führt westlich an den Ortschaften Barwedel und Jembke vorbei und endet östlich von Tappenbeck in der künftigen Anschlussstelle B 188. Das geplante Bauvorhaben mit einer Länge von 14,2 km (Bau-km 0+530 bis Bau-km 14+730) stellt den 7. Bauabschnitt der geplanten ca. 105 km langen A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg dar.

Das Planfeststellungsverfahren wurde am 9. Oktober 2014 eingeleitet. Die Planunterlagen haben in der Zeit vom 23. Oktober 2014 bis einschließlich 5. Dezember 2014 bei der Samtgemeinde Boldecker Land, der Samtgemeinde Brome, der Samtgemeinde Wesendorf, der Samtgemeinde Grasleben, der Gemeinde Cremlingen, der Gemeinde Sassenburg, der Stadt Braunschweig und der Stadt Wolfsburg zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich ausgelegen.

Jeder, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, konnte bis einschließlich 19. Dezember 2014 Einwendungen gegen die Baumaßnahme erheben.

Eingegangen sind insgesamt knapp 2.000 Einwendungen, die teilweise auf Sammeleinwendungen zusammengefasst sind. Schwerpunkte der Einwendungen sind das Gesamtkonzept der A 39, Umweltbelange, Lärm- und Abgasimmissionen sowie die Tank- und Rastanlage zwischen Jembke und Tappenbeck. Die Einwendungen und Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange wurden dem Antragsteller zur weiteren Bearbeitung übersandt. Der Erörterungstermin fand vom 9. bis 11. Mai 2016 sowie am 18. Mai 2016 in Wolfsburg statt.

Der Antragsteller hat im Zuge des laufenden Planfeststellungsverfahren geänderte Planunterlagen vorgelegt. Die Planänderung umfasst u. a.

  • die Aktualisierung von Verkehrs- und Lärmuntersuchungen, Lärmschutzanlagen und des Landschaftspflegerischen Begleitplanes im Hinblick auf die Verkehrsprognose 2030,
  • die Erstellung eines gewässerschutzrechtlichen Fachbeitrags nach den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie,
  • die Ergänzung der Verkehrs- und Lärmuntersuchungen im Hinblick auf einzelne bisher nicht berücksichtigte Straßenzüge und Grundstücke,
  • die Herausnahme des Rückbaus der L 289 und der B 248 bei Ehra aus der Planfeststellung wegen fehlender Zuständigkeit,
  • die Ergänzung der Unterlagen durch verschiedene Gutachten.

Des Weiteren umfasst die vorliegende Planung geringfügige Änderungen der landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen.

Das Planfeststellungsänderungsverfahren wurde am 19. April 2017 eingeleitet. Die Planänderungsunterlagen haben in der Zeit vom 3. Mai 2017 bis einschließlich 2. Juni 2017 in den Städten Braunschweig und Wolfsburg, den Samtgemeinden Boldecker Land, Brome, Wesendorf und Grasleben und den Gemeinden Cremlingen und Sassenburg ausgelegen. Sie konnten während dieser Zeit außerdem unter http://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview eingesehen werden.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, konnte gem. § 73 Abs. 4 S. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) bis spätestens zwei Wochen nach Beendigung der Auslegung, also bis einschließlich 16. Juni 2017, Einwendungen schriftlich oder zur Niederschrift erheben. Die Einwendungen durften sich ausschließlich auf die Ergänzungen und Aktualisierungen sowie auf die vorgesehenen Planänderungen beziehen. Einwendungen, die sich nicht ausschließlich hierauf beziehen, bleiben unberücksichtigt, da hierzu das Anhörungsverfahren schon zuvor bereits abgeschlossen war.

Einwendungen sind nach Ablauf der vorgenannten Einwendungsfrist ausgeschlossen (§ 73 Abs. 4 VwVfG).

Im Planfeststellungsänderungsverfahren eingegangen sind rund 350 weitere Einwendungen sowie rund 30 Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Diese wurden dem Vorhabenträger zur Gegenäußerung übermittelt.

Das Verfahren wird fortgesetzt.


Ein Teil der vom Antragsteller eingereichten geänderten Planunterlagen wird hier zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.

Geänderte Planunterlagen:

Bundesautobahn 39
Projektbeschreibung und Link zum Antragsteller:

Weitere Informationen zum Planungsprojekt:

Hinweis:

Über den unten stehenden Link "E-Mail an Ansprechpartner/in" können keine formwirksamen Einwendungen erhoben werden. Einwendungen müssen unterschrieben sein, um formwirksam erhoben zu sein.

Artikel-Informationen

03.12.2017

Ansprechpartner/in:
Norbert Gosmann

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Stabsstelle Planfeststellung
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (05331) 984-166
Fax: (05331) 984-170

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln