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Verlegung der Bundesstraße 215 zwischen Nienburg und Rohrsen

Entwurfsplanung hat 2016 begonnen


Auftaktveranstaltung am 3. Juli 2019 zum Stand der Planung in der Nienburger TKW-Halle

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger kamen am Mittwoch, 3. Juli 2019, in die TKW-Halle in Nienburg, um sich über Stand der Planung zum Projekt „Verlegung der B 215 zwischen Nienburg und Rohrsen“ zu informieren.

Die entsprechende Präsentation (PDF, 3,35 MB) können Sie hier herunterladen.

Falls Sie darüber hinaus noch Fragen oder Anmerkungen haben, schreiben Sie gern eine E-Mail an die zuständige Fachbereichsleiterin Planung, Jana Winkler.

Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  
Der Planungskorridor für die Verlegung der B 215 (Download als detailliertes PDF rechts).

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) plant die Verlegung der Bundesstraße 215 zwischen Nienburg und Rohrsen. Die rund 7 km lange neue Bundesstraße (B 215n) wird den innerstädtischen Bereich von Nienburg und Drakenburg vom Durchgangsverkehr entlasten und damit die Verkehrssicherheit, den Verkehrsablauf und Verkehrsqualität sowohl innerorts als auch für den Durchgangsverkehr deutlich verbessern.

Die jetzige Verkehrsbelastung auf der Verdener Landstraße (B 215) beträgt heute Innerorts rund 17.300 Kfz / 24 h mit einem Schwerverkehrsanteil von rund 1.200 Kfz / 24 h. Auf der Celler Straße (B 214) fahren etwa 12.000 Kfz / 24 h mit einem Schwerverkehrsanteil von rund 900 Kfz / 24 h. (Angaben aus der Verkehrsmengenkarte 2015)

Mit der B 215n soll dem Durchgangsverkehr, insbesondere auch dem starken Wirtschaftsverkehr, eine leistungsfähige und verkehrssichere Straße zur Verfügung gestellt werden.

Vorgeschichte

Um Planungssicherheit für weitere städtische Vorhaben zu bekommen wurde am 5. Januar 2000 durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung der Planungsauftrag für die Durchführung des Raumordnungsverfahrens erteilt. Ziel war die sogenannte Linienfindung einer neuen Bundesstraßentrasse zwischen den Ortslagen Rohrsen und Nienburg unter Berücksichtigung der Belange Verkehr, Städtebau und Umwelt.

Die Antragskonferenz zum Raumordnungsverfahren fand am 9. Januar 2002 unter Leitung des Landkreises Nienburg, der für die Durchführung des Verfahrens zuständig ist, statt. Das Raumordnungsverfahren wurde am 1. Juni 2005 mit der Landesplanerischen Feststellung der Variante 1 abgeschlossen. Insgesamt sind drei Varianten in dem Verfahren daraufhin geprüft worden, ob sie mit den Anforderungen der Raumordnung übereinstimmen. Eine Abstimmung der Linie mit dem Bundesverkehrsministerium erfolgte im Rahmen einer Planungsbesprechung am 21. Februar 2008. Damit war der Planungsauftrag abgeschlossen. Seit der Feststellung 2005 ist der Trassenkorridor für die Variante 1 in den Flächennutzungsplänen der Stadt Nienburg und die Samtgemeinde Heemsen ausgewiesen.

Stand der Planung

Die Verlegung der Bundesstraße 215 nördlich von Nienburg ist nach dem Beschluss der Bundesregierung vom 3. August 2016 aufgrund des außerordentlich hohen Kosten-Nutzen-Faktors (> 10) wieder in den vordringlichen Bedarf innerhalb des Bundesverkehrswegeplanes 2030 eingestuft worden.

Mit Datum vom 31. Oktober 2016 wurde der NLStBV ein entsprechender Auftrag zur Herstellung der planungsrechtlichen Absicherung (Planfeststellungsverfahren) erteilt. Hierfür läuft zurzeit die entsprechende Entwurfsplanung.

Auf Grundlage der landesplanerischen Abwägung aus dem Jahr 2005 fand am 4. März 2019 im Rahmen einer Antragkonferenz eine erneute Beurteilung der Raumbedeutung der B 215n durch den Landkreis Nienburg statt. Die Variante 1 wurde bestätigt.

Beschreibung des rund 100 m breiten Planungskorridors

Die landesplanerisch festgestellte Variante 1 ist im Übersichtsplan zu erkennen. Hier ist der rund 100 m breite Korridor dargestellt, innerhalb dessen die weitere Entwurfsplanung erfolgt.

Zwangspunkte in der Linienführung sind u. a. die Querung des Führser Mühlbaches, das archäologisches Denkmal „Wölper Burg“, das Landschafts- und Naturschutzgebiet Krähe sowie naheliegende Bebauungen. Im Verlauf der Trasse werden zwei 110-kV-Freileitungen gekreuzt. Das vorhandene Wirtschaftswegenetz ist anzupassen.

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