Bürgerrat: Auswahl und Methode
Die Bürgerinnen und Bürger des Bürgerrats kamen aus der Stadt und der Region Hannover. Um möglichst viele verschiedene Menschen zu erreichen, waren mehr als 2.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger von der NLStBV angeschrieben worden. Sie waren zur Teilnahme an dem Beteiligungsgremium eingeladen und konnten sich für den Bürgerrat registrieren.
Der Bürgerrat zum Westschnellweg bestand aus 35 Personen. Da sich mehr Personen auf die Einladung zurückgemeldet hatten, wurde eine Auswahl nach soziodemographischen Merkmalen vorgenommen (dazu gehörten Geschlecht, Alter, Wohnort, Bildungshintergrund und Migrationsgeschichte). Bei mehreren Personen mit bestimmten identischen Merkmalen entschied das Los.
Gremium als Spiegel der Gesellschaft
Die Zusammensetzung des Bürgerrates zum Westschnellweg sollte die Zusammensetzung der Gesellschaft in und um Hannover widerspiegeln. Der Stadtteil Linden-Limmer bekam mit fünf eigenen Sitzen ein überproportional höheres Gewicht.
Die Zufallsauswahl war vom Dienstleister ifok GmbH im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) vorgenommen worden.
Bürgerinnen und Bürger, die einen Einladungsbrief erhalten hatten, konnten sich unter Angabe ihrer persönlichen Daten registrieren. Die Daten wurden zur Durchführung der Veranstaltung an ifok GmbH weitergegeben und DSGVO-konform behandelt.
Beteiligung ist von öffentlichem Interesse
Die Beteiligung der Öffentlichkeit an Infrastrukturplanung ist eine öffentliche Aufgabe. Die Durchführung der Beteiligungsprozesse ist also von öffentlichem Interesse.
Daraus ergibt sich für die NLStBV die Möglichkeit, Einwohnermeldeämter um Daten anzufragen, aus denen eine bestimmte Menge an Personen für den Beteiligungsprozess ausgewählt werden können.