Ersatzneubau der 380-kV-Leitung Landesbergen – Mehrum/Nord, Abschnitt 3: Ahlten-Mehrum/Nord
Planfeststellungsverfahren
Die Tennet TSO GmbH (Vorhabenträgerin) hat für das o. g. Vorhaben die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) beantragt.
Gegenstand dieses Planfeststellungsverfahrens ist:
- Der Ersatzneubau und der Betrieb des dritten Abschnitts der 380-kV-Höchstspannungsleitung Landesbergen – Mehrum/Nord (UW Ahlten (Lehrte) – Mehrum/Nord (LH-10-3058) auf einer Länge von 15 Kilometern als Freileitung mit 38 Masten,
- der Rückbau der 220-kV-Freileitung Lehrte – Mehrum (LH-10-2026, Ersatz durch LH-10-3058)
- und der Rückbau der 220-kV-Freileitung Lehrte – Wahle (LH-10-2024, Rückbau zu Kompensationszwecken)
Der Ersatzneubau der 380-kV-Freileitung Landesbergen – Mehrum/Nord, Abschnitt 3: Ahlten – Mehrum/Nord (LH-10-3058) orientiert sich so weit wie möglich am Verlauf der 220-kV-Bestandsleitung LH-10-2026 und wird parallel dazu geführt.
Der Ersatzneubau beginnt auf dem Gebiet der Stadt Lehrte am UW Ahlten (Lehrte). Die Leitung verläuft zunächst in nördliche Richtung, knickt dann in südöstliche Richtung ab und quert die Kreisstraße K122. Parallel zur Kreisstraße verlaufend werden Bahnschienen gekreuzt. Die Trasse knickt in südöstliche Richtung, verläuft über landwirtschaftliche Flächen und quert im weiteren Verlauf die 220-kV-Leitungen Lehrte-Wahle (Mast 3005 und 3006) und Lehrte-Mehrum (Mast 3008 und 3009).
Von Mast 3009 bis 3020 verläuft die Neubautrasse südlich der Bestandsleitung Lehrte-Mehrum. Im weiteren Verlauf wird erneut eine Bahnschiene und die Bundesstraße B443 gequert (Mast 3015 und 3017).
Im Spannfeld zwischen Mast 3020 und Mast 3021 schwenkt die Trasse in östliche Richtung und quert erneut die bestehende und rückzubauende 220-kV-Freileitung Lehrte-Mehrum sowie die 110-kV-Freileitung Mehrum-Höver der Enercity Netz GmbH. Die geplante Trasse verläuft ab Mast 3021 nördlich und gebündelt mit den zuvor gekreuzten Bestandsleitungen in südöstliche Richtung. Zwischen den Masten 3025 und 3026 wird ein Gehölz überspannt, welches sich am östlichen Rand des Landschaftsschutzgebietes Billerbachwiesen befindet. Das nachfolgende Spannfeld quert die Kreisstraße K135 mit beidseitig verlaufenden Gehölzreihen.
Am Mast 3027 schwenkt der geplante Trassenverlauf in Richtung Ost-Nord-Ost parallel zu der Freileitung der Enercity Netz GmbH sowie der 110-kV-Freileitung Sehnde-Peine/Ost der Avacon Netz GmbH (LH-10-1020) und verläuft bis Mast 3033 in Bündelung mit den Bestandsleitungen. Im Spannfeld von Mast 3033 zu Mast 3034 knickt die 110-kV-Freileitung Mehrum – Höver der Enercity Netz GmbH nach Süden ab und bindet nach ca. 2 km in das UW Mehrum ein.
Nach Kreuzung der 220-kV-Freileitung Mehrum - Lahe der Enercity Netz GmbH und der Burgdorfer Aue knickt der Trassenverlauf am Mast 3036 in südöstliche Richtung ab und kreuzt die bis dahin parallel verlaufende Freileitung der Avacon Netz GmbH. Nach dem Mast 3038 erfolgt die Einführung in den geplanten Erweiterungsbereich des UW Mehrum/Nord.
Schutzgerüste sind in einer Vielzahl geplant. Nicht erforderlich ist der Bau von Provisorien.
Nach Inbetriebnahme der 380-kV-Leitung wird die 220-kV-Leitung Lehrte-Mehrum (LH-10-2026) entbehrlich und zurückgebaut.
Ebenso Antragsgegenstand ist der Rückbau der nördlich zur Ersatzneubauleitung verlaufenden 220-kV-Freileitung Lehrte - Wahle (LH-10-2024). Diese verläuft vom UW Mehrum in östliche Richtung bis zum UW Wahle. Die 220-kV-Leitung wird durch die Inbetriebnahme der 380-kV-Leitungen Ahlten-Mehrum/Nord, Wahle-Mecklar, Ostniedersachsenleitung, Ostfalenachse und Mehrum/Nord-Liedingen nicht mehr benötigt und wird dann zurückgebaut.
Für das Vorhaben einschließlich der landschaftspflegerischen Ausgleichs-, Ersatz- und Vermeidungsmaßnahmen werden Grundstücke in den Gemarkungen Ahlten, Aligse, Anderten, Berkum, Dolgen, Dungelbeck, Essinghausen, Evern, Fürstenau, Hämelerwald, Haimar, Heiligendorf, Ilten, Immensen, Klein Ilsede, Lehrte, Mehrum, Peine, Rethmar, Rosenthal, Schmedenstedt, Schwicheldt, Sehnde, Sierße, Sievershausen, Steinwedel, Vöhrum, Wahle und Woltorf beansprucht.
Die Planunterlagen können in der Zeit vom
02.02.2026 bis zum (einschließlich) 02.03.2026
unter dem Titel „Landesbergen-Mehrum/Nord - PFA 3“ auf der Internetseite der Planfeststellungsbehörde
https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview
eingesehen werden. Die Auslegung der Unterlagen wird gemäß § 43a Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) durch Veröffentlichung im Internet bewirkt. Auf der Internetseite der Auslegungsgemeinden Hohenhameln, der Gemeinde Ilsede, der Stadt Lehrte, der Landeshauptstadt Hannover, der Stadt Sehnde, der Stadt Peine und der Gemeinde Vechelde wird mittels Verlinkung auf die Seite der Planfeststellungsbehörde verwiesen.
Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt wird, kann sich bis einschließlich 16.03.2026 zu der Planung äußern. Den möglicherweise durch das Vorhaben berührten Trägern öffentlicher Belange wurde ebenfalls bis zum 16.03.2026 die Möglichkeit gegeben, eine Stellungnahme abzugeben.
Ein Teil der von der Antragstellerin eingereichten Planunterlagen wird hier zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.
Eingereichte Unterlagen (Auszug):
Artikel-Informationen
erstellt am:
22.01.2026
Ansprechpartner/in:
Anika Funk
Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Dezernat 41 (Planfeststellung)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-5103
Fax: (0511) 3034-2099

