Lemwerder: Arbeiten am Deichschaart unter erhöhtem Personaleinsatz
Provisorische Öffnung entfällt – alternative Deichquerung wird eingerichtet
Die Arbeiten am Deichschaart in Lemwerder laufen aktuell unter erhöhtem Personaleinsatz.
Nachdem es in den vergangenen Monaten zu einer längeren Bauverzögerung kam, werden die weiteren Arbeiten unter deutlich erhöhtem Personaleinsatz weitergeführt.
Aktuell finden Bewehrungsarbeiten im Bereich der Kappen, d. h. den Kopfbalken der Bauwerke statt. Zusätzlich werden die Wände an der Westseite verblendet. Die Arbeiten an der Ostseite laufen ebenfalls weiter.
Die bisher geplante provisorische Öffnung für den Fuß- und Radverkehr an der Westseite muss allerdings nach intensiver Abwägung entfallen: Nachdem die Arbeiten deutliche Verzögerungen hatten, wird der Bau nun so angepasst, dass die Fertigstellung im August in jeden Fall gehalten werden soll. Dazu ist mehr Personal auf der gesamten Baustelle erforderlich. Eine provisorische Öffnung an der Westseite für wenige Wochen würde die Bauarbeiten in diesem Teil zum Stillstand bringen. Um den erhöhten Personaleinsatz bestmöglich einsetzen zu können, sollen der Bau an der West- und Ostseite parallel weiterlaufen. Dabei werden schwebende Lasten und Baufahrzeuge im Baufeld im Einsatz sein, so dass die Verkehrssicherheit für Dritte nicht sichergestellt werden kann. Damit ist eine Öffnung für den Fuß- und Radverkehr durch das Baufeld nicht möglich.
In Abstimmung mit dem Ersten Oldenburgischen Deichband konnte kurzfristig eine eingeschränkte Alternative erarbeitet werden: Aufgrund der besonderen Umstände wird eine Überwegung im Rahmen des Baufelds über den Deich geduldet, die jetzt kurzfristig aufgebaut werden wird. Es wird darauf hingewiesen, dass die Überwegung gegebenenfalls nicht für alle mobilitätseingeschränkten Personen geeignet ist.
Die Arbeiten am Deichschaart waren notwendig geworden, da das vorhandene Schaart verstärkt und um rund einen Meter erhöht werden musste. Gleichzeitig wurde in Zusammenarbeit mit dem NLWKN und dem Ersten Oldenburgischen Deichband der Deich auf der Westseite auf 70 Metern Länge als Lückenschluss erhöht. Während der Maßnahme kam es im Juli / August 2025 zu einer nicht geplanten Bauunterbrechung zur Klärung statischer Fragen. Nach der Wiederaufnahme der Arbeiten führte dieser Zeitverzug zu einer weiteren Verzögerung aufgrund des zum Jahresende 2025 ungewöhnlich stark einsetzenden Winters, dessen Auswirkungen den Bau auch noch im Februar beeinflussten.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Oldenburg ist sich der andauernden Beeinträchtigung der Anwohner durch die Maßnahme bewusst. Es wird mit hohem Einsatz an der Fertigstellung der Maßnahme gearbeitet.
Artikel-Informationen
erstellt am:
24.04.2026
Ansprechpartner/in:
Dr. Inka Bodmann
Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
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