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Ortsumgehung Negenborn im Zuge der Bundesstraße 64

Feierlicher erster Spatenstich am 7. Januar 2016


Erster Spatenstich für die Ortsumgehung Negenborn (B 64) am 7. Januar 2016  
Erster Spatenstich für die Ortsumgehung Negenborn (B 64) am 7. Januar 2016.

Durch den Bau einer Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 64 soll Negenborn (Landkreis Holzminden) vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Das für den Bau der Ortsumgehung notwendige Planfeststellungsverfahren wurde am 1. April 2009 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 25. Juni 2010. Der Beschluss wurde beklagt. Mit Einstellung des Klageverfahrens am 13. November 2013 wurde der Beschluss unanfechtbar. Der feierliche erste Spatenstich durch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Olaf Lies, seinerzeit niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, erfolgte am 7. Januar 2016.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen rund 16,7 Millionen Euro. Kostenträger ist der Bund.

Zum Baufortschritt beachten Sie bitte unsere Presseinformation vom 27.07.2017.

Verkehrsbedeutung der B 64 und Notwendigkeit der Ortsumgehung

Die Bundestraße 64 verläuft aus Nordrhein-Westfalen kommend über Holzminden, Eschershausen und Bad Gandersheim zum Harz. Bei Seesen hat die B 64 Anschluss an die Autobahn 7 Hannover - Kassel.

Die im Jahr 2007 mit bis zu 7.250 Kfz/ 24 h belastete Bundesstraße hat eine wichtige Verbindungsfunktion für das Weserbergland und bindet den Raum Holzminden/ Höxter über die Bundesstraßen 1, 3 und 240 an die Räume Hildesheim und Hannover an. In Verbindung mit der B 83 stellt die Bundesstraße 64 außerdem eine Verbindung zwischen dem Oberweserraum und dem Bereich Kassel her.

Die Bedeutung der Bundesstraße 64 wird durch die bereits fertig gestellten Ortsumgehungen von Holzminden und Bevern/ Lobach sowie die in Planung befindlichen Ortsumgehungen im Zuge der B 240 zwischen Eschershausen und Gronau unterstrichen.

Durch die weitere allgemeine Verkehrsentwicklung sowie durch regionale Entwicklungen wird für die Ortsdurchfahrt eine Prognoseverkehrsmenge für das Jahr 2020 von bis zu 8.000 Kfz/ 24 h ermittelt.

Die steigende Verkehrsbelastung in der rund 1,7 km langen Ortsdurchfahrt Negenborn mit den damit verbundenen Beeinträchtigungen, die Trennwirkung der im südlichen Bereich überbreit angelegten Ortsdurchfahrt sowie die schmale und kurvenreiche Trassierung im nördlichen Abschnitt mit steilem Anstieg bzw. Gefälle führen schon heute zu erheblichen Beeinträchtigungen der Wohnbevölkerung durch Verkehrslärm und Schadstoffimmissionen. Die Wohn- und Aufenthaltsqualität wird negativ beeinflusst. Besondere Gefährdungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer ergeben sich in den Wintermonaten bei Eis und Schnee.

Mit dem Bau der Ortsumgehung Negenborn im Zuge der B 64 wird eine Entlastung der Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr um 85 Prozent mit gleichzeitiger Verringerung der Lärm- und Abgasimmissionen erreicht. Die Baumaßnahme trägt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Verbesserung der überregionalen Verkehrsanbindungen im Fernstraßensystem des Bundes bei.

Straßenbauliche Beschreibung

Im Zuge der geplanten Ortsumgehung wird die Ortslage Negenborn im Süden und Osten umfahren. Die rund 3,8 km lange Gesamtbaustrecke unterteilt sich in die rund 2,8 km lange Baustrecke für die Ortsumgehung und die beiden Abschnitte für die Verbreiterung der B 64 mit einer Gesamtlänge von 1,00 km. Die Baustrecke beginnt etwa 950 m südwestlich der Ortslage Negenborn und umfasst zunächst die Verbreiterung der vorhandenen Fahrbahn der Bundesstraße auf einer Länge von rund 520 m. Im weiteren Verlauf verschwenkt die Trasse aus der vorhandenen B 64 in östliche Richtung und umfährt die Ortslage Negenborn in einem weiten Bogen in Richtung Norden.

Östlich von Negenborn wird die Landesstraße 580 gekreuzt. Im weiteren Verlauf quert die Trasse der Ortsumgehung das Hooptal mit dem Forstbach, der Kreisstraße 71 und der Straße Klus (jetzige B 64) zwischen dem Ortskern und dem Oberdorf, bevor die Trasse in östliche Richtung verschwenkt und rund 450 m nordöstlich des Oberdorfes wieder an die vorhandene B 64 anschließt. Im weiteren Verlauf wird die vorhandene Fahrbahn der Bundesstraße bis zum Kloster Amelungsborn auf einer Länge von etwa 490 m verbreitert. Die Baustrecke endet im Bereich der Zufahrt zum Klostergut.

Die Verknüpfung des vorhandenen Straßennetzes mit der Umgehung erfolgt höhengleich an zwei Punkten:

  • Südlich von Negenborn wird die bisherige B 64 zusammen mit einem Wirtschaftsweg höhengleich in einer lichtsignalgeregelten Kreuzung an die Umgehungsstraße angebunden (Knoten Südwest).
  • Nordöstlich von Negenborn erfolgt dann der Anschluss der verlassenen B 64 an die OU (Knoten Nordost).

Vorgesehen sind fünf Brückenbauwerke:

  • Ne 1: Unterführung Wasserlauf und Rad-/ Gehweg,
  • Ne 1a: Überführung Rad-/ Gehweg über Gewässerlauf,
  • Ne 1b: Unterführung Wasserlauf,
  • Ne 2: Unterführung der L 580 (mit Verlegung der Landesstraße auf rund 415 m Länge),
  • Ne 3: Talbrücke über das Hooptal.

Die Ortsumgehung Negenborn erhält auf gesamter Länge einschließlich der Verbreiterungsbereiche im Südwesten und Nordosten von Negenborn einen dreistreifigen Querschnitt (2+1-Betriebsform) entsprechend dem Regelquerschnitt RQ 15,5. Im Südwesten wird unmittelbar an den dort vorhandenen dreistreifigen Querschnitt angeschlossen. Südwestlich des Klosters Amelungsborn endet die 2+1-Betriebsform und die Fahrbahn schließt an den vorhandenen Fahrbahnquerschnitt an.

Das Umstufungskonzept sieht vor, die jetzige B 64 zwischen dem Knoten Südwest der Ortsumgehung und dem Knotenpunkt mit der L 580 (Schulstraße) zur Gemeindestraße abzustufen. Zwischen der vorgenannten Einmündung der L 580 und der Einmündung der L 580 aus Richtung Golmbach (Poststraße) ist eine Abstufung zur L 580 (neu) vorgesehen. Zwischen diesem Knotenpunkt und der Einmündung der K 71 in die B 64 wird die B 64 zur K 71 (neu) abgestuft.

Bundesstraße 64
Presseinformationen

zum ersten Spatenstich der Ortsumgehung Negenborn (B 64) am 07.01.2016 auf den Seiten

Presseinformation

des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung:

Quelle: www.lgn.niedersachsen.de  

Ortsumgehung Negenborn: Übersichtslageplan (Download als PDF unten).

Artikel-Informationen

27.11.2017

Ansprechpartner/in:
Markus Brockmann

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Hameln
Geschäftsbereichsleiter
Roseplatz 5
31787 Hameln
Tel: (05151) 607-178
Fax: (05151) 607-499

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