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Häufig gestellte Fragen: Lärmschutz

Projekt Küstenautobahn (A 20/ A 26)


1. Welche Grenzwerte gelten für die Lärmentwicklung und wo werden diese gemessen?

In der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung werden die Grenzwerte in dB(A) und die Art der Berechnung für den Lärmschutz festgelegt. Um zu entscheiden, wie laut es durchschnittlich an einem bestimmten Ort zukünftig ist, gibt es einen sogenannten Beurteilungspegel, der berechnet und den rechtlich vorgegebenen Grenzwerten gegenübergestellt wird.

Die Grenzwerte unterscheiden zwischen Tag (6 – 22 Uhr) und Nacht (22 – 6 Uhr). Die einzelnen Grenzwerte in dB(A) entnehmen Sie der folgenden Tabelle:

Art des Gebiets Tag Nacht
An Krankenhäusern, Schulen, Kurheimen, Altenheimen 57 dB(A) 47 dB(A)
In reinen und allgemeinen Wohngebieten und Kleinsiedlungen 59 dB(A) 49 dB(A)
In Kerngebieten, Dorfgebieten und Mischgebieten 64 dB(A) 54 dB(A)
In Gewerbegebieten 69 dB(A) 59 dB(A)


2. Was versteht man unter dem „Beurteilungspegel“ und wie wird dieser gemessen?

Der Beurteilungspegel gibt die durchschnittliche Lautstärke an einem z. B. von einer Autobahn betroffenen Ort an. Liegt er über den oben genannten Grenzwerten, sind Lärmschutzmaßnahmen erforderlich.

Der Beurteilungspegel wird nach den Vorgaben der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung berechnet. Es wird hierbei immer von den ungünstigsten Bedingungen ausgegangen (z. B. Wind in Richtung des zu berechnenden Objektes).


3. Was passiert, wenn sich herausstellt, dass die Grenzwerte überschritten werden?

Können die oben genannten Grenzwerte mit der zukünftigen Autobahn nicht eingehalten werden, ist die Landesbehörde dazu verpflichtet, geeignete Lärmschutzmaßnahmen vorzusehen. Die Lärmbelastung darf nach dem Einsatz geeigneter Maßnahmen nicht über den vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzwerten liegen.


4. Was ist der Unterschied zwischen aktiven und passiven Lärmschutzmaßnahmen?

Aktive Lärmschutzmaßnahmen dämpfen den Schall bereits am Entstehungsort. Zu diesen Maßnahmen zählen bspw. Lärmschutzwände / -wälle und umgangssprachlich als Flüsterasphalt bezeichneter, lärmmindernder Asphaltbelag.

Passive Maßnahmen dämmen den Schall dagegen an seinem Wirkungsort. Hierzu zählen zum Beispiel Schallschutzfenster oder verbesserte Rolladenkästen an lärmbetroffenen Gebäuden.


5. Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob aktive oder passive Lärmschutzmaßnahmen angewandt werden?

Nach Möglichkeit werden immer aktive Lärmschutzmaßnahmen angewendet. Da Autobahnen mit öffentlichen Geldern finanziert werden, sind die Behörden dazu verpflichtet, ein möglichst optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erzielen. Wenn die Kosten für aktive Lärmschutzmaßnahmen außer Verhältnis zum angestrebten Nutzen stehen, können nur passive Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen werden.

Bei Einzelbebauungen an Streckenabschnitten kann es nicht ausgeschlossen werden, dass passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt werden müssen. Das im Einzelfall entstehende Kosten-Nutzen-Verhältnis für aktiven Lärmschutz ist hier gegenüber der Allgemeinheit nicht zu rechtfertigen.

Für jedes zu schützende Objekt (Gebäude) ist daher zur Prüfung des aktiven oder passiven Lärmschutzes und zur Einhaltung der Wirtschaftlichkeit eine gesonderte Untersuchung durchzuführen.

Häufig gestellte Fragen
Referenzgrößen zu den dB(A)-Werten  

Referenzgrößen zu den dB(A)-Werten.

Artikel-Informationen

06.09.2018

Ansprechpartner/in:
Sebastian Mannl

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Regionaler Geschäftsbereich Oldenburg
Leiter Projektgruppe Küstenautobahn
Kaiserstraße 27
26122 Oldenburg
Tel: (0441) 2181-156
Fax: (0441) 2181-222

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