Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr klar

Neubau der Bundesstraße 211 von westlich Mittelort bis Brake

Erster Spatenstich am 30. August 2016


Symbolischer Erster Spatenstich für die Verlegung der B 211 zwischen Mittelort und Brake am 30. August 2016  
Symbolischer Erster Spatenstich für die Verlegung der B 211 zwischen Mittelort und Brake am 30. August 2016.
Bildrechte: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Die Bundesstraße 211 soll im Bereich von westlich Mittelort bis zur B 212 in Brake (Landkreis Wesermarsch) auf einer Länge von rund 7,4 km verlegt und auf neuer Trasse geführt werden. Das für den Neubau nötige Planfeststellungsverfahren wurde am 2. Juni 2008 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 30. Dezember 2009 und ist seit 10. Dezember 2010 bestandskräftig (unanfechtbar). Erste Vorarbeiten haben 2013 stattgefunden.

Der feierliche Erste Spatenstich durch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Olaf Lies, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, fand am 30. August 2016 statt.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 32,9 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

Planerische Beschreibung und Notwendigkeit der Ortsumgehung

Die Bundesstraße 211 ist die Hauptverbindung zwischen Oldenburg und der mittleren/ nördlichen Wesermarsch. Sie beginnt in Oldenburg am Ende der A 293 östlich des Autobahnkreuzes Oldenburg-Nord und endet an der B 212 in Brake. Die Gesamtlänge beträgt rund 21 km. Zusammen mit der B 212 nördlich Brake sowie der B 437 (neu) einschließlich Wesertunnel stellt die B 211 auch die Verbindung zwischen der A 28 und A 29 bei Oldenburg sowie der A 27 rechts der Weser her.

Zwischen Oldenburg und Mittelort hat die B 211 einen im wesentlichen geraden Verlauf ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen. Von westlich Mittelort bis Brake ist die B 211 kurvenreich, sehr stark angebaut und unterliegt hier weitestgehend einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h und teilweise 50 km/h.

Die B 211 besteht in diesem Raum aus einem einbahnigen, zweistreifigen Fahrbahnquerschnitt und ist mit einer Asphaltbefestigung versehen. Die einmündenden Kreis- und Landesstraßen sind nur in einfachster Weise, ohne Abbiegestreifen und ohne besondere Führung des Verkehrs durch Tropfen und sonstige Fahrbahnteiler an die B 211 angebunden. Lediglich an der Einmündung der L 855 ist ein Linksabbiegestreifen in der B 211 vorhanden.

Infolge der gemeinsamen Nutzung der Bundesstraße durch den regionalen und überregionalen Verkehr sowie dem Anliegerverkehr entsteht eine hohe Konfliktdichte innerhalb des Streckenabschnittes. In den Knotenpunkten wird der Verkehrsfluss wegen der fehlenden Ausstattung der Straße mit Abbiegefahrstreifen und mit verkehrslenkenden Fahrbahnteilern ebenfalls erheblich beeinträchtigt.

Die Leichtigkeit und Sicherheit aller Verkehrsarten, insbesondere des durchgehenden Verkehrs, wird darüber hinaus durch die mangelhafte Trassierung der Bundesstraße beeinträchtigt. Wegen der offenen Randbebauung entlang der B 211 wird bei den Fahrzeugführern oft nicht die besondere Aufmerksamkeit für die Verkehrssituation innerhalb des Streckenabschnittes geweckt und zu schnell gefahren. Die B 211 stellt hier einen Unfallschwerpunkt dar.

Die jetzige Verkehrsbelastung in diesem Abschnitt der B 211 beträgt ca. 11.100 Kfz/ 24 h mit einem Schwerverkehrsanteil von rund 1.600 Kfz/ 24 h. (Verkehrsmengenkarte 2010).

Mit der B 211 (neu) soll dem Durchgangsverkehr, insbesondere auch dem starken Wirtschaftsverkehr, eine leistungsfähige und verkehrssichere Straße zur Verfügung gestellt werden.

Straßenbauliche Beschreibung

Die geplante neue Trasse der B 211 (neu) beginnt westlich von Mittelort, verläuft zunächst in nördlicher Richtung bis Coldewey, beschreibt dann einen großen Rechtsbogen und verläuft dann in westlicher Richtung mit einem im wesentlichen geraden Verlauf bis zur B 212 in Brake gegenüber der Einmündung der Weserstraße.

Die rund 7,4 km lange Neubaustrecke kreuzt dabei die klassifizierten Straßen K 209, L 886 und L 855, wobei die beiden Landesstraßen höhengleich in Form von Kreisverkehren mit der B 211 (neu) verknüpft werden sollen. Die K 209 wird ohne einen Anschluss über die B 211n hinweggeführt. Höhenmäßig verläuft die neue Bundesstraße im Wesentlichen ca. 1,50 m über Geländeniveau. Sie soll zweistreifig mit einer befestigten Fahrbahnbreite von 8,00 m hergestellt werden (RQ 10,5).

Es sind folgende Brückenbauwerke vorgesehen:

  • Bauwerk 01: Überführung der K 209 (Hamelstraße),
  • Bauwerk 02: Überführung Wirtschaftsweg „Burgweg".

Besonderheit

Bei der Maßnahme ist der besondere Schutz von Brutvögeln zu beachten. Jeweils in der Zeit von Mitte Februar bis Ende Mai darf hier keine Bautätigkeit stattfinden. Ein Durchfahren dieses Streckenabschnittes der B-211n-Trasse mit Fahrzeugen - Sandtransporte usw. - ist aber zulässig.

Bundesstraße 211
Presseinformation

zum Ersten Spatenstich für die Verlegung der B 211 zwischen Mittelort und Brake am 30.08.2016 auf den Seiten

Quelle: www.lgn.niedersachsen.de  

Übersichtskarte der geplanten Verlegung der Bundesstraße 211 (Download als PDF unten).

Bildrechte: Landesvermessung + Geobasisinformation Niedersachsen (www.lgn.niedersachsen.de)
Presseinformation

des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr:

Artikel-Informationen

31.08.2016

Ansprechpartner/in:
Joachim Delfs

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Oldenburg
Geschäftsbereichsleiter
Kaiserstraße 27
26122 Oldenburg
Tel: (0441) 2181-158
Fax: (0441) 2181-222

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln