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Um- und Ausbau der B 6 im Bereich der Ortsumgehung Neustadt am Rübenberge

Fokus in 2026 auf Einrichtung einer Behelfsumfahrung für B 6-Verkehr


Einführung: Im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) soll die Bundesstraße B 6 im Zuge der Ortsumfahrung Neustadt am Rübenberge aus- und umgebaut werden. Die bestehende Ortsumfahrung weist gravierende Mängel auf: Fahrstreifen und Anschlussbereiche entsprechen nicht mehr aktuellen Sicherheitsstandards. Zudem müssen im Ausbaubereich acht Brücken erneuert werden. Ziel ist es, die Verkehrsfunktion sowohl für den örtlichen als auch den überregionalen Verkehr dauerhaft zu sichern.
In diesem Artikel wird über die bisherige Planungen berichtet. Mehr zur Historie der Maßnahme findet sich weiter unten.

Die Karte zeigt, wo der Fokus der Arbeiten rund um den Um- und Ausbau der B 6 OU Neustadt liegt: auf der Behelfsumfahrung für den B 6-Verkehr.   Bildrechte: NLStBV
Die Karte zeigt, wo der Fokus der Arbeiten rund um den Um- und Ausbau der B 6 OU Neustadt liegt: auf der Behelfsumfahrung für den B 6-Verkehr.

März 2026 - Überblick über die in 2026 geplanten Maßnahmen:

Im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) haben in diesem Jahr die Arbeiten zum Um- und Ausbau der Bundesstraße B 6 im Zuge der Ortsumfahrung (OU) Neustadt am Rübenberge begonnen. Zusätzlich zu dieser Maßnahme finden in der Neustädter Kernstadt noch einige weitere Straßenbauprojekte statt. In dieser Mitteilung wird zu den Vorhaben von NLStBV und Stadt ein gesammelter Überblick gegeben. Ansprechpartner zu den jeweiligen Baustellen befinden sich am Ende des Textes.

Um- und Ausbau der B 6 OU Neustadt:

Der Fokus der im Auftrag der NLStBV laufenden Arbeiten liegt in 2026 auf der Einrichtung einer Behelfsumfahrung für den B 6-Verkehr für den Ersatzneubau der Bahnbrücke im Zuge der B 6, inklusive des Neubaus der Brücke im Zuge der Nordstraße für die Stadt Neustadt.
Die Bauwerke liegen innerhalb eines ersten Bauabschnittes der geplanten Brückenersatz- und Straßenausbaumaßnahmen. Die dafür in der 9. KW durchgeführten Baumfällungen konnten zwischenzeitlich abgeschlossen und der benötigte Platz für die Erstellung des Ersatzbrückenbauwerks (siehe Karte, rot markiertes Bauwerk) geschaffen werden.

Die Behelfsumfahrung stellt sicher, dass die B 6 sowohl während des Abrisses der
DB-Brücken als auch während der Neubauarbeiten weiter befahrbar bleibt. Nur für die Anschlussarbeiten der B 6 an die fertiggestellte Behelfsumfahrung sind kurze Teilsperrungen von einzelnen Fahrstreifen erforderlich. Die Verbindung Nordstraße/Heinrich-Heine-Straße hingegen wird ab Herbst in dem Bereich voll gesperrt werden müssen. Die Vergabe der baulichen Umsetzung der Maßnahme an ein Bauunternehmen steht kurz bevor. „Straßenbauverwaltung und Stadt arbeiten hier eng zusammen, um die verkehrlichen Herausforderungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten“, sagt Britta Lux.

Derzeit laufen noch archäologische Untersuchungen im Bereich des zukünftigen Standorts der Behelfsbrücke. Diese sind auch ursächlich für die vielen, etwa gleich großen Erdhaufen an der B 6 (siehe Fotos).

Die Fertigstellung des Behelfsbauwerks ist für November 2026 geplant. Im Rahmen einer Sperrpause für den Bahnverkehr soll dafür der Überbau der Behelfsumfahrung in der Nacht vom 17. Oktober auf den 18. Oktober 2026, eingehoben werden. Der Verkehr auf der B 6 wird von diesen Arbeiten nicht eingeschränkt.

Nach Inbetriebnahme der Behelfsumfahrung werden die DB-Brücken einschließlich der B 6 und der Nordstraße abgebrochen und rückgebaut. Die Sperrpause für den Bahnverkehr ist hierfür vom Mittwoch, 16. Dezember, bis Samstag, 21. Dezember 2026, festgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wird der B 6-Verkehr bereits über die Behelfsumfahrung an der Baustelle vorbeigeleitet, sodass sich auch hier keine verkehrlichen Einschränkungen ergeben.

Anfang 2027 beginnen dann die Arbeiten zur Herstellung der neuen Brückenbauwerke für die B 6 und die Nordstraße. Sobald diese fertiggestellt sind, erfolgt der Anschluss der neuen Brücken an die B 6 in einem Übergang vorerst an die bestehende Fahrbahn und an die Nordstraße über verbreiterte Brückenrampen.

Auch für alle weiteren geplanten Bauarbeiten im Zuge des Um- und Ausbaus der B 6 in der Ortsumfahrung Neustadt gilt: Grundsätzlich bleibt die B 6 in den jeweiligen Bauabschnitten dauerhaft mit mindestens einem Fahrstreifen je Fahrtrichtung befahrbar. Nur punktuell werden kurzzeitige Einschränkungen aufgrund von Vorarbeiten nicht zu vermeiden sein. Umleitungen für die überörtlichen Verkehre sind großräumig über Bundesautobahn- und Bundesstraßen vorgesehen. Die nahräumige Verkehrsführung für die kurzzeitigen Sperrungen der B 6 erfolgen über Landes- und Regionsstraßen - nicht jedoch über die Kernstadt.

Während des Um- und Ausbaus der B 6 muss in den nächsten Jahren mit üblichem Baulärm gerechnet werden. Dieser Baulärm wird, bis auf das Auflegen der Behelfsbrücke sowie den Abbrucharbeiten im Bereich der DB-Brücken, in dem normalen Arbeitszeitkorridor (tagsüber), stattfinden. Über die anstehenden Abbrucharbeiten der DB-Brücken im Dezember 2026 und die in diesem Zusammenhang geplanten Maßnahmen für Anlieger im Nahbereich wird rechtzeitig umfassend informiert.

Parallel zu den Arbeiten an den DB-Brücken läuft der Umbau der Anschlussstellen bei Himmelreich weiter. Hier ist derzeit geplant, dass die Arbeiten vollumfänglich im Sommer 2027 abgeschlossen sein werden, sodass alle Auf- und Abfahrtstreifen wieder in Betrieb genommen werden können. Witterungsbedingte Verzögerungen können nicht ausgeschlossen werden.

Zielsetzung/Hintergrund des Um- und Ausbaus der B 6 in der OU Neustadt:

Die bestehende Ortsumfahrung weist gravierende Mängel auf: Sechs Brückenbauwerke müssen dringend erneuert werden und Fahrstreifen und Anschlussbereiche entsprechen nicht mehr aktuellen Sicherheitsstandards. Ziel ist es, die Verkehrsfunktion der Bundesstraße sowohl für den überregionalen als auch den örtlichen Verkehr dauerhaft zu sichern.

In Vorbereitung auf die Umsetzung des Aus- und Umbaus der B6 wurde ein Begleitkreis zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung eingerichtet: Über vier Jahre hinweg wurde im Rahmen dessen mitunter auch kontrovers, aber stets konstruktiv diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Lokalpolitik, Verwaltung, Verbänden und Bürgerschaft informierten sich regelmäßig über die Hintergründe der Planung, begleiteten den Fortschritt kritisch und brachten wertvolle Anregungen ein. Ihr Engagement zeigt: Gute Infrastrukturplanung lebt vom offenen und kontinuierlichen Dialog.

Derzeit laufen archäologische Voruntersuchungen im Baufeld der Behelfsumfahrung für den B 6-Verkehr.   Bildrechte: NLStBV
Derzeit laufen archäologische Voruntersuchungen im Baufeld der Behelfsumfahrung für den B 6-Verkehr.
Die Baumfällarbeiten im Bereich des Baufelds konnten bereits abgeschlossen werden.   Bildrechte: NLStBV
Die Baumfällarbeiten im Bereich des Baufelds konnten bereits abgeschlossen werden.

Weitere Straßenbaumaßnahmen im Stadtgebiet der Neustädter Kernstadt:

Im Stadtgebiet der Kernstadt stehen im Jahr 2026 noch weitere Straßenbauprojekte an, die leider naturgemäß für Verkehrsteilnehmer immer auch zu Behinderungen und Umwegen führen können. Eine Übersicht:

Anfang der 12. KW haben die Kanal- und Straßenausbauarbeiten an der Straße Großer Weg begonnen. Die voraussichtlich zwei Jahre dauernden Arbeiten sind im Norden auf Höhe der dortigen B 6-Unterführung gestartet und ziehen sich von dort aus abschnittsweise bis zur Leinstraße. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der B 6-Unterführung bis in den Einmündungsbereich der Heinrich-Heine-Straße. Für diesen Teilbereich ist eine Bauzeit von gut drei Monaten anvisiert.

Fußgänger können das Baufeld passieren, Fahrradfahrer müssen absteigen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) weiter auf ihrem üblichen Weg zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen können. Der Linienbusverkehr fährt die Haltstellen im Wendehammer auf Höhe der KGS nicht an, es ist stattdessen eine Ersatzhaltestelle zwischen den Einmündungen in die Fontanestraße und Bischof-Ketteler-Platz/Friedrich-Brandt-Straße eingerichtet worden.

Achtung: Da auch die Einmündung Heinrich-Heine-Straße/Großer Weg Teil des ersten Bauabschnitts ist, können auch dort ausschließlich Fußgänger und Radfahrer passieren. Für den motorisierten Verkehr bleibt die Möglichkeit von der Nordstraße/Heinrich-Heine-Straße über die Arndtstraße zur Gerhart-Hauptmann-Straße und von dort aus wieder zum Großen Weg zu fahren. Diese Möglichkeit funktioniert natürlich in beide Fahrtrichtungen.

Voraussichtlich im April sollen dann die Anschlussarbeiten für die neue Brücke über die Gleise an der Siemensstraße beginnen. Für den in diesem Zusammenhang vorgesehenen Bau eines Kreisverkehrs an der Wunstorfer Straße (Bundestraße B 442) muss die zentrale Verkehrsader durch die Kernstadt halbseitig gesperrt werden. Eine Ampel wird dort den Verkehr regeln. Fußgänger und Radfahrer sollen über umliegende Straßen geführt werden. Für den Bau des Kreisverkehrs ist eine Bauzeit von mehreren Monaten anvisiert.

Gleichzeitig soll auch der Anschluss der Brücke im Kreuzungsbereich Siemensstraße/Hans-Böckler-Straße hergestellt werden. Diese Kreuzung wird für den motorisierten Verkehr gesperrt, Fußgänger können das Baufeld passieren. Auch diese Maßnahme wird mehrere Monate dauern.

Ein genauer Termin für den Start dieser beiden Maßnahmen steht noch nicht fest, die Stadtverwaltung wird dazu eine gesonderte Pressemitteilung veröffentlichen.

Voraussichtlich im Sommer möchte dann die Region Hannover mit der Sanierung der Moorstraße (Kreisstraße K 347) beginnen. Die Straße zwischen Neustadt und Mardorf soll im Vollausbau saniert werden, Teil der Maßnahme ist auch der Bau eines neuen Radweges sowie die Erneuerung einer Brücke. Während der wahrscheinlich zweijährigen Bauzeit wird die Straße voll gesperrt, der motorisierte Verkehr zwischen Mardorf und Neustadt wird in beide Fahrtrichtungen über die B6 und die L 360 durch die Ortschaft Schneeren umgeleitet. Ein genauer Starttermin für dieses Projekt steht ebenfalls noch nicht fest, die Region wird mit dem Baustart eine gesonderte Pressemitteilung veröffentlichen.

Moorstraße (Region Hannover): Vollausbau der Kreisstraße 347 zwischen Mardorf und Neustadt, einschließlich des Radweges und eines Brückenbauwerkes.
Beginn voraussichtlich Sommer 2026. Bauzeit voraussichtlich zwei Jahre.


Ansprechpartner zu den jeweiligen Maßnahmen:

Um- und Ausbau der B 6:

NLStBV regionaler Geschäftsbereich Nienburg

Mail: pressestelle-ni@nlstbv.niedersachsen.de

Telefon: 05021 /606-0

Ansprechpartner zu den geplanten Maßnahmen der Stadt Neustadt a. Rbge.

Benjamin Gleue

Mail: bgleue@neustadt-a-rbge.de

Telefon: 05032 / 8432040

Februar 2026: In der Zeit von Dienstag, 3. März, bis voraussichtlich Freitag, 6. März, wird es zu kurzzeitigen Sperrungen der Bundesstraße B 6 auf Höhe der Bahnbrücke (parallel zur Nordstraßenbrücke) bei Neustadt kommen. Grund sind Baumfällungen nahe der Fahrbahn.

Bei dem Baumfällungen handelt es sich um Vorarbeiten für den Um- und Ausbau der B 6 im Bereich der Ortsumgehung Neustadt am Rübenberge sowie für die Erstellung des Ersatzbrückenbauwerks in dem Bereich. Sowohl die Fahrtrichtung Nienburg als auch die Fahrtrichtung Hannover sind betroffen. Wird ein Baum nahe der Fahrbahn gefällt, wird aus Sicherheitsgründen der Verkehr kurzzeitig angehalten. Sobald die Straße wieder frei und sicher befahrbar ist, kann der Verkehr wieder fließen.

Vor Ort werden die Arbeiten von Fledermausexperten überwacht, die den Bereich bereits zuvor auf Tiere überprüft haben. Sollten sich in einem der zu fällenden Bäume doch noch Fledermäuse oder eine Höhle befinden, stellen sie die korrekte Umsiedelung sicher.

Die NLStBV dankt für das Verständnis der Verkehrsteilnehmer und bittet um Vorsicht im Baustellenbereich. Witterungsbedingte Verzögerungen im Bauablauf können nicht ausgeschlossen werden.

Hinweis zum Um- und Ausbau der B 6 im Bereich der Ortsumgehung Neustadt am Rübenberge:

Zusammen mit der Stadt Neustadt am Rbge. Plant die NLStBV im März 2026 eine ausführliche Presseinformation zu den für 2026 geplanten Maßnahmen zu veröffentlichen. Diese wird sowohl in der Presse als auch auf Webseite der Stadt Neustadt und der Projektwebseite der NLStBV unter www.strassenbau.niedersachsen.de/b6 veröffentlicht.

An den einzelnen Infoständen hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Fragen zu dem geplanten Vorhaben zu stellen.   Bildrechte: NLStBV
An den einzelnen Infoständen hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Fragen zu dem geplanten Vorhaben zu stellen.
Etwa 70 Interessierte nahmen das gemeinsame Infoangebot der NLStBV und der Stadt Neustadt am Rbge. wahr.   Bildrechte: NLStBV
Etwa 70 Interessierte nahmen das gemeinsame Infoangebot der NLStBV und der Stadt Neustadt am Rbge. wahr.

September 2025: Etwa 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten am 9. September die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Infomarktes der NLStBV zusammen mit der Stadt Neustadt a. Rbge. über den Um- und Ausbau der B 6 zu informieren. Anlass war der Abschluss der technischen Entwurfsplanung und Beginn des Planfeststellungsverfahrens, das die gesetzlich erforderliche Grundlage für die Umsetzung des Bauvorhabens darstellt (vergleichbar mit einer Baugenehmigung). Die Unterlagen können unter diesem Link eingesehen werden: https://region.hannit-share.de/index.php/s/WGZpzct5AfYs45p.

An insgesamt neun Infoständen standen Ansprechpartner der NLStBV, der Stadt sowie der an den Planungen beteiligten Büros für Fragen rund um das Projekt zur Verfügung. Viele Anwesende beschäftigte die Frage, ob es im Zuge der Umsetzung der Arbeiten zu längeren Sperrungen der B 6 kommen wird. Die Experten vor Ort entwarnen: Grundsätzlich erfolgt die Sanierung der B 6 unter Aufrechterhaltung des Verkehrs im Zuge der Ortsumgehung. Nur punktuell wird es zu Einschränkungen kommen. Umleitungen für die überörtlichen Verkehre sind über Bundesautobahn- und Bundesstraßen vorgesehen. Die nahräumige Verkehrsführung für die kurzzeitigen Sperrungen der B 6 erfolgen über Landes- und Regionsstraßen - nicht jedoch über die Kernstadt oder die Dörfer.

Gesamtheitlich betrachtet erfolgt der Bau in Teilabschnitten, die mit den Bauwerken über die DB-Strecke und die Leine beginnen werden. Der erste Abschnitt umfasst den Ersatzneubau der Bahnbrücke inkl. Brücke Nordstraße ab November 2026. Im zweiten Bauabschnitt liegt der Ersatzneubau der Leinebrücke im Zuge der B 6 mit B6-Behelfsumfahrung ab voraussichtlich 2027. Der dritte und die folgenden Abschnitte beinhalten vier weitere Brückenersatzneubauten und werden voraussichtlich ab 2030 umgesetzt.

- Die Auslegung der Unterlagen lief bis zum 07.10.2025. Noch bis zum 18.11.2025 können Hinweise und Einwände in Bezug auf die geplante Maßnahme ausschließlich an die Region Hannover als verfahrensführende Behörde gerichtet werden. -

Die Ortsumgehung Neustadt am Rübenberge im Zuge der B 6   Bildrechte: NLStBV
Die Ortsumgehung Neustadt am Rübenberge im Zuge der B 6.

August 2025: Die Planungen zum Um- und Ausbau der Bundesstraße B 6 in Neustadt am Rübenberge schreiten voran: Die technische Entwurfsplanung ist abgeschlossen und der eigens für das Projekt eingerichtete Begleitkreis kam zu seiner vorerst letzten Sitzung zusammen. Diese Meilensteine nimmt der Geschäftsbereich Nienburg der der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) zum Anlass, einen Infomarkt rund um die Maßnahme anzubieten. Dieser findet am Dienstag, 9. September 2025, in der KGS Gesamtschule Neustadt statt. Das teilt die Behörde in einer Pressenotiz mit.

Im Rahmen des Infomarktes bekommen interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich von 18 bis 20.30 Uhr, über den aktuellen Stand rund um die Maßnahme zu informieren. Dies erfolgt auch mit Blick auf das ab September 2025 beginnende Planfeststellungsverfahren, das die gesetzlich erforderliche Grundlage für die Umsetzung des Bauvorhabens darstellt und von der Region Hannover durchgeführt wird.

Vorbereitende Maßnahmen beginnen in 2026

Im kommenden Jahr beginnen außerdem erste vorbereitende Baumaßnahmen: Unter anderem wird 2026 eine Behelfsumfahrung im Bereich der Bahnbrücke (DB-BW) eingerichtet. Die eigentlichen Bauarbeiten an der B 6 erfolgen anschließend in mehreren Etappen, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten und Umleitungsverkehre möglichst zu vermeiden.

Aus- und Umbau der B 6: Verkehrssicherheit und Lärmschutz im Fokus

Die Hintergründe der geplanten Maßnahme gestalten sich vielfältig. So weist die bestehende Ortsumgehung gravierende Mängel auf: Fahrstreifen und Anschlussbereiche entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. Zudem müssen im Ausbaubereich acht Brücken erneuert werden, darunter die Leinebrücke und die Eisenbahnunterführung der Deutschen Bahn. Ziel ist es, die Verkehrsfunktion sowohl für den örtlichen als auch den überregionalen Verkehr dauerhaft zu sichern.

Auch die Lärmbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Zuge des Ausbaus sind deshalb umfassende Lärmschutzmaßnahmen entlang der Fahrbahn vorgesehen.

Vier Jahre konstruktiver Dialog

In Vorbereitung für die Umsetzung des Aus- und Umbaus wurde ein Begleitkreis zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung eingerichtet: Über vier Jahre hinweg wurde im Rahmen dessen mitunter auch kontrovers, aber stets konstruktiv diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Lokalpolitik, Verwaltung, Verbänden und Bürgerschaft informierten sich regelmäßig über die Hintergründe der Planung, begleiteten den Fortschritt kritisch und brachten wertvolle Anregungen ein. Ihr Engagement zeigt: Gute Infrastrukturplanung lebt vom offenen und kontinuierlichen Dialog.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) dankt allen Beteiligten für ihre engagierte Beteiligung. „Wir wissen das Engagement und die zahlreichen Hinweise aus dem Begleitkreis sehr zu schätzen“, sagt Britta Lux, Leiterin des Geschäftsbereichs Nienburg der NLStBV. „Der offene Austausch war für uns besonders wertvoll und hat unsere Planung in vielerlei Hinsicht bereichert.“


Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de   Bildrechte: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (www.lgln.niedersachsen.de)
Übersichtskarte der Baustrecke (Download als PDF rechts).

Dialog zum Ausbau der Bundesstraße 6 im Rückblick

Juni 2025: Der Beteiligungsprozess zum Ausbau der Bundesstraße 6 im Bereich Neustadt am Rübenberge blickt mittlerweile auf ein Stück Geschichte zurück. So trafen sich die 20 lokalen Interessenvertreter(innen) und sechs per Los gewählte Bürger(innen) zusammen mit Vertretern der NLStBV und der Planungsbüros zwei Mal im Jahr 2022 und einmal in 2023 im Rahmen des etablierten Begleitkreises, um sich über das Verfahren auszutauschen. Bei den Terminen standen verschiedene Themen rund um die Planung des Ausbaus der B 6 einschließlich der Brückenbauwerke sowie die Umweltplanung im Mittelpunkt.

In ihrer jüngsten Sitzung am 26. April 2023 befasste sich die Runde mit dem Planungsstand zu den Schnittstellen der B 6 mit der DB-Brücke und der Trassierung sowie der Leinebrücke. Weiter beleuchtete des Ingenieurbüro Obermeyer den Sachstand und die geplanten Formen des Lärmschutzes, für die Lärmschutzwände im Bereich der Leinestraße sowie an der Mecklenhorster Straße vorgesehen sind.

Am 10. Oktober 2022 stellte die NLStBV unter anderem das Verkehrsgutachten für die Prognosebelastungen 2035 (basierend auf einer Verkehrsanalyse aus dem Jahr 2021) rund um die B 6 bei Neustadt und ihre anliegenden Straßen vor. Insbesondere ging es dabei um die Erläuterung des vierstreifigen Ausbaubedarfs, der aufgrund der steigenden Verkehrsbelastung weiter erforderlich ist, sowie den dazugehörigen Straßenquerschnitt. Letzterer sieht einen regelkonformen Umbau der Straße einschließlich der Berücksichtigung von Ein- und Ausfädelungsspuren vor.

Weiter ging es um die Entwässerung, die in vier Abschnitte unterteilt ist. Diese sehen sowohl eine dezentrale Entwässerung über Versickerung als auch eine zentrale über Behandlungsanlagen vor. Abschließend gab die Behörde einen Ausblick auf den anstehenden Scopingtermin 2023 und die zu betrachtenden Untersuchungsbereiche.

In der vorangegangenen Sitzung am 16. März 2022 standen damals die Themen Lärmschutz, Bauwerke und die Verkehrsführung während der Bauphase im Fokus. Sowohl die Führung des Radverkehrs als auch die verkehrlichen Auswirkungen der Baumaßnahme auf die örtliche Wirtschaft und umliegenden Dörfer haben die Beteiligten besprochen. Die Planer(innen) der NLStBV hatten zu diesem Zweck erste Ideen für Umleitungsrouten während der Bauphase vorgestellt, die in der Runde analysiert und bewertet wurden.

Gründung des Begleitkreises 2021

Der Begleitkreis ist Teil der umfassenden Bürgerbeteiligung zum Ausbau der B 6 im Bereich Neustadt am Rübenberge. In einer ersten digitalen Infoveranstaltung im Juli 2021 nutzten Interessierte die Möglichkeit, sich über den Ausbau der B 6 zu informieren und anschließend Fragen an die Expert(inn)en der NLStBV zu stellen. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung wurden 26 lokale Interessenvertreter(innen) und Bürger(innen) per Losverfahren für den Begleitkreis gewählt, in dem sie Ideen einbringen und Fragen direkt an die Planner(innen) richten können. Diese Hinweise und Anregungen werden von den Verantwortlichen des Geschäftsbereichs Nienburg aufgenommen und anschließend geprüft. Themen des Austauschs sind unter anderem Streckenführung, Lärmschutz, Bauwerke und die Verkehrsführung während der Bauphase.

Die wichtigsten Inhalte aus den Begleitkreissitzungen sind im FAQ-Dokument zum Ausbau ergänzt worden und können hier (PDF, 0,24 MB) heruntergeladen werden.

Haben Sie noch Fragen? Dann schreiben Sie diese gern an b6-fragen@nlstbv.niedersachsen.de.

Historie: Die Bundesstraße B 6 stellt die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Nienburg (Weser) und Hannover dar. Mit 24.000 Fahrzeugden pro Tag ist insbesondere der Bereich von Neustadt am Rübenberge stark befahren. Zwar ist die B 6 zwischen der Anschlussstelle Hannover-Herrenhausen (A 2) bis Nienburg mit vier Fahrstreifen ausgebaut. Die Ortsumgehung Neustadt hingegen weist auf ihrer Länge von circa 3,8 Kilometern erhebliche Defizite auf.

Mangelhafte Verkehrssicherheit und fehlender Lärmschutz

Im Bereich der Ortsumgehung sind die Fahrstreifenbreiten der Straße zu schmal und entsprechen nicht mehr den gültigen Richtlinien. Auch die Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen an drei zentralen Knotenpunkten sind ebenfalls nicht mehr gemäß heutigem Standard angelegt. U. a. hat dies zur Folge, dass die Unfallrate auf der B 6 im Bereich von Neustadt am Rübenberge doppelt so hoch wie auf anderen Streckenabschnitten liegt.

Hinzu kommt, dass sich im Bereich der Ortsumgehung acht Brücken, die dringend oder mittelfristig erneuert werden müssen, befinden – darunter die Leinebrücke und die Eisenbahnunterführung der Deutschen Bahn, um die Verkehrsfunktion für den örtlichen und überörtlichen Verkehr sicherstellen zu können.

Zudem hat die Lärmbelastung der Anwohner durch das gestiegene Verkehrsaufkommen stetig zugenommen. Im Zuge der Ausbauarbeiten werden daher auch Lärmschutzmaßnahmen entlang der Fahrbahn umgesetzt.

Planungsarbeiten unter Bürgerbeteiligung

2019 ging die Verantwortung für die weitere Planung des Ausbaus an den Geschäftsbereich Nienburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) über. Im gesamten Planungsprozess strebt die Behörde dabei einen engen Dialog mit den Betroffenen, der Politik sowie der Öffentlichkeit an. Erreicht werden soll dies zum einen mit öffentlichen Informationsveranstaltungen. Zum anderen wird ein sogenannter Begleitkreis aus Anwohner(inne)n und lokalen Interessenvertreter(inne)n als zentraler Ort des Austauschs eingerichtet. Nach Abschluss der Planungen und Genehmigungsverfahren werden die Bauarbeiten in Teilabschnitten erfolgen und sollen so bald wie möglich, voraussichtlich ab dem Jahr 2026, beginnen.

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