Lärmschutz beim Umbau des Autobahndreiecks Braunschweig-Südwest wird verbessert
Landesbehörde: Einigung mit Bundesverkehrsministerium erzielt – Wände und Wälle werden höher, offenporiger Asphalt schluckt Schall
Bei der Planung des neuen Autobahndreiecks Braunschweig-Südwest wird der Lärmschutz für die betroffenen Stadtteile Rüningen und Gartenstadt verbessert. "Wir haben in intensiven Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium Einigung über ein geändertes Lärmschutzkonzept erzielt, das ganz Rüningen in die Lärmschutzbetrachtung einbezieht", informierte Bernd Mühlnickel, zuständiger Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, am Montag in Wolfenbüttel. "Dabei konnten wir in diesem Einzelfall eine unbeabsichtigte Härte ausgleichen, die die Gesetzeslage sonst verursacht hätte."
Auf Grundlage dieser neuen Einzelfallbewertung würde im Zuge der Gleichbehandlung aller Betroffenen auch der Bereich Gartenstadt mit verbessertem Lärmschutz ausgestattet. Mühlnickel zeigte sich mit dem Er-gebnis zufrieden: "Wir haben das erreicht, was wir bereits bei der Bürgerinformationsveranstaltung im Februar in Rüningen angekündigt hatten."
Nach den neuen Planungen ist für Rüningen jetzt auf rund 1.300 Metern Länge eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand anstelle der bestehenden 3,50 Meter hohen Wand entlang der A 39 vorgesehen. Die Gartenstadt wird mit mehreren vier bis sechs Meter hohen Wänden und Wall-Wand-Kombinationen vor dem Verkehrslärm des Autobahndreiecks geschützt; hier waren bisher drei bis vier Meter hohe Lärmschutzeinrichtungen vorgesehen gewesen.
Eine zusätzliche Verbesserung beim Lärmschutz wird nach den Worten des Geschäftsbereichsleiters durch die Verwendung von schallschluckendem offenporigen Asphalt erzielt, der jetzt auch aus straßenbetrieblichen Gründen auf der durchgehenden Baustrecke ab Rüningen (Kreisstraße 64) bis hin zum Autobahnkreuz Braunschweig-Süd (A 395/ Wolfenbütteler Straße) zum Einsatz kommen soll. Hiervon würden auch der Bereich um den Südsee sowie die Stadtteile Melverode und Heidberg profitieren. "Die jetzt geplanten Lärmschutzmaßnahmen stellten nicht nur eine bedeutende Verbesserung vom passiven zum aktiven Lärmschutz dar, sie decken sich auch mit einer Vielzahl der bisher erhobenen Einwendungen der Betroffenen", resümierte Mühlnickel.
Aufgrund der Änderungen in der Planung sei es verfahrenstechnisch und zeitlich vorteilhaft, das derzeit laufende gemeinsame Planfeststellungsverfahren zum Umbau des Autobahndreiecks und der Herstellung der neuen Anschlussstelle Rüningen-Süd zu trennen. Für den Umbau des Dreiecks werde kurzfristig der Antrag gestellt, das bisherige Verfahren einzustellen und ein neues, eigenes Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Die neuen Planunterlagen würden dann wiederum öffentlich ausgelegt. Zusätzlich will die Behörde die Betroffenen in einer erneuten Bürgerveranstaltung vor Ort über die Änderungen informieren. Die jeweiligen Termine würden noch bekannt gegeben.
Das Planfeststellungsverfahren zum Neubau der Anschlussstelle Rüningen-Süd laufe wie geplant weiter, informierte Mühlnickel abschließend.
Das Autobahndreieck Braunschweig-Südwest soll grundlegend umgebaut werden, um dem derzeitigen Verkehrsaufkommen und den im Hinblick auf den Lückenschluss der A 39 mit der A 2 zu erwartenden geänderten Verkehrsströmen besser gerecht zu werden. Aktuelle und detaillierte Informationen zum Bauprojekt und zu den aktuellen Änderungen im Lärmschutz erhalten Interessierte auf den Internetseiten der Landesbehörde unter www.strassenbau.niedersachsen.de.
Artikel-Informationen
erstellt am:
27.08.2007
zuletzt aktualisiert am:
15.06.2010
Ansprechpartner/in:
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Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
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