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Ortsumgehung Wunstorf im Zuge der Bundesstraße 441

Kartengrundlage: www.lgn.niedersachsen.de  
Die geplante Ortsumgehung Wunstorf im Zuge der B 441 (Download als PDF rechts).

Die Ortsdurchfahrt von Wunstorf (Region Hannover) im Zuge der Bundesstraße 441 soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Das Bundesverkehrsministerium hat den entsprechenden Vorentwurf am 18. April 2008 genehmigt. Das für den Bau nötige Planfeststellungsverfahren wurde am 6. Mai 2009 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 30. Dezember 2016 und wird beklagt.

Verkehrsbedeutung der B 441 und Notwendigkeit der Ortsumgehung

Die Bundesstraße 441 beginnt in Hannover und verläuft über Seelze, Wunstorf, Bad Rehburg, Leese und Stolzenau nach Uchte. In Hannover hat die B 441 Anschluss an die Bundesstraße 6. Zwischen Wunstorf und Seelze quert die Bundesstraße die A 2 Dortmund - Hannover und ist über die Anschlussstelle Wunstorf-Luthe an die Autobahn angebunden. In Uchte erhält die Bundesstraße Anschluss an die B 61 Minden - Sulingen - Bassum.

Die Bundesstraße bindet die südlichen Bereiche des Landkreises Nienburg, den nordöstlichen Bereich des Kreises Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen), den Norden des Landkreises Schaumburg sowie den Westen der Region Hannover an die Landeshauptstadt Hannover und das dortige Fernstraßennetz an.

Werktäglich wurde die Bundesstraße im Jahr 2008 westlich von Wunstorf von rund 11.500 Kfz/ 24 h (Verkehrszählung 2008) befahren. Zwischen Wunstorf und der Anschlussstelle Wunstorf-Luthe an der A 2 erhöht sich die Verkehrsbelastung im Jahr 2008 auf rund 23.500 Kfz/ 24 h. Die deutliche Erhöhung der Verkehrsbelastung zwischen Wunstorf und der A 2 unterstreicht auch die Bedeutung der Bundesstraße für den werktäglichen Pendlerverkehr nach und von Hannover.

Die Ortsumgehung Wunstorf ist im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen (Anlage zum 5. Gesetz zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 4. Oktober 2004) im "vordringlichen Bedarf" eingestuft.

Die hohe Verkehrsbelastungen in der Ortsdurchfahrt von Wunstorf (über 27.000 Kfz/ 24 h im Bereich Alte Bahnhofstraße zwischen Kolenfelder Straße und Düendorfer Weg) und dem dazu parallel verlaufenden Straßenzug (über 10.800 Kfz/ 24 h in der Barnestraße) führen zu erheblichen Lärm- und Schadstoffbelastungen sowie zu einer Gefährdung und Verunsicherung der schwachen Verkehrsteilnehmer. Zudem ergibt sich durch die Ortsdurchfahrt eine erhebliche Trennwirkung, sodass die Stadt in ihrer eigentlichen Funktion durch die Dominanz der Bundesstraße deutlich gestört wird.

Straßenbauliche Beschreibung

Die Planung umfasst die Verlegung der Bundesstraße 441 im Bereich der Ortslagen Wunstorf, Klein Heidorn, Blumenau und Luthe als Neubau einer Ortsumgehung.

Im Zuge der geplanten Maßnahme wird die Ortslage Wunstorf im Norden und Osten umfahren. Die Baustrecke beginnt rund 1,5 km westlich der K 329 im Westen von Wunstorf. Die Trasse schwenkt in einem Bogen von der vorhandenen Bundesstraße 441 aus und verläuft zunächst in östlicher Richtung nördlich von Wunstorf und südlich von Klein-Heidorn. Nördlich von Wunstorf wird die Bundesstraße 442 gequert; aufgrund der geringen verkehrlichen Bedeutung entfällt hier eine Anbindung. Blumenau wird in einem Bogen nördlich und östlich umfahren. Im weiteren Verlauf verschwenkt die Trasse nach Süden und schließt nach Querung der K 344 (Manhorner Straße) zwischen Wunstorf und Luthe in einem Bogen wieder an die vorhandene B 441 an. Die Baustrecke endet unmittelbar westlich der Überführung der Gemeindestraße "Im Blenze".

Im Zuge der Ortsumgehung Wunstorf sind acht Brücken- oder Trogbauwerke vorgesehen:

  • Wu 1: Überführung Nordrehr (Planungs- und Baulastträger Stadt Wunstorf),
  • Wu 2: Überführung Hauptwirtschaftsweg,
  • Wu 3: Überführung Bahnstrecke Hannover - Bremerhaven,
  • Wu 4: Trogbauwerk im Zuge der B 441,
  • Wu 5: Unterführung der Westaue (Fließgewässer),
  • Wu 6: Überführung Maschstraße,
  • Wu 7: Überführung Manhorner Straße,
  • Wu 8: Überführung Hauptstraße.

Vom Beginn der Baustrecke bis zur Anbindung der Kreisstraße 331 (Klein Heidorner Straße) wird die Strecke zweistreifig geführt; anschließend ist bis zum Ende der Baustrecke ein dreistreifiger Querschnitt (2+1-Verkehrsführung, d. h. ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung mit wechselndem Überholfahrstreifen) vorgesehen. Die Länge der Neubaustrecke beträgt rund 6,5 km.

Bundesstraße 441
Artikel-Informationen

29.10.2017

Ansprechpartner/in:
Friedhelm Fischer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Hannover
Geschäftsbereichsleiter
Dorfstraße 17-19
30519 Hannover
Tel: (0511) 39936-222
Fax: (0511) 39936-299

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