Die Verstärkung der Weidetorbrücke
Entlastung und Unterstützung sichern den Betrieb
Die Weidetorbrücke ist seit Dezember 2021 wegen ihrer Schädigung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Der Schwerverkehr wird über den Weidetorkreisel um die Brücke herumgeführt.
Im Nahraum erfolgt das über den Weidetorkreisverkehr. Die großräumige Umleitungsempfehlung führt über das Autobahnkreuz Hannover-Buchholz, das Autobahnkreuz Hannover Ost, die Anschlussstelle Hannver Anderten und das Seelhorster Kreuz. Kartenübersichten finden Sie im Infobereich dieser Seite.
Die Verstärkungsmaßnahmen
Zwischen Sommer 2020 und Dezember 2022 wurden 16 Stahltraversen unter dem Bauwerk aufgebaut. Sie sind jeweils unter den Fugen platziert. Fugen sind Übergänge zwischen zwei Betonbauteilen der Brücke. Die Traversen stützen das Bauwerk von unten ab.
An einigen Fugen ist für solche Traversen nicht genügend Platz. Der Grund: Die Fugen liegen über den Fahrbahnen des Weidetorkreisels. Traversen können dort nicht aufgebaut werden, weil sie die Fahrspur einengen oder ganz blockieren würden.
Es waren also spezielle Tragelemente nötig. Tragelemente, die direkt am Bauwerk angebracht werden und keine Stützen benötigen. Sie wurden vom Frühjahr 2024 bis zum Früjhahr 2026 eingebaut.
Die passgenaue Planung und Montage dieser besonderen Tragelemente war komplex und stellte höchste Anforderungen an Genauigkeit und Präzision. Mehr als 450 Löcher wurden von oben durch die Brücke hindurch gebohrt, um die verstärkenden Teile von unten zu verankern und an der Oberseite gegenzuspannen.
Messung mit Radar- und Ultraschallgeräten, die präzise Laser-Vermessung des gesamten Bauwerks und der Abgleich mit den mehr als 60 Jahre alten Ausführungsplänen konnten das Risiko auf das technisch mögliche Minimum senken, Bewehrungs- und Spannstahl der Brücke zu beschädigen. Die Fachleute der Landesbehörde sowie weitere Experten haben diese Maßnahme vor Baubeginn rund ein halbes Jahr lang vorbereitet.
Die Entlastung der Brücke, die Verstärkung und die engmaschige Überwachung durch Fachleute der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sind wichtige Voraussetzungen, um die Brücke weiter für Fahrerinnen und Fahrer offen halten zu können.
Hintergrund
Das Gewicht schwerer Fahrzeuge ist seit Jahrzehnten deutlich gestiegen, zudem hat der Verkehr erheblich zugenommen. 2017 wurde die Tragfähigkeit des Bauwerks anhand der „Richtlinie für die Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand“ überprüft. Diese Überprüfung ergab, dass Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen die 1964 errichtete Brücke nicht mehr nutzen dürfen.
Engmaschige Kontrollen der Brücke zeigten zudem, dass trotz der Gewichtsbeschränkung auf 7,5 Tonnen das Bauwerk weiteren Schaden genommen hat.
Artikel-Informationen
erstellt am:
05.05.2026
zuletzt aktualisiert am:
25.06.2026
Ansprechpartner/in:
Andreas Moseke
Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Öffentlichkeitsarbeit
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
