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Fahrbahnsanierung zwischen Bremervörde und Elm im Zuge der Bundesstraße 74

Bauzeitraum vom 16. Juni bis voraussichtlich Mitte Dezember 2020


Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de   Bildrechte: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (www.lgln.niedersachsen.de)
Übersicht der Baustrecke im Zuge der B 74 zwischen Bremervörde und Elm.

Die Fahrbahnsanierung im Zuge der B 74 im Abschnitt zwischen Bremervörde (Einmündung Gnattenbergstraße) und dem Bauwerk über den Oste-Schwinge-Kanal unter Vollsperrung der B 74 wird aktuell durchgeführt. Der Bauzeitraum erstreckt sich vom 16. Juni bis voraussichtlich November 2020. Witterungsbedingte Verzögerungen oder Verzögerungen in Anbetracht der Ausbreitung des Coronavirus sind nicht auszuschließen.

Es wird die Fahrbahn und der straßenbegleitende Radweg im Vollausbau erneuert und das Bauwerk über den Oste-Schwinge-Kanal durch einen Wellstahldurchlass ersetzt. Zudem werden die in der Baustrecke vorhandenen Bushaltestellen modernisiert. Die Arbeiten sind erforderlich, da die Bundesstraße 74 im Fahrbahn- und Radwegbereich in dem zu erneuernden Abschnitt starke Verdrückungen und Rissbildungen aufweist. Das Brückenbauwerk über den Oste-Schwinge-Kanal aus dem Baujahr 1946 ist aktuell in der Tragfähigkeit eingeschränkt.


Vorgesehene Bautätigkeit

Die Baustrecke ist in drei größere Abschnitte gegliedert, die jeweils weitere Unterabschnitte beinhalten. Die Erneuerung im Vollausbau bedeutet, den vorhandenen Straßenkörper in einer Stärke von rund 60 cm auszukoffern. Auf der geschaffenen Unterlage wird ein mehrlagiger Fahrbahnaufbau neu hergestellt.

Der neue Aufbau im Bereich der Fahrbahn besteht aus einer Schottertragschicht mit einer 2-lagigen geotextilen Bewehrung, diese soll die entstehenden Zugkräfte aus der Belastung des Verkehrs aufnehmen. Darauf aufbauend folgt eine 3-lagige Asphaltbefestigung, bestehend aus Asphalttragschicht, Asphaltbinderschicht (diese nimmt Schubspannungen aus dem Verkehr auf und verhindert Verformungen) und Asphaltdeckschicht (diese ist die Nutzschicht oder auch Verschleißschicht).

Im Radwegbereich wird auf die Schottertragschicht ein 2-lagiger Asphaltaufbau aus Asphalttragschicht und Asphaltdeckschicht aufgebracht.

Der neue Wellstahldurchlass wird auf beiden Seiten mit Kleintierbermen versehen. Für die Bauzeit wird eine Umleitung des Oste-Schwinge-Kanals erforderlich, dieser wird um die Baufläche herum in Richtung Elm verlegt.

Die Erneuerung der Busbuchten umfasst eine neue Befestigung der Wartefläche für den Nutzer sowie den Einbau von taktilen Elementen. Das sind farblich abgesetzte und mit Rillen oder Noppen versehene Pflastersteine. Diese werden eingebaut, um sehbeeinträchtigten Personen die Orientierung an der Haltestelle zu erleichtern.


Aktueller Stand der Baumaßnahme

Bisher konnte bereits die gesamte Fahrbahn und der Radweg von Bremervörde bis zum Oste-Schwinge-Kanal zurückgebaut werden. Zwei Durchlässe durch die Fahrbahn wurden bereits erneuert. Ebenso wurde bereits die Brücke über den Oste-Schwinge-Kanal abgerissen. Im Bereich der Fahrbahn und des Radweges konnte bereits der gesamte ungebundene Oberbau hergestellt werden, das bedeutet es wurde eine 2-lagige Geotextile Bewehrung in einem 35 cm starken Schotterpaket eingebaut. Darüber ist schon die erste von drei Asphaltschichten eingebaut. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Einbau des Wellstahldurchlasses im Oste-Schwinge-Kanal. Dazu werden gerade Stahlspundwände in den Boden eigebracht als Baugrubensicherung. Innerhalb der Baugrubensicherung werden zuerst Rohrleitungen verlegt um den Oste-Schwinge-Kanal umzuleiten und den Wellstahldurchlass trocken einbauen zu können. Parallel dazu laufen die Arbeiten für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen. Sobald die Arbeiten am Wellstahldurchlass abgeschlossen sind kann der Rückbau und Neuaufbau der Fahrbahn vom Oste-Schwinge-Kanal bis zum Bauende der Baumaßnahme des letzten Jahres erfolgen. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, erfolgt auf kompletter Baustellenlänge und Breite der Einbau der noch fehlenden beiden oberen Asphaltschichten. Dann wird auch der Asphalt im Radweg eingebaut. Zum Ende werden noch die Grünstreifen neben der Straße eingebaut, die Schutzplanken aufgestellt, Leitpfosten gesetzt und Verkehrsschilder aufgestellt.

Der letzte Bauabschnitt wurde mit dem Abriss des Brückenbauwerks über den Oste-Schwinge-Kanal und den Ausbau der Fahrbahn begonnen. Eine Verkehrsfreigabe kann erst nach Erstellung des neuen Bauwerks und Herstellung der Fahrbahn erfolgen. Mit den Arbeiten ist die Gesamtmaßnahme dann beendet.

Im Vorwege wurden umfangreiche Erkundungen des Untergrundes mittels Bohrkernen vorgenommen. Dazu wird in regelmäßigen Abständen durch die Fahrbahn gebohrt. An diesem Bohrkern kann man den Fahrbahnaufbau erkennen. Zwischen den Bohrlöchern kann der Fahrbahnaufbau jedoch anders sein. Genau das trat bei dieser Baumaßnahme ein. Es wurde mehr Natursteinpflaster angetroffen als gedacht, ebenso wurde mehr mit Bindemittel getränkter Schotter gefunden. Diese Materialien konnten nicht vor Ort genutzt werden und mussten abgefahren werden. Ebenso wurden Stahlbetonzylinder gefunden die noch untersucht werden mussten. In zwei Bereichen standen Moorlinsen direkt unterhalb der alten Fahrbahn an, diese Bereiche mussten ausgekoffert werden und mit Sand aufgefüllt werden.

Die Baumaßnahme wird sich voraussichtlich bis einschließlich den 16. Dezember 2020 verlängern.

Die ausführende Baufirma und die Landesbehörde sind jedoch bemüht, diesen Zeitraum noch zu verkürzen. Witterungsbedingte Verzögerungen im Bauablauf oder Verzögerungen in Anbetracht der Ausbreitung des Coronavirus sind nicht auszuschließen.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade bittet alle Verkehrsteilnehmer, Anwohner sowie Gewerbetreibende um Verständnis.

Geplante Umleitungsstrecken

Die Umleitungsstecke für den Pkw/Lkw-Verkehr aus Bremervörde kommend mit Fahrtziel in Richtung Stade führt ab Bremervörde über die Harsefelder Straße, der Landesstraße 123, durch Hesedorf, Essel, vor Kutenholz teilt sich die Umleitungsstrecke in die Varianten Pkw/Lkw auf. Der Pkw-Verkehr führt über Mulsum auf die B 74 weiter in Richtung Stade. Die Verkehrsteilnehmer mit Lkw folgen der L 123 weiter durch Kutenholz, Bargstedt bis zum Kreisverkehr bei Linah, ab dort über die Landesstraße 124 in Richtung Stade bis zum Kreisverkehr bei Steinbeck, ab dort weiter über die Kreisstraße 30 in Richtung B 73 bzw. A 26.

Verkehrsteilnehmer aus Stade bzw. A 26 kommend mit dem Ziel Bremervörde oder dahinter nutzen die Umleitungsstrecke in entgegengesetzter Richtung. Die Umleitungsstrecke wird ausgeschildert. Zusätzlich werden voraussichtlich in Himmelpforten und in Stade an den Knotenpunkten Bremervörder Straße / B 74 / B 73 und Harsefelder Straße B 73 / L 124 Hinweistafeln zur Umleitungsbeschilderung aufgestellt.

Die Umleitung für den Schulbusverkehr beginnt in Elm und führt über den Wiesenweg bis zur Betonstraße Mulsumer Weg und von dort nach Bremervörde bis zur Kreuzung Walkmühlenstraße/Stader Straße, bzw. entgegengesetzt. Die geänderten Fahrpläne im Schul-bzw. Linienbusverkehr werden vor Baubeginn auf den Internetseiten der VNN und der KVG dargestellt.

Für den Rad- bzw. Fußgängerverkehr werden je nach Baufortschritt zwei Umleitungsstrecken eingerichtet. Diese erstrecken sich entweder über den Weidenweg und die Gnattenbergstrasse oder über den Brooksdamm und die Walkmühlenstraße. Für den Zeitraum der Bautätigkeiten im Bereich des Bauwerkes über den Oste-Schwinge-Kanals führt die Umleitung aus Richtung Elm kommend ab Anfang der Baustelle über den angrenzenden Reiterhof auf den Brooksdamm und die Walkmühlenstraße zurück zur Bundesstraße B 74 in Bremervörde.

Die Umleitung in Gegenrichtung erfolgt über die gleiche Strecke.


Auswirkungen im Anliegerverkehr

Bauarbeiten unter Vollsperrung bedeuten für den Verkehrsteilnehmer, dass die Bundesstraße 74 jetzt keine Straße mehr ist, sondern eine Baustelle. Durch die Einrichtung der Vollsperrung wird die Nutzung der Straße für den öffentlichen Verkehr entzogen. Dies ist möglich, da nach den Rechtsvorschriften kein Anspruch auf die Nutzung einer Straße besteht. Wir bitten diejenigen Anlieger, die rückwärtig erschlossen sind (z. B. landwirtschaftlich genutzte Flächen), die rückwärtige Erschließung zu nutzen und nicht durch den Baustellenbereich zu fahren. Die Nutzung des Baustellenbereiches durch die Anlieger erfolgt auf eigene Gefahr, für Schäden wird nicht gehaftet. Zeitweise Sperrungen von Zufahrten sind leider unvermeidbar. Auch wird es so sein, dass die Baustrecke je nach Baufortschritt zeitweise nur aus einer Richtung (entweder aus Bremervörde oder aus Elm) angefahren bzw. verlassen werden kann. Hierzu ist während der Bauzeit eine direkte Kommunikation mit den jeweils betroffenen Anliegern vorgesehen. Zur Sicherstellung der Müllabfuhr ist ein Transport der Mülltonnen durch die Baufirma innerhalb der Baustrecke geplant.

Bundesstraße 74

Artikel-Informationen

erstellt am:
27.03.2020
zuletzt aktualisiert am:
25.10.2020

Ansprechpartner/in:
Friederike Wöbse

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Stade
Geschäftsbereichsleiterin
Harsefelder Straße 2
21680 Stade
Tel: (04141) 601-356
Fax: (04141) 601-397

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