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A 31: Anbau von Standstreifen zwischen den Anschlussstellen Riepe und Neermoor

Brückenabbruch im Januar 2018 abgeschlossen - Einbau erster Brücken-Fertigteile im Februar 2018


Einbau der Fertigteile am 3./ 4. Februar unter Vollsperrung der A 31. Die ca. 20 m langen und jeweils ca. 35 Tonnen schweren Fertigteilen wurden mit zwei Autokrähnen platziert; Foto vom 3. Februar 2018  
Einbau der Fertigteile am Bauwerk Ne 8 am 3./ 4. Februar unter Vollsperrung der A 31. Die ca. 20 m langen und jeweils ca. 35 Tonnen schweren Fertigteile wurden mit zwei Autokränen platziert; Foto vom 3. Februar 2018.

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsabläufe auf der A 31 ist im Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Riepe und Neermoor die Verbreiterung der Autobahn auf beiden Richtungsfahrbahnen geplant. Dies ermöglicht den Anbau von Standstreifen und die Verlängerung von Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen der Knotenpunkte zwischen den Anschlussstellen (AS) Riepe (Bau-km 6+975 = Betr.-km 19,575) und Neermoor (Bau-km 17+121 = Betr.-km 9,437).

Das hierfür nötige Planfeststellungsverfahren wurde am 22. März 2012 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 11. März 2014 und ist seit 21. August 2015 unanfechtbar.

Die Baumaßnahme teilt sich in zwei Bauabschnitte auf, die jeweils rund 2 Jahre Bauzeit benötigen. Dabei ist jede Richtungsfahrbahn ein Bauabschnitt. Der wesentliche Grund für die Bauzeit von rund 2 Jahren pro Richtungsfahrbahn ist der Neubau von fünf Brückenbauwerken. Für die Errichtung der Bauwerke ist ein Zeitansatz von etwas über einem Jahr zu veranschlagen. In einem längeren Bereich vor und hinter den Bauwerken kann aufgrund des notwenigen Arbeitsraumes für die Bauwerke der Erd- und Straßenbau erst beginnen, wenn die Bauwerke fertig gestellt sind. Von dem Neubau der Bauwerke sind auch die Querungen des Fehntjer Tiefs und des Rorichumer Tiefs betroffen. Hier besteht aus dem Planfeststellungsbeschluss die Auflage, dass von diesen beiden Schifffahrtswegen immer einer für die Schifffahrt nutzbar sein muss. Dieses bedeutet, dass beide Bauwerke nicht zeitgleich erstellt werden können. Außerdem ist es durch die parallele Errichtung der neuen Bauwerke nicht möglich, einen Längstransport für den Baustellenverkehr über die Baustrecke abzuwickeln. In der Summe wird aufgrund der Randbedingungen eine bereits sehr knapp bemessene Gesamtbauzeit von rund 4 Jahren erforderlich.

Die Verkehrsfreigabe ist somit für 2020 geplant.

Lage im vorhandenen Straßennetz

Die A 31 (Leer - Emden) zwischen der AS Neermoor und der AS Emden-Ost wurde in den 1970er-Jahren gebaut und war damit der erste Abschnitt im Rahmen der Anbindung des ostfriesischen Raumes an das bundesweite Autobahnnetz. Später erfolgte der Weiterbau der A 31 in Richtung Süden. Der letzte Abschnitt (Autobahnkreuz Schüttorf) wurde im Dezember 2004 freigegeben, sodass jetzt eine durchgehende Verbindung zwischen Emden und dem Ruhrgebiet besteht.

Der hier betrachtete Streckenabschnitt wurde abschnittsweise gebaut. 1971 wurde zunächst der Abschnitt von Neermoor bis Riepe, Fahrtrichtung Emden als B 530 für den Verkehr freigegeben. Die weiteren Abschnitte von Riepe bis Emden-Ost, Richtungsfahrbahn Emden, und von Emden-Ost bis Neermoor, Richtungsfahrbahn Leer, wurden bis 1977 fertiggestellt. Die Widmung zur Bundesautobahn 31 erfolgte jedoch erst im Jahr 1982.

Die A 31 ist für den gesamten ostfriesischen Raum von großer Bedeutung, insbesondere für den Emder Hafen, das VW-Werk in Emden, für die ostfriesischen Badeorte an der Nordseeküste und für die ostfriesischen Inseln. Darüber hinaus hat die A 31 durch ihre Lage unweit der niederländischen Grenze auch für den Nord-Süd-Verkehr in den Niederlanden an Bedeutung gewonnen.

Straßenbauliche Beschreibung

Der Abschnitt zwischen der AS Emden-Ost und der AS Neermoor wurde nach damaligen Richtlinien mit folgenden Breiten ausgeführt: einen 2,00 m breiten Mittelstreifen und zwei Fahrbahnen, die jeweils aus zwei 3,75 m breiten Fahrstreifen bestehen, zuzüglich eines beidseitigen 0,50 m breiten Randstreifens. Jede Fahrbahn ist 8,50 m breit bituminös befestigt, Standstreifen fehlen. Die Bankette weisen durchgehend eine Breite von 1,00 m bis 1,50 m auf. Über- und Unterführungsbauwerke wurden ohne entsprechende Breitenreserven für spätere Standstreifen erstellt.

Um etwaige Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses und potenzielle Unfälle zu vermeiden, wurden entsprechende Nothaltebuchten mit Notrufsäulen und später zusätzliche, provisorische Nothaltebuchten ohne Notrufsäulen entlang der Autobahn errichtet. Aus Gründen der unzureichenden Verkehrssicherheit und wegen Schäden an der Fahrbahn wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf maximal 100 km/h begrenzt.

Die geplante Verbreiterung der Autobahn erfolgt für beide Richtungsfahrbahnen um je 2,00 m. Die Standstreifen erhalten eine Breite von 2,50 m, die Fahrstreifen werden von derzeit 3,75 m auf 3,50 m Breite reduziert. Der Anbau der Standstreifen erfolgt zusammen mit der Fahrbahnsanierung der beiden Fahrstreifen. Die Länge der Baustrecke beträgt 10,138 km.

Die Baumaßnahme befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Ihlow (Landkreis Aurich) und Moormeerland (Landkreis Leer).

Der Ausbau des nordwestlich angrenzenden Streckenabschnittes der A 31 von der AS Emden-Ost bis zur AS Riepe (Betr.-km 19,550 bis Betr.-km 26,577) ist bereits erfolgt.

Aktuelle Arbeiten

Die Entwicklung des Brückenunterbaus schreitet voran, ebenso deutlich sichtbarer auch der Brückenüberbau. Am 14. und 15. April werden die Brückenfertigteile für die Bauwerke Ne 3 (Unterführung Rohrichhumer Tief) und Ne 4a (Unterführung Fehntjer Tief) eingebaut. Hierzu wird wie bei den vorherigen Fertigteilen die A 31 im Zeitraum vom 13. bis zum 16. April gesperrt. Beachten Sie hierzu auch unsere Presseinformation vom 09.04.2018.

Die Erdbauarbeiten auf gesamter Strecke haben Mitte Mai 2017 begonnen, ebenso die Fräsarbeiten an der alten Decke der Richtungsfahrbahn Leer. Am 10. Mai 2017 wurde hierfür die Verkehrsführung geändert und der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf die Richtungsfahrbahn Emden verlegt.

Die Brücken-Abbrucharbeiten wurden im Oktober 2017 begonnen und sind für den ersten Bauabschnitt seit Januar 2018 abgeschlossen.

Anfang Februar konnten bei den Brücken Ne 6 „Unterführung Sengelsieltief" und Ne 8 „Unterführung Gewässer Neue Blitz" die Fertigteile für die Überbauten aufgelegt werden. Bei den beiden größeren Brücken Ne 3 „Unterführung Rohrichhumer Tief" und Ne 4a „Unterführung Fehntjer Tief" wird zurzeit an den Widerlagern gebaut. Parallel werden in einer sogenannten Feldfabrik, die sich im Gewerbegebiet Nortmoor befindet, die Fertigteile der Überbauten dieser Brücken hergestellt. Der Einbau ist hier für den Zeitraum nach Ostern vorgesehen. Für das Brückenbauwerk Ne 4b „Unterführung Leidsweg", welches ohne Fertigteile erstellt wird, wurden das Lehrgerüst und die Schalung für den Überbau hergestellt. Nun erfolgt der Einbau der Bewehrung. Auch an den zahlreichen Durchlässen, die kleinere Gräben unter der Autobahn unterführen, sowie im Bereich Erdbau für die Verbreiterung des Autobahndammes wird derzeit gearbeitet.


Das Bauwerk Ne 4b unterführt den Leidsweg und wird als einziges Bauwerk konventionell mit einem Lehrgerüst und daher ohne Fertigteile hergestellt; Foto vom 9. Januar 2018  
Das Bauwerk Ne 4b unterführt den Leidsweg und wird als einziges Bauwerk konventionell mit einem Lehrgerüst und daher ohne Fertigteile hergestellt; Foto vom 9. Januar 2018.
Bei den beiden großen Brücken Ne 3 (Rohrichhumer Tief) und Ne 4a (Fehntjer Tief) laufen vorbereitende Arbeiten für die Herstellung der Widerlager; Foto vom 24. Januar 2018  
Bei den beiden großen Brücken Ne 3 (Rohrichhumer Tief) und Ne 4a (Fehntjer Tief) laufen vorbereitende Arbeiten für die Herstellung der Widerlager; Foto vom 24. Januar 2018.
Beim Bauwerk Ne 6 wurden die Fertigteile mit einer 30 cm dicken Betonschicht verbunden. Um die Aushärtung zu beschleunigen, wird die Brücke von unten beheizt; Foto vom 21. Februar 2018.  
Beim Bauwerk Ne 6 wurden die Fertigteile mit einer 30 cm dicken Betonschicht verbunden. Um die Aushärtung zu beschleunigen, wird die Brücke von unten beheizt; Foto vom 21. Februar 2018.
Bundesautobahn 31
Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  

Geplanter Standstreifenanbau an der A 31 zwischen den Anschlussstellen Riepe und Neermoor: Übersichtskarte (Download als detailliertes PDF oben).

Einbau der Deck- und Binderschicht im Bereich der Anschlussstelle Neermoor; Foto vom 27. Oktober 2017  

Einbau der Deck- und Binderschicht im Bereich der Anschlussstelle Neermoor; Foto vom 27. Oktober 2017.

Seit dem 10. Mai 2017 fließt der Verkehr auf der A 31 in beiden Fahrtrichtungen über die Richtungsfahrbahn Emden  

Seit dem 10. Mai 2017 fließt der Verkehr auf der A 31 in beiden Fahrtrichtungen über die Richtungsfahrbahn Emden.

Artikel-Informationen

11.04.2018

Ansprechpartner/in:
Frank Buchholz

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Aurich
Geschäftsbereichsleiter
Eschener Allee 31
26603 Aurich
Tel: (04941) 951-101
Fax: (04941) 951-100

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