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Rastanlagen

A 2 in Niedersachsen


Bau eines Parkplatzes an der Autobahn (Symbolfoto)  
Bau eines Parkplatzes an der Autobahn (Symbolfoto).

Allgemeines

Für den weiträumigen Verkehr auf den Bundesautobahnen sind Parkplätze und Rastanlagen erforderlich, damit alle Verkehrsteilnehmer die notwendigen Erholungspausen einlegen und sich bei Bedarf versorgen können, ohne die Autobahn verlassen zu müssen. Mit ihrer Versorgungs- und Erholungsfunktion leisten diese Einrichtungen daher einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Auf den Autobahnen gibt es bewirtschaftete Rastanlagen, die aus einer Verkehrsanlage und einem oder mehreren Servicebetrieben wie Tankstelle, Raststätte und Hotel bestehen. Diese Servicebetriebe werden im Bundesfernstraßengesetz (FStrG) als "Nebenbetriebe" bezeichnet. Außerdem gibt es unbewirtschaftete Rastanlagen ohne Servicebetriebe, die in der Regel mit einem WC-Gebäude auf der Verkehrsanlage ausgestattet werden. Zur Verkehrsanlage gehören im Wesentlichen die Park- und Erholungsflächen, die Grünanlagen und die Fahrgassen.

Zwischen bewirtschafteten Rastanlagen mit Nebenbetrieben wird nach den aktuellen Planungsgrundsätzen ein Regelabstand von 50 bis 60 km, bei nur geringem Fernverkehrsanteil von bis zu 80 km angestrebt. Dazwischen sollen den Verkehrsteilnehmern unbewirtschaftete Rastanlagen im Regelabstand von 15 bis 20 km, bei nur geringem Fernverkehrsanteil bis zu 25 km zur Verfügung stehen. Die Größe einer Rastanlage richtet sich im Wesentlichen nach der Verkehrsstärke auf der Autobahn und der Lage im Autobahnnetz. Bau und Betrieb obliegen der Straßenbauverwaltung.

Ziel der zuständigen Stellen ist es ein modernes, bedarfsgerechtes Rastanlagensystem zu schaffen. Aus diesem Grunde wurden Regelwerke geschaffen, die einerseits die Verkehrsabläufe auf den Rastanlagen noch sicherer machen und andererseits die Aufenthaltsqualität für alle Verkehrsteilnehmer weiter verbessern sollen.

Seit der Privatisierung des Nebenbetriebssystems 1998 bauen und betreiben private Investoren die Tankstellen und Raststätten. Die Konzessionen für neue Servicebetriebe werden von den Straßenbauverwaltungen der Länder nach Verfahrensrichtlinien des Bundes in einem wettbewerblichen und transparenten Verfahren öffentlich ausgeschrieben und vergeben.

Neben den Rastanlagen auf den Autobahnen stehen weitere Lkw-Stellplätze auf autobahnnahen Autohöfen zur Verfügung. Diesen privatwirtschaftlich betriebenen Einrichtungen liegt keine gesetzliche oder vertraglich geregelte Betriebspflicht zugrunde. Es gibt keine vertraglichen Beziehungen zwischen Bund bzw. Ländern und den Autohofbetreibern, so dass Autohöfe nach rein eigenwirtschaftlichen Maßstäben betrieben werden.

Um den Bedarf an Lkw-Parkständen abschätzen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, werden in regelmäßigen Abständen bundesweite Erhebungen durchgeführt. Auf das vorhandene Lkw-Parkstanddefizit auf den Bundesautobahnen reagiert die Bundesregierung seit 2008 mit der Schaffung von neuen Lkw-Parkständen durch den Neu-, Um- und Ausbau von Rastanlagen.

(Quelle: Bundesverkehrsministerium, https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StB/nebenbetriebe-rastanlagen.html)

Rastanlagen an der A 2

Im gesamten Verlauf der A 2 in Niedersachsen findet man ein sehr gut ausgebautes Rastanlagennetz. Insgesamt gibt es 11 bewirtschaftete Rastanlagen. Hinzu kommen 15 Rastplätze mit einer Toilettenanlage - sogenannte PWC-Anlage - sowie 3 Parkplätze ohne Toiletten. Nach aktuellem Planungsstand sollen 4 bereits bestehende Rastanlagen durch Umbaumaßnahmen erweitert werden.

Zusätzlich sind 5 neue Anlagen bereits in Planung. Zuletzt wurde 2017 die Rastanlage Bückethaler Knick-Nord (in Höhe der Autobahnabfahrt Bad Nenndorf) deutlich erweitert und mit einer neuen WC-Anlage ausgerüstet.

Je nach Standort werden die Rastanlagen von mehr als 500 Besuchern täglich genutzt. Zum Ferienstart oder an Brückentagen können es mehr als 1.000 sein.


Reinigung der Anlagen

Im Hinblick auf die Reinigung der Rastanlagen gilt nach allen vorliegenden Erkenntnissen folgender Grundsatz: „Ist eine Anlage in gutem Zustand und sauber, hinterlässt auch der Kunde sie sauberer.“

Deshalb legen die Verantwortlichen sehr großen Wert auf eine regelmäßige Kontrolle und sorgfältige Reinigung der Anlagen. Verunreinigungen oder Beschädigungen werden schnellstmöglich behoben. In diesem Kontext werden die PWC-Anlagen an der A 2 täglich – an sieben Tagen ind er Woche, auch an Feiertagen – gereinigt. Zu unterscheiden dabei ist zwischen einer Grobreinigung der gesamten Anlage und der Nassreinigung / Desinfektion der Flächen in den Toilettenbereichen selbst. Alle Funktionalitäten wie Spülung und Armaturen werden geprüft; im Bedarfsfall kommen Wartungsarbeiten und kleine Reparaturen hinzu.

Für die Unterhaltung der bewirtschafteten und unbewirtschafteten Anlagen (ohne gastronomischen Bereich) sind die Autobahnmeistereien zuständig. Die entsprechenden Adressen finden Sie über den Link rechts.

Der ADAC hat 2018 die Rastanlagen in Deutschland geprüft und dabei festgestellt, dass diese oft besser sind als ihr Ruf. Drei Viertel der 50 getesteten unbewirtschafteten Anlagen, darunter auch 11 in Niedersachsen, wurden als ausreichend sauber eingestuft. An der A 2 wurden die Anlagen Essehof und Röhrse beurteilt und als ausreichend sauber eingestuft.


Ausstattung und Beschädigungen

Besonders problematisch sind Graffiti an WC-Anlagen. Immer wieder werden hier auch im Bereich der A 2 neue Beschädigungen dieser Art gemeldet. Um die Sanitärobjekte selbst vor Beschädigungen zu schützen, wurden in der Vergangenheit Materialien wie Edelstahl eingesetzt.


Aktuelle Entwicklungen

Um das Sicherheitsempfinden sowie die Sauberkeit / Hygiene zu erhöhen, den Vandalismus innen und außen zu hemmen und den Wartungs- sowie Reinigungsaufwand zu optimieren, werden bei allen Um-, Aus- und Neubaumaßnahmen moderne Toilettenanlagen in Modulbauweise eingesetzt. Es zeichnet sich hierbei die Tendenz ab, beim Bau neuer bzw. der Sanierung bestehender PWC-Anlagen auf sogenannte „Unisex-Toiletten“ zu setzen, bei denen ein direkter Zugang von außen zur Toilettenkabine erfolgt. Die Standardvariante besteht aus einem Pissoir, einem Behinderten-WC sowie vier Unisex-Kabinen (sogenannte Variante 1-4-1). Aufgrund der Modulbauweise ist die Anzahl und Anordnung der Kabinen variabel.

Tank- und Rastanlage A 2
Standardvariante des neuen Toilettenmoduls (1-4-1)  

Standardvariante des neuen Toilettenmoduls (1-4-1).

Variante des neuen Toilettenmoduls für den Lkw-Bereich, beengte Verhältnisse (0-2-0)  

Variante des neuen Toilettenmoduls für den Lkw-Bereich, beengte Verhältnisse (0-2-0).

Artikel-Informationen

05.12.2019

Ansprechpartner/in:
Friedhelm Fischer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Hannover
Geschäftsbereichsleiter
Dorfstraße 17-19
30519 Hannover
Tel: (0511) 39936-222
Fax: (0511) 39936-299

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