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Abschnitt 4a: Von östlich der Weserquerung (L 121) bis Stotel (A 27)

Planung der Küstenautobahn A 20


Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  
Der Planungsabschnitt 4a der Küstenautobahn A 20: Übersichtskarte.

Streckenverlauf

Der Abschnitt 4a wurde im Jahr 2015 aus dem ursprünglich von der L 121 bis zur B 71 verlaufenden Abschnitt 4 herausgelöst, um die Vorbereitung und Durchführung des Baues der zwischen Weser und A 27 zu beschleunigen.

Der Abschnitt 4a der A 20 beginnt östlich der Weserquerung an der L 121. Im weiteren Verlauf nach Osten ist der Ausbau der vorhandenen B 437 zur Autobahn A 20 geplant. Westlich der Ortslage Stotel wird die neue Küstenautobahn im Bereich mit der bestehenden A 27 verknüpft und so die zukünftigen West-Ost-Verkehre im Versatz nach Norden über die bestehende A 27 geführt. Der Abschnitt 4a endet mit dem Ausbauende des Autobahndreiecks bei Stotel südlich der Anschlussstelle Bremerhaven-Süd.

Im unmittelbaren Umfeld der neu zu erstellenden Verknüpfung im Abschnitt 4a befindet sich die vorhandene Anschlussstelle Stotel, die die jetzige B 437 mit der A 27 verbindet. Die B 437 endet an der bestehenden Anschlussstelle und wird als L 143 in Richtung Osten fortgeführt. Die A 27 und die Verknüpfung mit der neuen A 20 befinden sich unmittelbar westlich der Ortslage Stotel. Die Anschlussstelle sowie die zuführenden Straßen im Nebennetz von Holte und Stotel werden auf Grund der räumlichen Nähe in das Gesamtsystem des neuen Autobahndreieckes integriert.

Der Ausbau der B 437 erfolgt grundsätzlich unter laufendem Verkehr, um die Auswirkungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten.


Technische Angaben

  • Länge: 8,7 km,
  • eine Anschlussstelle an der Landesstraße 121,
  • prognostizierte Verkehrsentwicklung im Jahr 2030:
    • ca. 36.500 Fahrzeuge/ 24 h,
  • insgesamt 10 Brückenbauwerke, sowohl für die A 20 als auch für querende Straßen und Wege.

Besonderheiten

Baugrund

Die spätere A 20 verläuft im Abschnitt 4a durch die Gemeinde Loxstedt in weiten Teilen über Böden der Wesermarsch. Aufgrund des im Boden anstehenden Torfes ist der Straßenbau ohne weitere Baugrundverbessernde Maßnahmen nicht möglich. In diesem Bereich wird wie auch in den Nachbarabschnitten in der Elbmarsch und der A 26 das sogenannte Vorbelastungsverfahren verwendet.

Hierbei wird der weiche, nicht tragfähige Untergrund durch eine schichtweise erfolgende Sandüberschüttung belastet und die sich ergebenden Setzungen vor dem Straßenbau und der Verkehrsfreigabe vorweggenommen. Gleichzeitig wird das austretende Porenwasser aufgenommen und in separaten Entwässerungsgräben aufgefangen. Dieses oft eisenhaltige Wasser wird in sogenannten Porenwasserbehandlungsanlagen geführt, in denen der Eisenanteil ausfällt. Das so gereinigte Wasser wird erst dann in die bestehenden Vorfluter eingeleitet.

Nachdem die umfangreiche Ingenieurs- und messtechnische Begleitung feststellt, dass keine weiteren Setzungen zu erwarten sind kann der endgültige Straßendammkörper profiliert werden und der Straßenbau beginnen.


Planungsstand

Der Vorentwurf wurde Mitte 2017 fertiggestellt und liegt derzeit zur Genehmigung beim Bundesverkehrsministerium.

Zeitstrahl im Abschnitt 4a: die nächsten Schritte  
Zeitstrahl im Abschnitt 4a: die nächsten Schritte.
Autobahn 20
Der Abschnitt 4a der A 20 als Teil des Gesamtprojektes: schematische Darstellung  

Der Abschnitt 4a der A 20 als Teil des Gesamtprojektes: schematische Darstellung.

Stabilisierung des Marschbodens  

Stabilisierung des Marschbodens.

 
Erklärvideo zum Baugrund.
Artikel-Informationen

16.04.2018

Ansprechpartner/in:
Sebastian Mannl

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Regionaler Geschäftsbereich Oldenburg
Leiter Projektgruppe Küstenautobahn
Kaiserstraße 27
26122 Oldenburg
Tel: (0441) 2181-156
Fax: (0441) 2181-222

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