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A 7 / A 39: Umbau des Autobahndreiecks Salzgitter

Verkehr fließt seit 17. Oktober 2020


Autobahn-GmbH künftig für Autobahnen in Niedersachsen zuständig

Ab dem 1. Januar 2021 übernimmt die Autobahn-GmbH des Bundes sämtliche Aufgaben – das heißt Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung – für die rund 1.400 Autobahnkilometer in Niedersachsen von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die bislang hier als sogenannte Auftragsverwaltung für den Bund tätig ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Das neue Autobahndreieck Salzgitter im Oktober 2020   Bildrechte: NLStBV
Das neue Autobahndreieck Salzgitter im Oktober 2020.

Das Autobahndreieck Salzgitter (A 7 / A 39) wurde zu einem vollwertigen Dreieck umgebaut, um den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Der symbolische erste Spatenstich fand am 4. Juli 2019 durch den Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie den niedersächsischen Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann statt. Der Verkehr fließt seit 17. Oktober 2020.

Ein Kernstück der Maßnahme war der Neubau des Bauwerks 3070 (Brücke der A 39 über die A 7 zur Auffahrt in Fahrtrichtung Kassel). Erste Arbeiten hatten hier bereits im März 2019 begonnen.

Die Brücke besteht aus zwei Teilbauwerken, die für jede Fahrtrichtung ein gesondertes Bauwerk ergeben. Die Fertigstellung der beiden Teilbauwerke für die Fahrtrichtungen Braunschweig – Kassel und Hannover – Braunschweig erfolgte im April 2020.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 20,8 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

Verkehrsbedeutung und Notwendigkeit der Maßnahme

Die Bundesautobahn 7 stellt eine der am stärksten befahrenen Nord-Süd-Verbindungen dar. Ihre innerdeutsche Bedeutung wird durch die internationale Bedeutung als Verbindung des skandinavischen Raums mit den Mittelmeerländern verstärkt.

Bisher war das Autobahndreieck Salzgitter (A 7 / A 39) umvollständig ausgebaut, es fehlten die Fahrbeziehungen Hannover / Hildesheim - Braunschweig (Nord - Ost) und Braunschweig - Hildesheim / Hannover (Ost - Nord). Mit dem Umbau des Autobahndreiecks wurden diese Verkehrsbeziehungen hergestellt und für die Verkehrsteilnehmer eine durchgängige Autobahnverbindung geschaffen. Weiterhin kann bei einer großräumigen Umleitungseinrichtung die Region Braunschweig / Peine umfahren und dadurch die A 2 entlastet werden.

Die Baumaßnahme stellt den Beginn des im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 befindlichen sechsstreifigen Ausbaus zwischen der Anschlussstelle Hildesheim und dem Dreieck Salzgitter (A 7 / A 39) dar.

Im Zuge des Ausbaus des Dreiecks Salzgitter wurde auch das Bauwerk 3070 von der A 39 zur A 7 in Fahrtrichtung Kassel neu errichtet. Die vorhandene Brücke wies nach den Ergebnissen der Brückennachrechnung wesentliche Defizite auf. Für den gegenwärtigen Betrieb wurden als Kompensationsmaßnahmen eine einspurige Verkehrsführung sowie ein Lkw-Abstandsgebot von 50 m erforderlich. Eine statische Verstärkung ist wirtschaftlich und technisch nicht möglich, so dass das Bauwerk durch einen Neubau ersetzt werden muss.

Mit dem Ersatzneubau wurde die für den geplanten sechsstreifigen Ausbau der A 7 erforderliche lichten Weite berücksichtigt. Zur Optimierung der Trassierungen im Autobahndreieck und Erschaffung von erforderlichen zusätzlichen Fahrbeziehungen wurde das Ersatzbauwerk rund 150 m nördlich der bisherigen Brücke errichtet.

Verkehrsaufkommen

A 7 AS Hildesheim – AS Derneburg:
2015: 63.100 Kfz/Tag, davon LKW-Anteil ca. 9.800 Fz/Tag
2030: 72.500 Kfz/Tag, davon LKW-Anteil ca. 15.550 Fz/Tag (prognostiziert)

A 7 AS Derneburg – AS Bockenem:
2015: 59.300 Kfz/Tag, davon LKW-Anteil ca. 10.600 Fz/Tag
2030: 59.400 Kfz/Tag, davon LKW-Anteil ca. 13.230 Fz/Tag (prognostiziert)

A 39 AS Westerlinde – AS Baddeckenstedt:
2015: 34.700 Kfz/Tag, davon LKW-Anteil ca. 4.300 Fz/Tag

Asphalteinbau am im Bau befindlichen Autobahndreieck Salzgitter, Bild vom 11. August 2020   Bildrechte: NLStBV
Asphalteinbau am im Bau befindlichen Autobahndreieck Salzgitter, Bild vom 11. August 2020.
Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de   Bildrechte: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (www.lgln.niedersachsen.de)
Ausführungsplan Autobahndreieck Salzgitter (A 7 / A 39), Download als detailliertes PDF rechts.
Blick auf die Bauarbeiten im April 2020. Rechts das neue Bauwerk 3070, in der Mitte der alte Überflieger, der im Mai 2020 abgebrochen werden soll   Bildrechte: NLStBV
Blick auf die Bauarbeiten im April 2020. Rechts das neue Bauwerk 3070, in der Mitte der alte Überflieger, der im Mai 2020 abgebrochen wurde.
Bundesautobahn 7 / Bundesautobahn 39
Die Autobahn-GmbH Bildrechte: Die Autobahn-GmbH
Autobahn-GmbH des Bundes:

Zum 1. Januar 2021 übernimmt die Autobahn-GmbH des Bundes sämtliche Aufgaben – das heißt Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung – für die rund 1.400 Autobahnkilometer in Niedersachsen.

Presseinformationen

zur Fertigstellung des Dreiecks Salzgitter am 17.10.2020 auf den Seiten

Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de   Bildrechte: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (www.lgln.niedersachsen.de)

Überblick über die Maßnahmen zum sechsstreifigen Ausbau der A 7. Das Dreieck Salzgitter (A 7 / A 39) wird zu einem vollständigen Autobahndreieck ausgebaut.

Feierlicher erster Spatenstich für den Umbau des Autobahndreiecks Salzgitter (A 7 / A 39) am 4. Juli 2019   Bildrechte: NLStBV

Feierlicher erster Spatenstich für den Umbau des Autobahndreiecks Salzgitter (A 7 / A 39) am 4. Juli 2019.

Artikel-Informationen

erstellt am:
04.07.2019
zuletzt aktualisiert am:
30.11.2020

Ansprechpartner/in:
Udo Othmer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Gandersheim
Geschäftsbereichsleiter
Stiftsfreiheit 3
37581 Bad Gandersheim
Tel: (05382) 953-191
Fax: (05382) 1043

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