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525-kV-Hochspannungsgleichstromübertragungsleitung NeuConnect

Planfeststellungsverfahren


Das Projekt „NeuConnect“ ist eine grenzüberschreitende +/- 525 kV-Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Stromleitung (HGÜ-Stromleitung) zwischen Deutschland und Großbritannien.

Die HGÜ-Stromleitung hat eine Gesamtlänge von 720 km und verläuft vom Umspannwerk (UW) Fedderwarden der Tennet TSO GmbH in Wilhelmshaven bis zum geplanten Umspannwerk Isle of Grain in der Grafschaft Kent in der Nähe von London (UK). Das HGÜ-Erdkabel quert die Hoheitsgebiete bzw. Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) Großbritanniens, der Niederlande und Deutschlands.

Die NeuConnect Deutschland GmbH hat für die Errichtung und den Betrieb der Gleichstrom-Hochspannungsleitung für die Abschnitte im deutschen Küstenmeer und auf dem Festland bis zu der geplanten Konverterstation in Wilhelmshaven (Landtrasse) die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beantragt.

Für das Vorhaben werden Grundstücke in den Gemarkungen Sengwarden, Fedderwarden und Rüstringen der Stadt Wilhelmshaven sowie die Gemarkungen Nordsee, Blaue Balje und Nordsee, Jade beansprucht.

Der Abschnitt der geplanten Trasse von NeuConnect im niedersächsischen Küstenmeer ist ca. 86 km lang und verläuft von der 12-Seemeilen-Grenze bis zum Anlandungspunkt südlich des Hooksieler Außenhafens. Nach 95 km durch die deutsche AWZ erreicht die Trasse den Grenzkorridor N-III innerhalb des Verkehrstrennungsgebietes (VTG) „Terschelling - German Bight“. Im Küstenmeer knickt die Trasse leicht nach Südosten ab, verläuft weiter in östliche Richtung und tritt in Höhe von Spiekeroog in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ein. Nördlich von Wangerooge kreuzt die Trasse die Jade-Fahrrinne und passiert den Leuchtturm Mellumplate. Westlich von Mellum verlässt die beantragte Trasse nach ca. 37 km den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Das Erdkabel verläuft in einem Abstand von 190 m und 660 m parallel zu dem Nordergründe-Kabel der Tennet TSO GmbH. Nachdem das Erdkabel östlich der Störtebekerbank verlaufen ist, wird das Jade-Fahrwasser ein zweites Mal gekreuzt. Der Interkonnektor trifft südlich des Hooksieler Außenhafens auf das Festland.

Die Länge der Erdkabeltrasse vom Anlandungspunkt südlich des Hooksieler Binnentiefs bis zur Konverterstation beim Umspannwerk Fedderwarden beträgt ca. 12 km. Die Trasse verläuft zunächst in südwestliche Richtung bis zum Bohnenburger Deich, parallel zu einer bereits vorhandenen Kabeltrasse. Nach ca. 800 m wird die Trasse parallel zu einer vorhandenen 220-kV-Freileitung geführt und unterquert die Landesstraße 810. Nach einem Kilometer auf der westlichen Seite der Landesstraße wird diese erneut gequert und die Trasse folgt nun für ca. 5,2 km dem Verlauf der Landesstraße auf der östlichen Seite. Die Trasse quert dabei die Kreisstraße 291, die DB Bahnstrecke 1552 und die Landesstraße 811. In Höhe Schilldeich verschwenkt die Kabeltrasse nach Osten in Richtung der neu zu errichtenden Konverterstation nahe Fedderwarden.

Vom 17. Mai 2021 bis einschließlich 16. Juni 2021 fand die Auslegung der Planunterlagen statt. Die Auslegung der Planunterlagen erfolgte gemäß § 3 Abs. 1 Planungssicherstellungsgesetz (PlanSiG) in elektronischer Form.

Die Planunterlagen konnten in dem Auslegungszeitraum auf den Internetseiten der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) unter https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview und dort unter dem Titel „NeuConnect Küstenmeer und Landtrasse“ eingesehen und heruntergeladen werden.

Darüber hinaus lagen die Planunterlagen nach § 3 Abs. 2 S. 1 PlanSiG als zusätzliches Informationsangebot in dem o. g. Zeitraum auch in den Gemeinden Nordseeheilbad Wangerooge, Spiekeroog, Wangerland und der Stadt Wilhelmshaven zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

Jede Person, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, konnte bis einschließlich zum 30. Juni 2021 (Ende der Einwendungsfrist) Einwendungen gegen den Plan geltend machen. Die möglicherweise durch das Vorhaben berührten Träger öffentlicher Belange hatten die Möglichkeit, bis zum 30. Juni 2021 eine Stellungnahme abzugeben.

Eingegangen sind insgesamt 32 Äußerungen; davon 28 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, drei Einwendungsschreiben Privater und eine Äußerung einer Naturschutzvereinigung. Schwerpunkte der Äußerungen sind u. a. der Schutz der Jungmuschelansiedlungen und der Saatmuschelanlagen sowie mögliche negative Auswirkungen auf die bedeutenden Muschelkulturflächen durch die geplante Kabelverlegung. Die Äußerungen wurden der Antragstellerin (Vorhabenträgerin) zur Erstellung der Gegenäußerungen übergeben.

Wegen der im Zuge der Covid-19-Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen wird anstelle eines Erörterungstermins eine Online-Konsultation gemäß § 5 Abs. 2 und 4 Planungssicherstellungsgesetz (PlanSiG) in der Zeit vom 29. September 2021 bis zum 19. Oktober 2021 durchgeführt. Die Online-Konsultation ist nicht öffentlich. Die Teilnahme ist für diejenigen bestimmt, die sich in dem Planfeststellungsverfahren geäußert haben, sowie für Betroffene. Der zu erörternde Sachverhalt wird in dem o.g. Zeitraum für die am Erörterungstermin Teilnahmeberechtigten in anonymisierter Form bereitgestellt: http://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview.

Das Verfahren wird fortgesetzt.



Ein Teil der von der Antragstellerin eingereichten Planunterlagen wird hier zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.

Eingereichte Planunterlagen (Auszug):

Hochspannungsfreileitung Bildrechte: NLStBV
Link zur Antragstellerin:

Hinweis:

Über die unten stehende Verlinkung "E-Mail an Ansprechpartner/in" können keine formwirksamen Einwendungen erhoben werden. Einwendungen müssen unterschrieben sein, um formwirksam erhoben zu sein.

Artikel-Informationen

erstellt am:
20.05.2021
zuletzt aktualisiert am:
27.09.2021

Ansprechpartner/in:
Corinna Tamke

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Dezernat 41 (Planfeststellung)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2914
Fax: (0511) 3034-2099

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