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380-kV-Höchstspannungsleitung Stade - Landesbergen – Abschnitt 7: Steyerberg - Landesbergen

Auslegung abgeschlossen


Die Tennet TSO GmbH (Vorhabenträgerin) hat die Errichtung und den Betrieb der 380-kV-Leitung Stade – Landesbergen, Abschnitt 7: Steyerberg – Landesbergen, bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beantragt.

Das beantragte Bauvorhaben beinhaltet die Errichtung und den Betrieb der 380-kV-Leitung Steyerberg – Landesbergen (LH-10-3039) auf einer Länge von insgesamt 13,7 km mit 36 Masten. Der Neubau beginnt am Mast 3201 zwischen den Ortschaften Düdinghausen im Westen und Sarninghausen im Osten des Flecken Steyerberg und endet mit der Einbindung in das Umspannwerk Landesbergen. Zudem ist die Verlegung der 380-kV-Leitung Landesbergen – Sottrum (LH-10-3003) auf einer Länge von insgesamt 2 km mit 5 Masten westlich der Ortschaft Sarninghausen im Flecken Steyerberg geplant. Schließlich umfasst das Vorhaben den Teil-Neubau der 380-kV-Leitung Landesbergen – Sottrum (LH-10-3003) auf einer Länge von insgesamt 1,6 km mit 4 Masten östlich der Ortschaft Struckhausen im Flecken Steyerberg zur Herstellung der Durchverbindung mit der 380-kV-Leitung Landesbergen – Ovenstädt (LH-10-3017). Darüber hinaus sollen in dem Zusammenhang mit den dargestellten Maßnahmen insgesamt 21,7 Kilometer Freileitungen mit 57 Masten und 2 Portalen zurückgebaut werden.

Das geplante Vorhaben ist Teil des Ersatzes der bestehenden 220-kV-Höchstspannungsleitungen zwischen Stade und Landesbergen durch eine leistungsstärkere 380-kV-Höchstspannungsleitung.

Die geplante 380-kV-Leitung Steyerberg – Landesbergen (LH-10-3039) beginnt im Norden zwischen den Ortschaften Düdinghausen und Sarninghausen mit der Mastnummer 3201. Die Leitung verläuft bis auf Höhe Bösenhausen in südlicher Richtung. In diesem Bereich erfolgt ebenfalls die Verlegung der bestehenden 380-kV-Leitung Landesbergen - Sottrum (LH-10-3003). Die neuen Masten der 380-kV-Leitung Landesbergen – Sottrum (LH-10-3003) werden nahezu in Parallellage zu den Masten der neuen 380-kV-Leitung Steyerberg – Landesbergen (LH-10-3039) errichtet. Ab Bösenhausen verläuft die Neubauleitung (LH-10-3039) südwestlich der Ortschaft für ein kurzes Stück im Parallelverlauf zu der bestehenden 380-kV-Leitung (LH-10-3003), wo sie den Sarninghauser Meerbach überquert. Auf Höhe des Waldgebietes „Klampern“ knickt die Trasse kurz nach Südosten ab und schneidet anschließend an einer schmalen Stelle das Waldgebiet sowie die Kreisstraße K 38. Im weiteren Verlauf verschwenkt die Leitung wieder nach Osten und kreuzt hierbei Ackerflächen und kleinere Wege. Bei Hägeringen geht die Leitung nochmals nach Südosten ab und führt östlich an Hägeringen vorbei, um nun die Straße Bruchhagen und den Langhorst Kuhlengraben zu queren. Danach verläuft die Leitung in nordöstlicher Richtung und quert auf Höhe Roter Hoop die bestehende 220-kV-Leitung Landesbergen – Sottrum (LH-10-2010). Die Neubauleitung kreuzt die K 27, schwenkt sodann nach Südosten ab, kreuzt die Landstraße L 349 und verläuft ab der Ortschaft Wilhelmshof in der Trasse der 220-kV-Rückbauleitung (LH-10-2010). Mit Ausnahme eines Mastes, der sich am Rande eines Agrarhofes (ohne Wohnnutzung) befindet, werden in diesem Bereich nur Ackerflächen und Feldzufahrten gekreuzt und der Windpark Stolzenau Nr. 12 im Osten passiert. Nordöstlich von Anemolter verlässt die Neubauleitung (LH-10-3039) die Trasse der 220-kV-Rückbauleitung (LH-10-2010), knickt nach Nordosten ab und umgeht dadurch den nördlichen Teil der Ortschaft Anemolter. In diesem Bereich wird die Landstraße L 351 gekreuzt. Anschließend knickt die Leitung wieder in südöstlicher Richtung ab. Ab hier befindet sich die Leitung im Überschwemmungsgebiet der Binnenwasserstraße Weser (Nienburg). Im weiteren Verlauf kreuzt die Leitung den Bruch- und Kolkgraben, die 220-kV-Rückbauleitung (LH-10-2010), das genehmigte Antragsgebiet des Beckens 1 vom Bodenabbau am Standort Landesbergen der Firma Henne Kies + Sand GmbH, den Zulauf zum Wellier Kolk sowie weitere Ackerflächen und Feldzufahrten. Danach knickt die Leitung in südlicher Richtung, parallel verlaufend zu dem vorhandenen Feldweg, ab, um in einem rechten Winkel in den Trassenverlauf der 380-kV-Leitung (LH-10-3003), welche in diesem Bereich zurückgebaut werden soll, einzuschwenken. Der weitere Leitungsverlauf erfolgt bis zur Einführung in das Umspannwerk Landesbergen innerhalb der Trasse der 380-kV-Rückbauleitung (LH-10-3003) und parallel zu der 380-kV-Gemeinschaftsleitung Landesbergen – Ohlensehlen (LH-10-3036) und Landesbergen – Ovenstädt (LH-10-3017). In diesem Bereich wird die Binnenwasserstraße Weser und die Bundesstraße B 215 gekreuzt. Der letzte Mast der Neubauleitung befindet sich knapp vor dem umzäunten Umspannwerk Landesbergen und führt auf die Portalriegel des Umspannwerkes.

Für das Bauvorhaben einschließlich der landschaftspflegerischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden Grundstücke in den folgenden Gemeinden und Gemarkungen beansprucht:

Gemeinde Binnen
Gemarkungen: Binnen, Glissen
Gemeinde Landesbergen
Gemarkungen: Landesbergen
Flecken Liebenau
Gemarkungen: Liebenau
Flecken Steyerberg
Gemarkungen: Bruchhagen, Düdinghausen, Sarninghausen, Sehnsen, Steyerberg, Wellie
Gemeinde Stolzenau
Gemarkungen: Anemolter, Hibben, Nendorf, Schinna
Gemeinde Wietzen
Gemarkungen: Holte

Die Planfeststellungsunterlagen lagen in der Zeit vom 19. Mai 2020 bis einschließlich 18. Juni 2020 in den Samtgemeinden Mittelweser (im Rathaus Stolzenau und im Rathaus Landesbergen), Liebenau und Marklohe sowie im Flecken Steyerberg zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie war eine Einsichtnahme in die Planunterlagen nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache möglich. Es wurde darum gebeten, vorrangig von der Möglichkeit einer elektronischen Einsichtnahme Gebrauch zu machen.

Weitere Details zum Anhörungsverfahren und Inhalt der Planunterlagen sind der ortsüblichen Bekanntmachung der v. g. Auslegungsgemeinden zu entnehmen.

Die Planfeststellungsunterlagen konnten im Auslegungszeitraum auch auf der Internetseite des zentralen UVP-Portals des Landes Niedersachsen: https://uvp.niedersachsen.de/startseite und dort über den Pfad „UVP-Kategorien – Leitungsanlagen und vergleichbare Anlagen - Errichtung und Betrieb der 380-kV-Leitung Stade – Landesbergen, Abschnitt 7: Steyerberg-Landesbergen“ eingesehen werden.

Jeder, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, konnte bis zum 20. Juli 2020 Einwendungen gegen den Plan erheben.

Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind weitere Einwendungen vom Verfahren ausgeschlossen. Im Anhörungsverfahren sind 29 Stellungnahmen und 27 Einwendungen eingegangen. Darüber hinaus hat sich das Landesbüro Naturschutz Niedersachsen (LabüN) geäußert. Die Einwendungen beziehen sich vornehmlich auf Entschädigungsleistungen für die Einschränkung der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen.

Das Verfahren wird fortgesetzt.

 

Hochspannungsfreileitung Bildrechte: NLStBV
Link zur Antragstellerin:

Artikel-Informationen

erstellt am:
09.05.2020
zuletzt aktualisiert am:
28.08.2020

Ansprechpartner/in:
Madeleine Zander

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Dezernat 51 (Planfeststellung)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2916
Fax: (0511) 3034-2099

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