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380-kV-Höchstspannungsleitung Stade – Landesbergen, Abschnitt 5: Verden – Hoya

Planfeststellungsverfahren


Die Tennet TSO GmbH hat für das o. g. Verfahren die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in Verbindung mit den §§ 15 bis 27 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) sowie den §§ 72 bis 78 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, beantragt.

Gegenstand dieses Planfeststellungsverfahrens ist die Errichtung und der Betrieb der kombinierten 380-kV-Höchstspannungsfrei- und -erdkabelleitung Verden – Hoya sowie einer Kabelübergangsanlage (KÜA). Der Neubau beginnt nordwestlich der Ortschaft Döhlbergen und endet westlich der Stadt Hoya.

Im Zuge dieses Neubaus sind zudem noch folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • die Umverlegung sowie der Teil-Neubau der 380-kV-Leitung Landesbergen – Sottrum,
  • der Teil-Neubau der 110-kV-Leitung Wechold – Dörverden/WK. Zudem wird die Leitung auf der neu zu errichtenden 380-kV-Leitung ein- und ausgeschleift und auf 7 Masten östlich von Hilgermissen bis westlich von Wienbergen mitgenommen,
  • der Teil-Neubau der 110-kV-Leitung Wechold – Nienburg/N. Zudem wird die Leitung auf der neu zu errichtenden 380-kV-Leitung ein- und ausgeschleift und auf 7 Masten südöstlich von Hilgermissen bis nördlich von Wienbergen mitgenommen,
  • der Teil-Neubau der 110-kV-Leitung Sulingen – Wechold auf einer Länge von insgesamt 1,5 Kilometer mit 4 Masten nördlich von Mehringen zur Herstellung eines Anschlusses an das Umspannungswerk (UW) Mehringen.

Zudem sollen in dem Zusammenhang mit den dargestellten Maßnahmen insgesamt 12,8 Kilometer Freileitungen mit 33 Masten zurückgebaut werden.

Die geplante 380-kV-Leitung Verden – Hoya beginnt im Südwesten der Stadt Verden und verläuft zunächst in südlicher Richtung. In diesem Bereich erfolgt ebenfalls die Verlegung der bestehenden 380-kV-Leitung Landesbergen – Sottrum.

Östlich von Magelsen knickt die geplante Leitung nach Südwesten ab und verläuft dann weiter nach Süden. Mit einem leichten Knick in westliche Richtung führen nun die geplante 380-kV-Leitung Verden – Hoya und die 380-kV-Leitung Landesbergen – Sottrum im Gleichschritt nebeneinander weiter nach Süden.

Südlich von Hilgermissen und nördlich von Mehringen befindet sich das neue Umspannwerk (UW) Mehringen. Auf Höhe des UW knicken die beiden 380-kV-Leitungen Verden – Hoya und Landesbergen – Sottrum nach Südwesten ab und werden schließlich in das UW eingebunden.

Die 380-kV-Neubauleitung Verden - Hoya verlässt das UW Mehringen an dessen Westseite und wird ab hier als Erdkabel weitergeführt.

Ab der neu zu errichtenden KÜA Mehringen-Süd wird die Leitung wieder als oberirdische Freileitung auf- und anschließend ab Mast Nr. 3001 weitergeführt. Von Mast Nr. 3001 verläuft die Leitung in Richtung Südwesten. Der letzte Mast ist schließlich der Mast Nr. 3005, an dem der Leitungsabschnitt 5, Verden – Hoya, endet.

Vom 2. Februar bis einschließlich 1. März 2021 fand die Veröffentlichung der Planunterlagen statt. Die Veröffentlichung wurde nach den Bestimmungen des Gesetzes zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Planungs- und Genehmigungsverfahren während der COVID-19-Pandemie (Planungssicherstellungsgesetzes - PlanSiG) im Internet durchgeführt. Die Unterlagen wurden in diesem Zeitraum auf der Internetseite der Planfeststellungbehörde (http://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview) und dort unter dem Titel „380-kV-Ltg. Stade – Landesbergen, AB 5 Verden-Hoya“ veröffentlicht.

Darüber hinaus lagen die Unterlagen in dieser Zeit auch im Papierformat nach § 3 Abs. 2 PlanSiG als zusätzliches Informationsangebot in den folgenden Gemeinden aus: Stadt Verden, Gemeinde Dörverden sowie in den Samtgemeinden Grafschaft Hoya, Steimbke und Thedinghausen.

Daneben sind die Planunterlagen für die gesamte Verfahrensdauer im UVP-Portal des Landes Niedersachsen zugänglich.

Im Anhörungsverfahren sind 34 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und 9 private Einwendungen eingegangen. Die Einwendungen beziehen sich vornhemlich auf Entschädigungsleistungen für die Einschränkung der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen. Die Vorhabenträgerin erstellt nun zu den eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen jeweils eine entsprechende Gegenäußerung.

Das Verfahren wird fortgesetzt.



Ein Teil der von der Antragstellerin eingereichten Planunterlagen wird hier zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.

Eingereichte Planunterlagen (Auszug):

Hochspannungsfreileitung Bildrechte: NLStBV
Link zur Antragstellerin:

Hinweis:

Über die unten stehende Verlinkung "E-Mail an Ansprechpartner/in" können keine formwirksamen Einwendungen erhoben werden. Einwendungen müssen unterschrieben sein, um formwirksam erhoben zu sein.

Artikel-Informationen

erstellt am:
25.01.2021
zuletzt aktualisiert am:
27.05.2021

Ansprechpartner/in:
Sarah Jürga

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Dezernat 41 (Planfeststellung)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2038
Fax: (0511) 3034-2099

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