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380-kV-Höchstspannungsleitung Stade – Landesbergen, Abschnitt 2: Dollern – Elsdorf

Planfeststellungsverfahren


Die Tennet TSO GmbH hat die Errichtung und den Betrieb der 380-kV-Leitung Stade – Landesbergen, Abschnitt 2: Dollern – Elsdorf, bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beantragt.

Das beantragte Bauvorhaben beinhaltet:

  • die Errichtung und der Betrieb der 380-kV-Leitung Dollern – Elsdorf (LH-14-3111) mit insgesamt 37,3 Kilometer Leitung mit 92 Masten von dem Mast Nr. 5 der bestehenden 380-kV-Leitung Dollern – Wilster (LH-14-3105) bis zum Mast Nr. 1094, dem ersten Mast der 380-kV-Leitung Elsdorf - Sottrum (LH-14-3111),
  • die dauerhafte Nutzung des bisher temporär genehmigten Abschnitts von Mast Nr. 5 (LH-14-3105) bis Mast Nr. 4N sowie
  • die Umverlegung der 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern (LH-14-3100) auf insgesamt 4,7 Kilometer Leitung mit 11 Masten im Leitungsbereich von Mast Nr. 240 bis Mast Nr. 247.

Zudem sollen in dem Zusammenhang insgesamt 38,2 Kilometer Freileitungen mit 101 Masten und 2 Portalen zurückgebaut werden. Davon umfasst sind:

  • der Rückbau der 220-kV-Leitung Stade – Sottrum (LH-14-2142) von Mast Nr. 29 bis Mast Nr. 116 (exklusive), die durch die Neubauleitung LH-14-3111 ersetzt werden soll, inklusive der Abzweigungen
    • Dollern (LH-14-2155) von Mast Nr. 33A (LH-14-2142) bis zum UW Dollern,
    • Dollern (LH-14-2157) von Mast Nr. 32N bis zum UW Dollern,
  • der Rückbau der 380-kV-Leitung Dollern – Stade (LH-14-3101) vom UW Dollern bis zum Mast Nr. 4N (exklusive) im Rahmen der dauerhaften Nutzung des temporär genehmigten Abschnitts der LH-14-3105 sowie
  • der teilweise Rückbau der 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern (LH-14-3100) von Mast Nr. 240 bis Mast Nr. 247 im Rahmen der Umverlegung der LH-14-3100.

Die geplante 380-kV-Leitung Dollern – Elsdorf beginnt im Raum Dollern nördlich des vorhandenen Umspannwerks bei dem bestehenden Mast Nr. 5 der 380-kV-Leitung Dollern – Wilster und verläuft in südlicher Richtung ganz überwiegend in der Trasse der zurückzubauenden 220-kV-Leitung Stade – Sottrum und in Parallellage zur bestehenden 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern.

Die Leitung verlässt östlich des Ortsteils Steinbeck den Trassenraum der 220-kV-Rückbauleitung Stade – Sottrum und verläuft anschließend parallel zur 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern. In diesem Verlauf kreuzt die Leitung zweimal die 110-kV-Bahnstromleitung BL 577 der DB Energie. Nach Querung der Kreisstraße K 44 und der Landesstraße L 124 führt sie zwischen den Ortsteilen Helmste und Deinste hindurch, entlang der Siedlungen Feldkrug (Deinste) und Huddelkamp (Deinste). Nach Querung des Kirchwegs von Deinste verläuft die Leitung südöstlich der Siedlung am Sportplatz (Deinste) wieder trassengleich zur 220-kV-Leitung Stade – Sottrum, wo sie schließlich den Deinster Mühlenbach kreuzt und weiter entlang der Gemeinde Fredenbeck in südliche Richtung verläuft.

Vor Frankenmoor (Bargstedt) knickt die Leitung nach Südwesten ab und verläuft – anders als die 220-kV-Leitung– entlang der Gemeindegrenze zu Bargstedt westlich um Frankenmoor herum. Nach Kreuzung der Kreisstraße K 50 wird ein kleines Waldgebiet und ein Gemeindeweg mit Alleestruktur gequert. Dann wird die Leitung zurück in die Rückbautrasse der 220-kV-Leitung Stade – Sottrum geführt.

Nach Kreuzung der Landesstraße L 123 wird die Bahnstrecke 1300 der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH und im Anschluss die Kreisstraße K 48 gequert. Danach verlässt die geplante 380-kV-Leitungstrasse erneut den Trassenraum der 220-kV-Leitung Stade – Sottrum in westliche Richtung, um die Ortschaft Wohlerst der Gemeinde Brest zu umfahren. Südwestlich der Ortschaft Wohlerst wird ein Waldgebiet mit hochwertigem Waldbestand überspannt und unmittelbar danach die Kreisstraße K 47 gekreuzt. Im Anschluss wird die Leitung zurück zur bestehenden 220-kV-Rückbauleitung Stade – Sottrum geführt und ein weiteres kleines Waldstück sowie das Hammoor gequert. Westlich der Ortschaft Ottendorf kreuzt die Leitung die K 76, schneidet ein kleines Waldstück und verläuft weiter in südliche Richtung. Westlich der Ortschaft Steddorf verlässt die Leitung die Trasse der 220-kV-Leitung und schwenkt nach Südwesten. Dort kreuzt sie die Kreisstraße K 134 sowie die Landesstraße L 124.

Im weiteren Verlauf führt die Leitung nun östlich um die die Ortschaft Boitzen. Die bislang parallelverlaufende 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern wird ab hier mit umverlegt. Die Umverlegung erfolgt weitestgehend im Gleichschritt (Maststandorte in Nachbarlage) zur geplanten 380-kV-Leitung Dollern – Elsdorf. Die Leitungen kreuzen das FFH-Gebiet „DE 2520-331 Oste mit Nebenbächen“ entlang des Knüllbachs. Im Anschluss queren sie zwei Waldgebiete sowie den Boitzenbosteler Bach. Nach Umfahrung der Ortschaft Boitzen endet die Umverlegung der 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern und die 380-kV-Leitung Dollern – Elsdorf verläuft wieder trassengleich zur 220-kV-Rückbauleitung Stade – Sottrum und in Parallelführung zur bestehenden 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern.

Nordwestlich Weertzen, in der Gemeinde Heeslingen, wird die Kreisstraße K 130 sowie die Eisenbahnstrecke 9127 gekreuzt. Im Anschluss wird die Oste einschließlich des entlang der Oste verlaufenden FFH-Gebiets „DE 2520-331 Oste mit Nebenbächen“ und des Landschaftsschutzgebiets „Ostetal“ überspannt. Ab der Kreisstraße K 130 wird der parallele Abstand zwischen der 380-kV-Neubauleitung und der bestehenden 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern auf 50 m verringert, um einen größeren Wohngebäudeabstand zum Hof Adiek (Heeslingen) mit der 380-kV-Neubauleitung zu erreichen. Unmittelbar vor der Kreuzung mit der Landesstraße L 142 endet der beantragte Rückbau der 220-kV-Leitung Stade – Sottrum am Winkelabspannmast Nr. 116 und die geplante 380-kV-Leitungstrasse Dollern – Elsdorf knickt leicht in südliche Richtung ab. Im weiteren Verlauf kreuzt die Leitung das FFH-Gebiet „DE 2520-331 Oste mit Nebenbächen“ und innerhalb des FFH-Gebiets eine Leitung der Avacon. Nördlich von Frankenbostel in der Gemeinde Elsdorf erfolgt schließlich der Anschluss an den im Planfeststellungsabschnitt 3: Elsdorf – Sottrum genehmigten Mast Nr. 1094.

Für das Bauvorhaben und die mit dem Bauvorhaben in Zusammenhang stehenden Maßnahmen einschließlich der landschaftspflegerischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden Grundstücke in den folgenden Gemeinden und Gemarkungen beansprucht:

Gemeinde Ahlerstedt Gemarkungen: Kakerbeck, Oersdorf, Ottendorf
Gemeinde Bargstedt Gemarkung: Bargstedt
Gemeinde Brest Gemarkungen: Brest, Reith, Wohlerst
Gemeinde Deinste Gemarkungen: Helmste, Deinste
Gemeinde Dollern Gemarkung: Dollern
Gemeinde Elsdorf Gemarkung: Frankenbostel
Gemeinde Estorf Gemarkung: Behrste
Gemeinde Fredenbeck Gemarkungen: Groß Fredenbeck, Wedel
Gemeinde Heeslingen Gemarkungen: Wense, Stedddorf, Boitzen, Heeslingen, Weertzen, Wiersdorf
Gemeinde Horstedt Gemarkung: Stapel
Gemeinde Klein Meckelsen Gemarkung: Klein Meckelsen
Gemeinde Kutenholz Gemarkung: Aspe
Gemeinde Reeßum Gemarkung: Reeßum
Gemeinde Oldendorf Gemarkung: Oldendorf
Gemeinde Vorwerk Gemarkung: Vorwerk
Hansestadt Buxtehude Gemarkung: Immenbeck
Hansestadt Stade Gemarkungen: Hagen, Wiepenkathen
Stadt Visselhövede Gemarkung: Hiddingen

Die Planfeststellungsunterlagen lagen in der Zeit vom 19. Mai 2020 bis einschließlich 18. Juni 2020 in den Hansestädten Buxtehude und Stade, in der Stadt Visselhövede sowie in den Samtgemeinden Fredenbeck, Harsefeld, Horneburg, Oldendorf-Himmelpforten, Sittensen, Sottrum, Tarmstedt und Zeven zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Die Planfeststellungsunterlagen konnten seit dem 19. Mai 2020 auch auf der Internetseite des zentralen UVP-Portals https://uvp-portal.de des Landes Niedersachsen eingesehen werden.

Jeder, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, konnte bis zum 20. Juli 2020 Einwendungen gegen den Plan erheben. Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind weitere Einwendungen vom Verfahren ausgeschlossen.

Im Anhörungsverfahren sind 35 Stellungnahmen und 13 Einwendungen eingegangen. Darüber hinaus hat sich das Landesbüro Naturschutz Niedersachsen (LabüN) geäußert. Die Einwendungen beziehen sich vornehmlich auf Entschädigungsleistungen für die Einschränkung der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen.

Das Verfahren wird fortgesetzt.



Ein Teil der von der Antragstellerin eingereichten Planunterlagen wird hier zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.

Eingereichte Planunterlagen:

Hochspannungsfreileitung Bildrechte: NLStBV
Link zur Antragstellerin:

Artikel-Informationen

erstellt am:
12.05.2020
zuletzt aktualisiert am:
27.07.2020

Ansprechpartner/in:
Andreas Langner

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Dezernat 51 (Planfeststellung)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2909
Fax: (0511) 3034-2099

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