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L 815: Fahrbahnsanierung zwischen Kayhauserfeld und Bad Zwischenahn

Pilotprojekt: Vollsperrung ab 26. September


Die Fahrbahn der Landesstraße 815 wird ab Montag, den 26. September 2022 zwischen Kayhauserfeld und Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) auf einer Länge von rund 2.600 m erneuert. Hierauf weist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg hin.

Bei den Erneuerungsarbeiten wird die 5 bis 10 cm starke vorhandene Asphaltbefestigung mit der darunterliegenden Schicht aus verschiedenen Gesteinsmaterialien mit einer mobilen Brechanlage aufgenommen, zerkleinert und als Fahrbahnunterbau wiederverwendet. In den Fahrbahnunterbau wird anschließend ein Spezialzement eingearbeitet, so dass eine hydraulisch gebundene Tragschicht aus den vorhandenen Fahrbahnmaterialien hergestellt wird. Auf diese Unterlage wird dann eine herkömmliche Asphalttrag- und Deckschicht aufgebaut. Anschließend werden die Bankette neu profiliert, die Zufahrten angeglichen und eine neue Fahrbahnmarkierung aufgebracht.

Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein Pilotprojekt des Landes Niedersachsen, um neue Möglichkeiten der Fahrbahnbefestigungen zu erproben. Die Landesstraße 815 wurde hierfür gewählt, da die jetzige Befestigung nicht homogen ist. Die Randbereiche haben keinen ausreichend tragfähigen Unterbau, dadurch entstehen immer wieder starke Verdrückungen. In der Mitte der Fahrbahn befindet sich in großen Teilbereichen nur eine 5 cm dicke Asphaltschicht, die direkt auf einer Pflasterschicht aufgebaut wurde.

Um hier eine langlebige Fahrbahn, bei der für das Ammerland wichtigen verkehrsbedeutenden Landesstraße, herzustellen und um den Instandhaltungszyklus maßgeblich zu verlängern, wurde hier ein spezielles Verfahren gewählt. Es wird eine hydraulisch gebundene Tragschicht-in-situ hergestellt, das heißt vor Ort wird das hydraulische Bindemittel NovoCrete ST 98 in das vorhandene gebrochene alte Straßenaufbaumaterial eingemischt. Dieses hat den Vorteil, dass die vorhandenen Materialien wiederverwendet werden können und keine zusätzlichen Baustoffe für die Herstellung des Unterbaus geliefert werden müssen. Dadurch ist diese Bauweise energie-, rohstoff- und ressourcenschonend.

Während der Bauarbeiten wird die Straße für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Allerdings können die sich innerhalb des Baufeldes befindenden Gewerbebetriebe grundsätzlich weiterhin erreicht werden. Die an der Absperrung stehenden Sicherungsposten werden die Kunden zu den Gewerbebetrieben durchlassen. Es wird seitens der Landesbehörde aber darum gebeten, dass nur Fahrzeuge mit einem Anliegen in das Baufeld zu den Gewerbebetrieben hineinfahren. Jede Störung im Bauablauf verlängert zwangsläufig die Bauzeit und damit die Vollsperrung. Für alle weiteren Verkehrsteilnehmer ist eine Umleitung über die Kreisstraße 126 (Windmühlenstraße) – Landesstraße 825 (Wiefelsteder Straße) für beide Fahrtrichtungen eingerichtet.

Der Fahrradweg ist von den Bauarbeiten nicht betroffen und kann weiter benutzt werden.

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis zum 29. Oktober andauern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg bittet um erhöhte Aufmerksamkeit, Geduld und Rücksichtnahme im Baustellenbereich.

Presseinformation Bildrechte: NLStBV

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.09.2022

Ansprechpartner/in:
Johann de Buhr

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Oldenburg
Geschäftsbereichsleiter
Kaiserstraße 27
26122 Oldenburg
Tel: (0441) 2181-158
Fax: (0441) 2181-222

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