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B 74: Planung für Ortsumfahrung Ritterhude werden fortgesetzt

Projektkonferenz findet am 18. September statt


Im Geschäftsbereich Stade der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) werden die Planungen zur Ortsumfahrung Ritterhude im Zuge der B 74 aufgenommen. Am 18. September finden die Projektkonferenz sowie der formelle Scoping-Termin für das Projekt statt. Zur Projektkonferenz hat der Geschäftsbereich Stade als Vorhabenträger des Projektes alle Träger öffentlicher Belange sowie weitere Interessensvertreter eingeladen (dazu zählen neben Gemeinden und Landkreis auch Wasser- und Bodenverbände, Energieversorger, Betreiber von Telekommunikationsnetzwerken etc.). Hier stellen die Planer das Projekt vor und stehen für die Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Zum anschließenden Scoping-Termin wurden die Untere Naturschutzbehörde, Naturschutzverbände aus der Region sowie andere regionale Experten aus dem Umweltsektor eingeladen. Ziel dieses Termins ist es, den umweltrelevanten Untersuchungsrahmen sowie den Untersuchungsraum rund um die 2015 linienbestimmte Vorzugsvariante der Ortsumfahrung Ritterhude zu erörtern und abzustimmen. Die NLStBV möchte allen Beteiligten die Möglichkeit geben, ihren Input und ihr Fachwissen zu Untersuchungsraum und -rahmen einzubringen. Damit will sie die weitere Planung des Projektes bestmöglich vorbereiten.


Langer Planungszeitraum stellt die Planer vor besondere Herausforderungen

Durch die ungewöhnlich lange Historie stellt das Projekt der Ortsumfahrung Ritterhude die Planer vor besondere Herausforderungen: Bereits 1997 wurde das Raumordnungsverfahren eingeleitet und mit der landesplanerischen Feststellung im Jahr 1999 abgeschlossen. Von den damals zehn untersuchten Varianten wurde die östliche Verlegung der B 74 aus den Ortslagen Ritterhude, Scharmbeckstotel und Settenbeck in die Hammeniederung als Vorzugsvariante festgestellt.

Aufgrund von erforderlichen Ergänzungen in den Unterlagen zur Verträglichkeitsprüfung der Fauna-Flora-Habitate (FFH) konnte für das Projekt erst im Jahr 2015 die Linienbestimmung durch das Bundesverkehrsministerium erfolgen. In Anbetracht des langen Planungszeitraums und der entsprechend alten Datenlage erhebt der Geschäftsbereich Stade neue Daten. Dabei werden auch Alternativen - ggf. sogar bisher noch nicht in Erwägung gezogene Trassenführungen - betrachtet und ergebnisoffen bewertet. Der Vorhabenträger sucht dazu den Austausch mit Anwohnern und ansässigen Gewerbetreibenden, Verkehrsteilnehmern und Trägern öffentlicher Belange wie z. B. den Naturschutzverbänden oder Verkehrsvereinen, um im gemeinsamen Dialog alle Belange im weiteren Planungsprozess bestmöglich zu berücksichtigen.

„Ein reger Austausch mit Fachleuten aus den Bereichen Naturschutz und Landwirtschaft, aber auch mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ist geplant“, so Maren Quast, Fachbereichsleiterin Planung im Geschäftsbereich Stade der NLStBV. „Hier stehen wir allerdings noch ganz am Anfang und sind aktuell dabei, einen geeigneten Prozess aufzusetzen“, ergänzt sie. Die Projektkonferenz und der Scoping-Termin dienen nun dazu, den Status quo noch einmal aufzubereiten und den Projektraum, der sich aus der bisherigen Vorzugsvariante ergibt, einzugrenzen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen anschließend in die Bewertung ein.

Über die Ortsumfahrung Ritterhude

Die Bundesstraße 74 dient der verkehrlichen Verknüpfung des Landkreises Osterholz mit den Metropolregionen Bremen und Oldenburg und ist der direkte Anschluss an das großräumige Fernstraßennetz Deutschlands. Sie stellt ebenfalls abseits der Autobahnen einen Teil der Verbindung von Schleswig-Holstein und den skandinavischen Ländern nach Nordwest-Niedersachsen und in die Niederlande dar. Im Bereich der Ortsdurchfahrten Ritterhude und Scharmbeckstotel weist die B 74 als Hauptverbindung zwischen Osterholz-Scharmbeck und der Metropole Bremen eine hohe Verkehrsbedeutung auf. Zur Entlastung dieser Ortsdurchfahrten und als Fortführung der bestehenden Westumfahrung Osterholz-Scharmbeck wurde die Ortsumfahrung Ritterhude bereits 1992 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen.

Presseinformation
Artikel-Informationen

17.09.2019

Ansprechpartner/in:
Hans-Jürgen Haase

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Stade
Geschäftsbereichsleiter
Harsefelder Straße 2
21680 Stade
Tel: (04141) 601-356
Fax: (04141) 601-397

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