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B 3 - Ortsumgehung Elstorf: Umfassende Bürgerbeteiligung im Projekt zeigt Erfolge und wird fortgesetzt

Abschluss der Vorplanung


Nach der Vorstellung der Vorzugsvariante im Dezember 2019 hat die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) den Beteiligungsprozess im Projekt B 3 Ortsumgehung Elstorf auch während der Corona-Pandemie zur Vorbereitung der Entwurfsplanungsphase kontinuierlich fortgesetzt. Mithilfe diverser Beteiligungsformate werden Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange weiterhin in den Planungsprozess eingebunden. Mitte 2023 soll das Ergebnis der Entwurfsplanung präsentiert werden.

Seit Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann die Ortsumgehung Elstorf Ende 2017 zum Pilotprojekt für Planungsbeschleunigung in Niedersachsen erklärt hat, hat sich die NLStBV für dieses Projekt das Thema Bürgerbeteiligung besonders auf die Fahnen geschrieben. Seither haben bereits zahlreiche Formate stattgefunden, in denen Bürgerinnen und Bürger sowie unterschiedliche Interessengruppen in den Planungsprozess eingebunden wurden.

Das Projekt steht aktuell am Ende der Vorplanungsphase, der nächste Schritt ist die Entwurfsplanung. Um diese vorzubereiten, fanden in den letzten Monaten weitere Facharbeitskreise zu den Themen Umwelt, Landwirtschaft und Flurbereinigung sowie unterschiedliche Abstimmungsrunden zur Gestaltung der Knotenpunkte – also der Kreuzungen mit den bestehenden Straßen wie der B 73 oder dem alten Verlauf der B 3 – entlang der Trasse statt. Dabei kamen Teilnehmende aus der Region, den betroffenen Kommunen sowie Bürgervertreterinnen und -vertreter in unterschiedlichen Runden und Konstellationen mit dem Planungsteam der NLStBV zusammen, um sich über die jeweiligen Themenschwerpunkte auszutauschen und wesentliche Fragen zur Planung zu klären.

Ein besonderes Augenmerk lag in den letzten Monaten auf der 2. Planungswerkstatt im Oktober 2021 und dem Bürgerdialog im März 2022. In diesen Formaten hatten Bürgerinnen und Bürger aus dem Planungsraum die Gelegenheit, sich direkt vom Projektteam der NLStBV informieren zu lassen, mit ihnen zu diskutieren und ihre Anmerkungen und Fragen zu platzieren. Dabei ging es vor allem um die Ausgestaltung der Trasse sowie der Knotenpunkte.

„Wir haben 2018 mit der ersten Informationsveranstaltung die Bürgerbeteiligung im Projekt „B 3 Ortsumgehung Elstorf“ angestoßen und seitdem unglaublich viel gelernt. Die Menschen, mit denen wir gesprochen und diskutiert haben, haben unseren Planungsprozess mit ihrem Wissen, ihren Sichtweisen und Argumenten bereichert. So konnten wir wertvolle Hinweise und Details in die Planung einfließen lassen. Daher freuen wir uns auch auf den weiteren, produktiven und konstruktiven Austausch in den kommenden Monaten“, sagt Annette Padberg, zuständige Projektbereichsleiterin der NLStBV in Lüneburg.

Bürgerdialog im März 2022: Fokus Rosengartenkreuzung

Wie die Anmerkungen aus den Beteiligungsformaten die Planung beeinflussen, wird am Beispiel der Rosengartenkreuzung südlich von Elstorf deutlich: Diese wurde erst nachträglich – in Folge einer Maßgabe aus dem Raumordnungsverfahren (2020) und auch als Resonanz auf die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger – in die Planung des Gesamtprojekts mit aufgenommen, um die Leistungsfähigkeit dieses Knotenpunktes dauerhaft zu gewährleisten.

Anfang März 2022 erörterten 14 Bürgerinnen und Bürger zusammen mit dem Planungsteam der NLStBV im Rahmen eines Bürgerdialogs im digitalen Format, wie die Rosengartenkreuzung gestaltet werden könnte. Dazu hatte die NLStBV sowohl die im früheren Beteiligungsprozess ausgelosten Bürgervertreterinnen und -vertreter als auch weitere Betroffene aus dem trassennahen Planungsraum eingeladen, insbesondere aus der an die Kreuzung angrenzenden Ortschaft Elstorf-Bachheide. Die verantwortlichen Straßenplanerinnen und -planer stellten den Teilnehmenden zu Beginn des Bürgerdialogs die Vorzugslösung für die Gestaltung der Rosengartenkreuzung vor und diskutierten diese mit ihnen. Der Bereich nahe der Ortschaft Elstorf-Bachheide stand dabei im besonderen Fokus. Auch über Themen wie die Entwässerungssituation und die verkehrlichen Gegebenheiten im Bereich der vorhandenen Kreuzung, den Lärmschutz für die angrenzende Wohnbebauung und den Umweltschutz wurde gesprochen.

Aus dem Kreis der Teilnehmenden gab es positive Rückmeldungen. „Die ausgearbeitete Variante zur Rosengartenkreuzung mit der Lärmschutzanlage scheint gut bei den Anwohnerinnen und Anwohnern anzukommen. Auch auf das Thema Entwässerung und die Sorgen vor zunehmenden Klimaveränderungen ist das Team der NLStBV ausführlich eingegangen. Dahinter steckt sicherlich ein hartes Stück Arbeit und ich finde es toll, dass hier so gut auf die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner geachtet wird. Insgesamt war die gesamte Gesprächsatmosphäre sehr angenehm und auf Augenhöhe“, äußerte sich eine Teilnehmerin.

Die Präsentation und das Protokoll zum Bürgerdialog stehen auf der Projektwebseite unter www.b3-elstorf.niedersachsen.de zum Download zur Verfügung. Hier finden Interessierte auch unterschiedliche Pläne und Karten zur Ausgestaltung der Trasse und der Rosengartenkreuzung. Bei Fragen oder Hinweisen können sie über das Kontaktformular auf der Projektwebsite gern mit dem Planungsteam Kontakt aufnehmen.

Abschluss der Vorplanung

Seitdem im Oktober 2020 die Vorzugsvariante im Rahmen des Raumordnungsverfahrens landesplanerisch festgestellt wurde, sind auch die fachlichen Planungen weiter vorangeschritten: Neben der offiziellen Aufnahme der Rosengartenkreuzung in die Planung der B 3 OU Elstorf wurden für alle vier Knotenpunkte entlang der Strecke verschiedene Varianten ausgearbeitet, aus denen jeweils eine Vorzugslösung identifiziert und in den Beteiligungsterminen vorgestellt und diskutiert wurde. Zudem wurden zusammen mit externen Fach- und Gutachterbüros faunistische und floristische Kartierungen zur Erstellung des landschaftspflegerischen Begleitplans sowie Bodenerkundungen im Bereich des Trassenkorridors durchgeführt.

Aktuell arbeitet das Planungsteam daran, einen Variantenvergleich im Bereich des 2. Bauabschnitts zwischen der Variante 1.2 und der Vorzugsvariante 1.3 abzuschließen. Aufgrund umweltfachlicher Belange war dieser Vergleich, insbesondere im Hinblick auf ein großes Amphibienvorkommen in diesem Bereich, nötig geworden.

Das Ergebnis dieses Variantenvergleichs präsentiert und erläutert die NLStBV in den nächsten Wochen den beteiligten Trägern öffentlicher Belange aus dem Bereich Umwelt (Verbände, Untere Naturschutzbehörde etc.). Mit diesem Variantenvergleich wird die letzte Aufgabe der Vorplanung abgeschlossen. Im Juli wird dann zum Abschluss der Vorplanung ein Gesamtfacharbeitskreis stattfinden, in dem das Planungsteam den Beteiligten die bisherigen Ergebnisse vorstellen wird.

Ergebnisse der Entwurfsplanung voraussichtlich Mitte 2023

Im Zuge der dann folgenden Entwurfsplanungsphase werden, je nach Bedarf, weitere Facharbeitskreise gebildet. In dieser Phase wird u. a. die Verkehrsuntersuchung mit Prognosehorizont 2035 fortgeschrieben und es werden unterschiedliche Gutachten zu Schall und Luftschadstoffen erstellt. Zudem arbeiten die Planerinnen und Planer den Straßenentwurf aus, fertigen einen landschaftspflegerischen Begleitplan an und lassen eine Betroffenheitsanalyse für die landwirtschaftlichen Betriebe im Planungsraum erstellen. Voraussichtlich Mitte 2023 sollen schließlich die Ergebnisse der Entwurfsplanung im Rahmen eines öffentlichen Infomarkts vorgestellt werden.

Über die Ortsumgehung Elstorf im Zuge der B 3

Das Projekt „B 3 Ortsumgehung Elstorf“ umfasst den 2. und 3. Bauabschnitt der B 3n westlich von Neu Wulmstorf bis südlich von Elstorf und wird vom Geschäftsbereich Lüneburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) geplant. Der Streckenabschnitt in dem rund 800 Hektar großen Planungsgebiet ist inklusive des Knotenpunktbereiches der Rosengartenkreuzung 6,5 Kilometer lang. Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann hat die Ortsumgehung Elstorf zum Pilotprojekt für Planungsbeschleunigung in Niedersachsen erklärt, was auch durch eine umfassende Bürgerbeteiligung realisiert werden soll. Als Achse zwischen der entstehenden A 26 und der A 1 sowie zwischen Buxtehude und Soltau kommt der B 3 eine besondere Verbindungsfunktion in der Region zu.

Bürgerbeteiligung

Beim gesamten Planungsprozess setzt die Behörde auf eine umfassende und frühzeitige Bürgerbeteiligung. Diese fußt zum einen auf Öffentlichkeitsveranstaltungen, bei denen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über wesentliche Planungsfortschritte informiert werden und dazu diskutieren können, zum anderen auf Planungswerkstätten und Fachdialogen, bei denen sich Bürgervertreterinnen und -vertreter sowie Expertinnen und Experten aus der Region im kleineren Kreis zu Themen wie Landwirtschaft, Umwelt- und Artenschutz sowie Lärm und Verkehr austauschen und Planungsideen erarbeiten können.

Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de   Bildrechte: LGLN
B 3 Ortsumgehung Elstorf: Lageplan mit Vorzugsvariante Rosengartenkreuzung (B 3 / K 31 / K 52).
Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de   Bildrechte: LGLN
B 3 Ortsumgehung Elstorf;: Lageplan mit Knotenpunkten.
Presseinformation Bildrechte: NLStBV

Artikel-Informationen

erstellt am:
09.06.2022
zuletzt aktualisiert am:
16.06.2022

Ansprechpartner/in:
Dirk Möller

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Lüneburg
Geschäftsbereichsleiter
Am Alten Eisenwerk 2 D
21339 Lüneburg
Tel: (04131) 8305-101
Fax: (04131) 8305-299

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