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B 3 - Ortsumgehung Elstorf: Ergebnisbericht zur Bürgerbeteiligung und überarbeitete Varianten veröffentlicht

Über 100 Hinweise aus der Bevölkerung


In insgesamt drei Sitzungen – einer Planungswerkstatt und zwei Fachdialogen – diskutierten Bürgervertreter/-innen gemeinsam mit den Planenden der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) über mögliche Trassenvarianten der Ortsumgehung Elstorf im Zuge der B 3. Die zahlreichen Hinweise, Ideen und Anmerkungen der Bürger/-innen wurden in die Planung aufgenommen. Nun liegen der Ergebnisbericht zur Bürgerbeteiligung sowie der überarbeitete Plan der Varianten vor.

Im Zuge der Planungswerkstatt und der Fachdialoge mit Experten aus der Region brachten die Bürgervertreter/-innen ihre umfangreichen Kenntnisse über den Planungsraum ein. Sie gaben den Planenden über 100 wertvolle Hinweise und Optimierungsvorschläge zu den Trassen östlich und westlich von Elstorf mit auf den Weg – u. a. zu besonderen Biotopen, Verkehrsknotenpunkten oder wichtigen Naherholungsgebieten. Alle Ergebnisse der drei Veranstaltungen wurden dokumentiert und können nun im Ergebnisbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung „Ortsumgehung Elstorf im Zuge der B 3“ auf der Projektseite nachgelesen werden.

So wurden die Trassen optimiert

In den vergangenen Wochen und Monaten arbeiteten die Straßen- und Umweltplaner/-innen die Hinweise in die vorhandenen Trassenvarianten ein und verbesserten sie entsprechend. An zahlreichen Stellen nahmen sie kleinere Anpassungen vor, um z. B. wertvolle Biotopstrukturen weniger zu beeinträchtigen. „Doch auch größere Veränderungen und Optimierungen wurden umgesetzt. Das zeigt deutlich, wie wichtig der Input der Bürgerinnen und Bürger für uns als Planende ist“, so Annette Padberg, zuständige Fachbereichsleiterin Planung der NLStBV in Lüneburg. Nördlich von Ardestorf musste die Trasse 3.1 z. B. näher an den Ort herangerückt werden, da an dieser Stelle nun die Genehmigung für eine Erweiterung der Bodenabbaufläche vorliegt. Die Varianten 2.1 und 4.1 verlaufen jetzt – auf Anregung der Bürger/-innen – nicht mehr so nah an Daerstorf, sondern etwa mittig zwischen den beiden Ortschaften Elstorf und Daerstorf. Die Planungen für einen Erlebnishof führten zudem dazu, dass die Trasse 4.1 verlegt werden musste. „Und auch eine ganz neue Trasse – die Trasse 6.1 – ist auf Basis der Anregungen der Bürgerinnen und Bürger entstanden“, ergänzt Annette Padberg. Alle optimierten Varianten sowie die ergänzte Variante 6.1 sind der neuen Übersicht der Varianten zu entnehmen. Die grauen Linien in diesem Plan zeigen die ursprünglich angedachten Variantenverläufe, die aufgrund der erhaltenen Bürgerhinweise verändert wurden.

Ermittlung der Vorzugsvariante

In einem Variantenvergleich werden nun alle Varianten eingehend untersucht und miteinander verglichen. Die Variante, die sich unter Beachtung aller Kriterien als die beste herausstellt, wird zur sogenannten Vorzugsvariante. Sie soll im Herbst 2019 vorliegen und dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Vorzugsvariante bildet die Grundlage für das Anfang 2020 startende Raumordnungsverfahren.

Über die Bürgerbeteiligung

Beim gesamten Planungsprozess setzt die Behörde auf eine umfassende und frühzeitige Bürgerbeteiligung. Diese fußt zum einen auf Öffentlichkeitsveranstaltungen, bei denen alle interessierten Bürger/-innen über wesentliche Planungsfortschritte informiert werden und dazu diskutieren können, zum anderen auf Planungswerkstätten und Fachdialogen, bei denen sich Bürgervertreter/-innen und Experten aus der Region im kleineren Kreis zu Themen wie Landwirtschaft, Umwelt- und Artenschutz sowie Lärm und Verkehr austauschen und Planungsideen erarbeiten können.

Über die Ortsumgehung Elstorf im Zuge der B 3

Das Projekt „B 3 Ortsumgehung Elstorf“ umfasst den 2. und 3. Bauabschnitt der B 3n westlich von Neu Wulmstorf bis südlich von Elstorf und wird vom Geschäftsbereich Lüneburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) geplant. Der Streckenabschnitt in dem ca. 2.350 Hektar großen Planungsgebiet wird je nach Trassenvariante sechs bis acht Kilometer lang sein. Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann hat die Ortsumgehung Elstorf zum Pilotprojekt für Planungsbeschleunigung in Niedersachsen erklärt, was auch durch eine umfassende Bürgerbeteiligung realisiert werden soll. Als Achse zwischen der noch entstehenden A 26 und der A 1 sowie zwischen Buxtehude und Soltau kommt der B 3 eine besondere Verbindungsfunktion in der Region zu.

Presseinformation
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dirk Möller

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Lüneburg
Geschäftsbereichsleiter
Am Alten Eisenwerk 2 D
21339 Lüneburg
Tel: (04131) 15-1237
Fax: (04131) 15-1203

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