Niedersachen klar Logo

B 212: Informationen zur verlängerten Vollsperrung in Brake

Landesbehörde gibt Erläuterungen


Aufgrund einer Vielzahl an Nachfragen zur bestehenden und zwischenzeitig notwendigen verlängerten Vollsperrung der B 212 zwischen Brake und Golzwarden (Landkreis Wesermarsch) in Höhe der Einmündung Weserstraße erläutert die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg die erforderlichen Arbeiten wie folgt:

Die Herstellung der neuen Kreuzung B 211n / B 212 und Weserstraße kann nur im Rahmen einer Vollsperrung erfolgen. Die alte Asphaltfahrbahn muss mangels ausreichender Tragfähigkeit für die künftigen Belastungen komplett ausgebaut werden. Dieser Ausbau konnte nicht in halbseitiger Bauweise erfolgen, da unter der alten Fahrbahn, in einer Breite von 6 m, bewehrte Betonplatten vorhanden sind. Durch die Lage dieser Betonplatten kann ein Ausbau nicht so erfolgen, dass sich verkehrssichere Baufelder für den Straßenbauer und eine verkehrssichere Restbreite der B 212 für den fließenden Verkehr in der Fahrbeziehung Brake – Nordenham – Weserstraße ergeben hätten.

Dass die Betonplatten in diesem Umfang ausgebaut werden müssen war der Straßenbauverwaltung bekannt. Es wurden vor Beginn der Baumaßnahmen mehrere Bohrkerne gezogen und das Ausbaumaterial untersucht. Nicht untersucht werden konnte der Untergrund unter den Betonplatten. Hier kam eine alte Asphaltfahrbahnbefestigung zum Vorschein, bei der der Verdacht aufkam, dass diese mit Schadstoffen (Teer) belastet ist und die Schadstoffe in die unteren Schichten der Betonplatte gezogen ist. Daher mussten hier noch zusätzliche Untersuchungen an den Betonplatten durchgeführt werden, um diese dann (nach LAGA) ordnungsgemäß zu entsorgen. Diese Untersuchungen dauern selbst im Schnellverfahren fünf bis sieben Werktage, so dass sich der Ausbau der Betonplatten verzögert hat und daher leider nur im reduzierten Umfang gearbeitet werden konnte. Der Verdacht auf gefährliche Schadstoffe hat sich zwischenzeitlich nicht bestätigt und mit dem Ausbau der Betonplatten konnte nun begonnen werden.

Zum Bauumfang gehört neben der B 212 auch der Ausbau der Weserstraße mit Herstellung eines Linksabbiegestreifens zu der Verbrauchermarktfläche. Um hier eine den technischen Regelwerken entsprechende Anbindung herzustellen, musste der gesamte Asphaltaufbau aufgenommen werden. Dabei wurden punktuelle Schwachstellen im Untergrund festgestellt, die durch Untergrundverbesserungen ausglichen werden mussten. Hierfür wurden mit ver- schiedenen Materialien Probefelder angelegt, damit die geeignetste Methode zur Sicherstellung der Langlebigkeit der Fahrbahn angewendet werden kann.

Zudem musste festgestellt werden, dass im Bereich der neu herzustellenden Rechtstabbiegestreifen nach der erfolgreicher Konsolidierung durch Sandaufschüttungen eine zusätzliche Entwässerung des Straßenkörpers mittels Drainagen erforderlich ist, da anstehende Grundwasser derart angespannt ist, dass es, anstelle natürlich in den angrenzenden Straßenseitengraben zu fließen, in dem Sandkörper hochgedrückt wurde. Hier wurden zwischenzeitig zusätzliche Drainagen zur Sicherstellung einer dauerhaften Entwässerung des Straßenkörpers eingebaut.

Ab der kommenden Woche wird das beauftragte Bauunternehmen den Personaleinsatz dann auch enorm verstärken.

Die Landesbehörde ist sich des Eingriffes in den Verkehr bewusst, und hat Verständnis für die Beschwerden der Braker Bürger, der davon betroffenen Gewerbetreibenden und auch der Stadt- und Kreisverwaltung, die in Folge dessen auf Änderung und Beschleunigungen drängen.

Jedoch handelt sich bei der Herstellung des Anschlusses der neuen B 211 an die B 212 und der Braker Weserstraße um einen sehr wichtigen Knotenpunkt, der den künftigen Belastungen, insbesondere der über „Eck“ fahrenden Lkw-Verkehre B 211 / B 212 gewachsen sein muss. Daher ist hier die Herstellung des gesamten Kreuzungsbereiches in einer homogenen Bauweise geboten.

Leider ist festzustellen, dass sich Lkw- und Pkw-Fahrer trotz der intensiven Unterstützung durch die örtliche Polizei nicht an die mit der Vollsperrung vorgeschriebenen Verkehrsregulierungen halten. Für die Verkehrsteilnehmer mit dem Zielverkehr Nordenham – Wesertunnel – Braker Hafen und die Gewerbebetriebe im Zuge der Weserstraße ist eine großräumige Umleitung über die Autobahn 28, Autobahn 29 und Bundesstraße 437 in beiden Fahrtrichtungen mit einem hohen Aufwand an Hinweisschildern eingerichtet worden. Die innerörtliche Umleitung führt über die Raiffeisenstraße (L 889) und von dort in das Stadtgebiet Brake bzw. von der Bundesstraße 211 kommend über die Breite Straße in das Stadtgebiet Brake. Die Zufahrtsstraßen in das Zentrum der Stadt Brake wurden für die Dauer der Vollsperrung lastbeschränkt.

Die Niedersächsische Landesbehörde bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner weiterhin um Verständnis, Rücksichtnahme und besonders um vorsichtige Fahrweise.

Presseinformation Bildrechte: NLStBV

Artikel-Informationen

erstellt am:
30.04.2021

Ansprechpartner/in:
Johann de Buhr

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Oldenburg
Geschäftsbereichsleiter
Kaiserstraße 27
26122 Oldenburg
Tel: (0441) 2181-158
Fax: (0441) 2181-222

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln