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A 293: Ersatzneubau der Brücke über die Alexanderstraße (L 824) in Oldenburg

Bauzeit etwa zwei Jahre – Bauarbeiten seit Februar 2017


Auf dem Bauwerk wird derzeit die Bauwerksabdichtung aus Bitumenschweißbahn hergestellt; Foto vom 6. November 2017  
Auf dem Bauwerk wird derzeit die Bauwerksabdichtung aus Bitumenschweißbahn hergestellt; Foto vom 6. November 2017.

Im Zuge der Autobahn 293 (Westumgehung Oldenburg) muss das Brückenbauwerk OL2 über die Alexanderstraße (Anschlussstelle Oldenburg-Bürgerfelde) abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Hintergrund ist die statische Nachrechnung des 1970 errichteten Bauwerks aufgrund der Nachrechenrichtlinie des Bundes im Jahr 2012. Diese führte zu dem Ergebnis, dass die bisherige Brücke dauerhaft dem steigenden Güter- und Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht wird und neu gebaut werden muss.

Lage und verkehrliche Bedeutung

Das 69 Meter lange Brückenbauwerk über die Alexanderstraße ist Teil des Autobahnrings um die Stadt Oldenburg. Für den Fernverkehr stellt der Autobahnring durch die Zusammenführung der Bundesautobahnen A 28 zwischen Delmenhorst im Osten und Leer im Westen sowie der A 29 zwischen Ahlhorn im Süden und Wilhelmshaven im Norden ein wesentliches Drehkreuz für das nordwestliche Niedersachsen dar.

Die unterführte Landesstraße 824 (Alexanderstraße) verbindet die Gemeinde Wiefelstede (Ammerland) mit der Stadt Oldenburg und seinen Stadteilen Alexandersfeld und Bürgerfelde. Wesentliche infrastrukturelle Bedeutung genießt die Alexanderstraße aufgrund der Verbindung der nordwestlichen Stadtteile mit dem Stadtzentrum, dem öffentlichen Personennahverkehr und letztlich auch zur Sicherstellung der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser.

Verkehrsführung auf der A 293 im 1. Bauabschnitt (Prinzipskizze)  
Verkehrsführung auf der A 293 im 1. Bauabschnitt (Prinzipskizze).
Verkehrsführung auf der A 293 im 2. Bauabschnitt (Prinzipskizze)  
Verkehrsführung auf der A 293 im 2. Bauabschnitt (Prinzipskizze).

Bauausführung

Die Bauarbeiten haben im Februar 2017 begonnen und werden in zwei Bauabschnitten bei grundsätzlicher Aufrechterhaltung aller Verkehrsbeziehungen ausgeführt. Der Verkehr im Zuge der A 293 wird während der planmäßigen Bauzeit von circa zwei Jahren auf einen Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn reduziert und im Gegenverkehr auf dem noch bestehenden bzw. dem neuen Teilbauwerk geführt (sogenannte 2+0-Verkehrsführung). Der Verkehr auf der unterführten Alexanderstraße soll grundsätzlich auf vier verengten Spuren einschließlich Geh- und Radwegen aufrecht erhalten werden; mit zeitweisen Vollsperrungen ist zu rechnen. Die Bauabschnitte sind wie folgt vorgesehen:

1. Bauabschnitt, Februar - Dezember 2017
  • temporärer Umbau der Verkehrsinseln und Lichtsignalanlagen,
  • Einrichtung der Verkehrsführung im Zuge der Alexanderstraße,
  • Abbruch und Neubau des Teilbauwerkes Süd.
2. Bauabschnitt, Februar - Dezember 2018
  • Abbruch und Neubau des Teilbauwerkes Nord,
  • Wiederherstellung der Verkehrsinseln und Lichtsignalanlagen für den Endzustand,
  • abschnittweise Erneuerung der Auf- und Abfahrtsrampen.

Das alte südliche Brücken-Teilbauwerk wurde im März 2017 abgebrochen. Zum Baufortschritt des Neubaus beachten Sie bitte unsere Presseinformationen rechts.

Einbau der Übergangskonstruktion. Das sinusförmige Stahlprofil soll die Geräuschentwicklung mindern; Foto vom 6. November 2017  
Einbau der Übergangskonstruktion. Das sinusförmige Stahlprofil soll die Geräuschentwicklung mindern; Foto vom 6. November 2017

Aktuelle Arbeiten

Im November 2017 wird die Bauwerksabdichtung aus Bitumenschweißbahn hergestellt. Nach dem Aufbringen der darüber liegenden Schutzschicht aus Gussasphalt mit einer Stärke von 3 bis 5 cm kann hierauf der Fahrbahnbelag der Bundesautobahn aufgebaut werden. Diese Fahrbahnarbeiten sollen ab Dezember 2017 beginnen.

Außerdem wurden zur Aufnahme der Verformungen des Brückenüberbaus aus jahreszeitlichen Temperaturänderungen an beiden Widerlagerseiten sogenannte Übergangskonstruktionen aus Stahl installiert. Für die Minderung der Geräuschentwicklung beim Überfahren wurde ein sinus-förmiges Stahlprofil verwendet.

Der Dammkörper zwischen dem Widerlager des neuen Bauwerkes und dem Dammkörper der Bundesautobahn wurde zwecks Herstellung der Gründungsebene zu Beginn der Baumaßnahme entfernt. Nun wird in diesem Bereich eine neue Entwässerung hergestellt und der Damm mit Sand aufgefüllt.

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