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Ortsumgehung Barenburg im Zuge der Bundesstraße 61

Feierlicher Erster Spatenstich am 20. Juni 2016


Erster Spatenstich für die Ortsumgehung Barenburg (B 61) am 20. Juni 2016  
Erster Spatenstich für die Ortsumgehung Barenburg (B 61) am 20. Juni 2016.

Die Ortsdurchfahrt des Fleckens Barenburg (Landkreis Diepholz) soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Hierzu ist die Verlegung der Bundesstraße 61 als östliche Umfahrung der Ortslage vorgesehen. Das hierfür erforderliche Planfeststellungsverfahren wurde am 26. Februar 2010 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 16. September 2011 und ist seit 3. Juni 2014 unanfechtbar.

Der feierliche Erste Spatenstich erfolgte am 20. Juni 2016 durch Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Ministerialdirigent Dr. Christoph Wilk vom Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Die Gesamtkosten für die Ortsumgehung belaufen sich auf rund 8,7 Millionen Euro, die größtenteils der Bund trägt. Der Landkreis Diepholz trägt einen Anteil von rund 170.000 Euro.

Darstellung der Verkehrsverhältnisse und Notwendigkeit der Ortsumgehung

Als eine der für den Fernverkehr wichtigen Nord-Süd-Verbindungen im norddeutschen Raum verläuft die Bundesstraße 61 (Bremen - Minden) an der Ortsumgehung Bassum im Norden beginnend über Sulingen, Uchte bis nach Minden in südlicher Richtung und anschließend in südwestlicher Richtung bis nach Lünen und endet hier. Auf ihrem Weg verbindet die B 61 den Raum Bremen mit dem Ruhrgebiet und hat somit über die Zubringerfunktion hinaus auch einen wesentlichen Wert als stark frequentierte Umleitungs- bzw. Ausweichstrecke.

Die B 61 durchschneidet im hier zu behandelnden Planungsabschnitt die Ortslage und den Ortskern des Fleckens Barenburg. Insgesamt beträgt die Kfz-Verkehrsbelastung der B 61 rund 7.900 Kfz/ 24 h (2010) mit einem Schwerverkehrsanteil von rund 20 Prozent.

Neben Binnen-, Ziel- und Quellverkehr ist auf der B 61 in Barenburg ein großer Anteil an Durchgangsverkehr vorhanden. Als Verbindungsstrecke zwischen A 2 und A 1 bietet die B 61 eine attraktive Alternativverbindung zwischen Bremen und Minden. Besonders die hohen Schwerverkehrsanteile stören in hohem Maße die innerörtlichen Funktionen durch Lärm und Abgase und führt zu Verkehrsgefährdung und Verunsicherung insbesondere gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmer (Radfahrer/ Fußgänger).

Mit dem Bau dieser Umgehungsstraße soll eine Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr mit gleichzeitiger Verringerung der Lärm- und Abgasimmissionen erreicht werden.

Straßenbauliche Beschreibung

Die Verlegungsstrecke beginnt nördlich von Barenburg zwischen den Einmündungen der Wege "Dillenmoor" und "Dillenmoor II" in die B 61, verläuft dann östlich von Munterburg in südlicher Richtung auf den Bereich "Auf dem Schwege" zu, quert die "Schwege" zwischen den Gebäuden Hausnummer 2 und 4 und führt weiter zur ehemaligen Kläranlage. Östlich dieser Anlage quert die Ortsumgehung die "Große Aue" und führt dann genau südlich in Richtung Hollberg. Westlich des Maststandortes der Hochspannungsleitung mündet die Ortsumgehung in die bestehende B 61.

Neben der Verlegung der B 61 wird die K 19 in einem Teilbereich östlich der Ortsdurchfahrt Barenburg neu erstellt und an die Umgehungsstraße angeschlossen. Zudem werden im Zuge der Baumaßnahme Wirtschaftswege als Ersatz für unterbrochene Wegebeziehungen ausgebaut oder neu hergestellt.

Es sind folgende Über- und Unterführungen vorgesehen:

  • Brücke über die "Große Aue" (Bauwerk Bar 1),
  • Unterführung von diversen Gräben.

Die Länge der Baustrecke beträgt 3.322 m. Hinzu kommen 483 m Länge für den Anschluss bzw. Neubau der K-19-Teilstrecke sowie 671 m für die Anschlüsse an das vorhandene Straßennetz. Die Ortsumgehung ist mit je einem Fahrstreifen pro Richtung und einem Querschnitt von 11,00 m (RQ 10,5) geplant.

Bundesstraße 61
Presseinformation

zum Ersten Spatenstich für die Ortsumgehung Barenburg im Zuge der B 61 am 20.06.2016 auf den Seiten

Presseinformation

des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung:

Kartengrundlage: www.lgn.niedersachsen.de  

Die geplante Ortsumgehung Barenburg: Übersichtskarte (Download als PDF unten).

Artikel-Informationen

21.11.2017

Ansprechpartner/in:
Uwe Schindler

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Nienburg
Geschäftsbereichsleiter
Bismarckstraße 39
31582 Nienburg (Weser)
Tel: (05021) 606-211
Fax: (05021) 606-200

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