klar

Neubau der Ortsumgehung Barnstorf im Zuge der Bundesstraße 51

Wiederaufnahme der Planung


Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  
Planungsraum der Ortsumgehung Barnstorf (B 51).

Die Bundesstraße 51 soll im Bereich von Barnstorf (Landkreis Diepholz) verlegt werden. Die Planung umfasst hierzu den Neubau einer Ortsumgehung.

Nachdem die Planfeststellungsbehörde im Sommer 2010 das Planfeststellungsverfahren für die ortsnahe Trasse zwischen dem Ortsteil Walsen und dem Ortskern aus städtebaulichen Gründen eingestellt hatte, sind die Planungen wieder aufgenommen worden.

Zunächst ist für den Nachweis eines gesamtwirtschaftlichen Nutzens anderer Lösungen eine Bewertung für neue Varianten durchgeführt worden. Die dabei ermittelten Nutzen-Kosten-Verhältnisse zeigen, dass auch andere Lösungen als die in das Verfahren gegebene Variante für die Ortsumgehung wirtschaftlich möglich sind. Auf dieser Grundlage hat das Niedersächische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 28. Dezember 2010 den Auftrag erteilt, die Planungen weiterzuverfolgen.

In Abstimmung mit der Raumordnungsbehörde des Landkreises Diepholz ist festgelegt worden, dass für die erneute Planung bzw. Trassenuntersuchung der Ortsumgehung Barnstorf ein Raumordnungsverfahren (ROV) durchzuführen ist. Zur Vorbereitung der weiteren Planungsschritte fanden zwischen Vertretern der Straßenbauverwaltung, des Landkreises Diepholz, der Samtgemeinde Barnstorf sowie der Mitgliedsgemeinden Barnstorf und Eydelstedt Vorbesprechungen zum erforderlichen Untersuchungsumfang und zum Verfahrensablauf statt.

Bevor festgelegt werden kann, wo Trassen entlanggeführt werden können, wird in einem ersten Schritt eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) erarbeitet. Hierbei handelt es sich um ein Gutachten, welches als Grundlage für die gesetzlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erstellt wird. Die UVS umfasst die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen des Vorhabens auf

  1. Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt,
  2. Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft,
  3. Kulturgüter und sonstige Sachgüter sowie
  4. die Wechselwirkung zwischen den vorgenannten Schutzgütern.

Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Untersuchungen werden dann die möglichen Linienführungen der Straße als Varianten untersucht und ein Raumordnungsverfahren eingeleitet. Die UVS muss mindestens eine Vegetationsperiode abdecken. Die Kartierungen sind abgeschlossen worden. Die Auswertung der Ergebnisse ist abgeschlossen und die UVS erstellt worden. Die UVS bildet später die Grundlage für die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens (ROV).

Zunächst erfolgt noch eine Vorabstimmung der Planungsvarianten mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sobald diese abgeschlossen ist, kann die Einleitung des ROV durch den Landkreis Diepholz erfolgen. Die nach dem Ergebnis der Untersuchungen und Abstimmungen mit den Trägern öffentlicher Belange auf der Grundlage eines Abwägungsprozesses am besten geeignete Linie wird unter Beteiligung der Öffentlichkeit am Ende des Raumordnungsverfahrens landesplanerisch festgestellt. Für die Durchführung des ROV veranschlagt der Landkreis Diepholz rund sechs Monate.

Bundesstraße 51
Artikel-Informationen

11.10.2017

Ansprechpartner/in:
Uwe Schindler

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Nienburg
Geschäftsbereichsleiter
Bismarckstraße 39
31582 Nienburg (Weser)
Tel: (05021) 606-211
Fax: (05021) 606-200

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln