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A 1 / A 39: Brückensanierung im Maschener Kreuz

Bauarbeiten von Februar bis November 2018


Blick auf den sanierten südlichen Überbau des Maschener Kreuzes; Foto vom 29. August 2018.  
Blick auf den sanierten südlichen Überbau des Maschener Kreuzes; Foto vom 29. August 2018.

Am Maschener Kreuz (A 1 / A 39) hat Mitte Februar 2018 eine Brückensanierung mit diversen Ertüchtigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen begonnen. Im Zuge der Arbeiten wurde der Verkehr zeitweise eingeschränkt oder umgeleitet.

Die Arbeiten wurden am 17. November 2018 abgeschlossen. Am 19. November 2018 finden noch Restarbeiten in den beiden südlichen Ohren des Kreuzes statt.

Hintergrund der Baumaßnahme

Vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegenen Verkehrsbelastungen werden derzeit bestehende Straßenbrücken, die nicht nach dem aktuellen Normungsstand geplant und errichtet wurden, gemäß der sogenannten Nachrechenrichtlinie überprüft. Im Ergebnis handelte es sich bei dem Überführungsbauwerk der A 39 über die A 1 im Maschener Kreuz (Bauwerk 431) um ein generell zukunftsfähiges Bauwerk, das jedoch einer Tragwerksertüchtigung bedurfte, um den gestiegenen Verkehrsbelastungen zu entsprechen.

Aufgrund der erheblichen verkehrlichen Bedeutung des Maschener Kreuzes erfolgten zeitgleich zu der notwendigen baulichen Ertüchtigung zusätzliche Instandsetzungsmaßnahmen. So konnte der Zeitraum der ohnehin erforderlichen Verkehrsbeschränkungen bestmöglich genutzt werden. Der Nutzungszeitraum, in dem das Bauwerk nach Fertigstellung der Baumaßnahmen ohne Verkehrseinschränkungen zur Verfügung gestellt werden kann, wird so maximiert.

Die rechnerischen Defizite konnten durch folgende Ertüchtigungsmaßnahmen behoben werden:

  • Einbau von horizontalen Beulsteifen an den Stegblechen (zur Stabilisierung der Träger),
  • Einbau von eingeschlitzten CFK-Lamellen in die Oberflächen der Betonfahrbahnplatten (zur Verstärkung des Überbaus),
  • Einbau von horizontalen CFK-Lamellen im Bereich der Pfeilerköpfe,
  • Wechsel der vorhandenen Lager.

Folgende Instandsetzungsmaßnahmen wurden im Zuge der Tragwerksertüchtigung mit ausgeführt:

  • Erneuerung der Fahrbahnübergangskonstruktionen einschließlich Instandsetzung der schadhaften Kammerwandköpfe,
  • Erneuerung der Fahrbahnbeläge, der Abdichtung sowie der Randkappen auf dem Bauwerk,
  • Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme (Schutzplanken) und Anpassung an bestehendes Regelwerk (RPS 2009),
  • Erneuerung und Instandsetzung von Pflasterflächen, Treppen und Entwässerungseinrichtungen.

Die notwendigen Maßnahmen der Verkehrsführung im Zuge der Baumaßnahme betrafen sowohl den Verkehr auf der A 1 als auch auf der A 39.

Seitenansicht des Bauwerks 431 (Überführung der A 39) über die A 1  
Seitenansicht des Bauwerks 431 (Überführung der A 39) über die A 1.
Bauabschnitte auf der A 39 Verkehrsführung auf der A 39
BA 1 Herstellung Mittelstreifenüberfahrten
14. Februar bis 12. März 2018

1+1-Verkehrsführung; jeweils ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung, der Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen auf dem Hauptfahrstreifen geführt. Die Einrichtung der Verkehrssicherung erfolgte unter gleicher Verkehrsführung vom 14. bis 19. Februar.

BA 2 Teilerneuerung und Ertüchtigung des südlichen Überbaus
19. März bis 11. Juli 2018
2+0-Verkehrsführung; jeweils ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung, die Richtungsfahrbahn Lüneburg und die beiden südlichen Ohren sind gesperrt. Der Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen auf der Richtungsfahrbahn Hamburg geführt.
BA 3 Teilerneuerung und Ertüchtigung des nördlichen Überbaus
12. Juli bis Mitte November 2018
2+0-Verkehrsführung; jeweils ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung, die Richtungsfahrbahn Hamburg und die beiden nördlichen Ohren sind gesperrt. Der Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen auf der Richtungsfahrbahn Lüneburg geführt.
BA 4 Rückbau Mittelstreifenüberfahrten
ab 12. November 2018

1+1-Verkehrsführung; jeweils ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung, der Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen auf dem Hauptfahrstreifen geführt

Bauphasen auf der A 1 Verkehrsführung auf der A 1
BP 1 Einbau der Traggerüste
26. Februar bis 19. März 2018
Wechselnde Baustellen kürzerer Dauer auf der A 1, je Richtungsfahrbahn Sperrung einzelner Fahrstreifen. Die Durchführung erfolgt nachts ca. zwischen 20 Uhr und 5 Uhr.
BP 2 Ertüchtigung der Mittelpfeiler
Mai 2018
Geschwindigkeitsreduzierungen und geringere Fahrspurbreiten auf beiden Richtungsfahrbahnen der A 1
BP 2a Ertüchtigung der Mittelpfeiler
Anfang Juli 2018
Voraussichtlich bis zum 12.06. zusätzliche Sperrung des nordwestlichen Ohrs
BP 3 Lagertausch Widerlager West
Juni 2018
Sperrung einer Fahrspur des östlichen Parallelfahrstreifens
BP 4 Lagertausch Widerlager Ost
Juli 2018
Sperrung einer Fahrspur des westlichen Parallelfahrstreifens
BP 5 Lagertausch des nördlichen Überbaus
Ende September 2018
Geschwindigkeitsreduzierungen und geringere Fahrspurbreiten auf beiden Richtungsfahrbahnen der A 1
BP 6

Rückbau der Traggerüste Kappen
bis Mitte November 2018

wechselnde Tagesbaustellen auf der A 1, je Richtungsfahrbahn Sperrung einer Fahrspur

Untersicht der Tragkonstruktion des Überbaus des ersten Brückenfeldes  
Untersicht der Tragkonstruktion des Überbaus des ersten Brückenfeldes. Sichtbar sind bereits vorhandene Beulsteifen in den Trägern sowie die Kammerwand an der Mauer.

Technische Daten

Bauwerk 431
Baujahr 1966
Art Zweifeldträgerbrücke
Konstruktion Stahlverbundbrücke
Länge je Feld 32 m, gesamt 64 m
Breite 16,5 m
Querschnittshöhe 1,69 m (konstant)
Bundesautobahn 1/ Bundesautobahn 39
Sichtbare Schäden an den Schutz- und Leiteinrichtungen und deren Stahl- und Betonbauteilen  

Sichtbare Schäden an den Schutz- und Leiteinrichtungen und deren Stahl- und Betonbauteilen.

Korrosionsschäden an den Pfosten der Schutz- und Leiteinrichtungen  

Korrosionsschäden an den Pfosten der Schutz- und Leiteinrichtungen.

Aktueller Umleitungsplan  

Aktueller Umleitungsplan

Artikel-Informationen

19.11.2018

Ansprechpartner/in:
Gisela Schütt

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Verden
Geschäftsbereichsleiterin
Bgm.-Münchmeyer-Straße 10
27283 Verden
Tel: (04231) 9239-174
Fax: (04231) 9239-55-100

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