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B 4: Prüffeld für Fahrbahn-Markierungen

Streckenabschnitt zwischen Bad Harzburg und Torfhaus soll Aufschluss über Haltbarkeit geben


Im Zuge der Bundesstraße 4 wurde zwischen Bad Harzburg und Torfhaus (Landkreis Goslar) in der Höhe der so genannten Bastesiedlung erstmalig im August und September 2006 ein Straßenprüffeld für Fahrbahnmarkierungsmaterialien angelegt. Hier werden verschiedene Fahrbahnmarkierungssysteme auf der B 4 unterhalb des Torfhauses in einem über mehrere Jahre angelegten Versuch auf ihre Winterdiensttauglichkeit getestet.

Das Prüffeldprojekt wird in Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Studiengesellschaft für Straßenmarkierungen (DSGS) mit Geschäftssitz in Bad Sachsa, der in Bergisch-Gladbach ansässigen Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Goslar, durchgeführt.

Die rund 400 m lange Prüfstrecke wurde auf der rechten Fahrspur der B 4 von Bad Harzburg kommend in Richtung Torfhaus angelegt. Die zu prüfenden Markierungssysteme wurden in Längsstreifen von je 2 m Länge über die gesamte Breite der Fahrspur - ähnlich einem Fußgängerüberweg - auf die Fahrbahnoberfläche appliziert.

Von 2006 bis 2011 wurden auf der B 4 zwischen Bad Harzburg und Torfhaus insgesamt 100 verschiedene Fahrbahnmarkierungssysteme unter kontrollierten Bedingungen aufgebracht. Sie werden dort über mehrere Jahre insbesondere auf ihre Schneepflugtauglichkeit getestet. Neben den deutschen Herstellern sind auch Firmen aus England, der Schweiz, Dänemark, Frankreich, Österreich, den Niederlanden und Schweden daran beteiligt.

Das Prüffeld wurde im August und September 2006 auf der B 4 angelegt  
Das Prüffeld wurde im August und September 2006 auf der B 4 angelegt.
Winter 2006/ 2007: das Prüffeld im ersten Härtetest  
Winter 2006/ 2007: das Prüffeld im ersten Härtetest.

Neu entwickelte Markierungsmaterialien und -systeme werden seit rund 25 Jahren in Deutschland ausschließlich auf einem Verschleißsimulator der BASt in Zusammenarbeit mit der DSGS getestet. Bei dieser Laborprüfung ist es jedoch nicht möglich, die Einwirkung von u. a. Schneepflügen auf die Markierungssysteme zu überprüfen. Fahrbahnmarkierungen der neuen Generation (Typ II) sind auch bei der Dunkelheit und nasser Fahrbahnoberfläche gut sichtbar. Aufgrund ihrer erhabenen Strukturen sind sie jedoch besonders anfällig gegenüber den Stahlschürfleisten der Schneepflüge. Da in der Praxis mehr und mehr festgestellt wird, dass Fahrbahnmarkierungen von diesen Schürfleisten zerstört bzw. in ihrer Nachtreflexionseigenschaft deutlich herabgesetzt werden, sollen nunmehr in dem Feldversuch, die Systeme herausgefunden werden, die eine größtmögliche Resistenz gegenüber dem Schneepflugeinsatz aufweisen.

Darüber hinaus erhoffen sich die beteiligten Herstellerfirmen neue Erkenntnisse für die weitere Entwicklung gut sichtbarer Fahrbahnmarkierungen.

Die Ergebnisse der Prüfungen der letzten Jahre sind auf den Seiten der DSGS erhältlich.

Hinweis auf das Prüffeld an der B 4

Hinweis auf das Prüffeld an der B 4

Artikel-Informationen

25.10.2017

Ansprechpartner/in:
Uwe Becker

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Goslar
Am Stollen 16
38640 Goslar
Tel: (05321) 311-125
Fax: (05321) 311-199

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