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Die Betriebs- und Tunnelzentrale

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebs- und Tunnelzentrale in Hannover sind rund um die Uhr - auch an Wochenenden und Feiertagen - für Sie im Einsatz, wenn es um die Aufgaben Verkehrssicherheit, Verkehrsinformation, Betriebsmanagement und Tunnelüberwachung insbesondere auf den Bundesautobahnen in ganz Niedersachsen geht.

Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Verkehrstelematik zu. Hiermit kann nicht nur die Kapazität des vorhandenen Verkehrsraumes erhöht werden (z. B. Seitenstreifenfreigaben), sondern auch Staus und Unfälle ganz vermieden oder deren nachteiligen Auswirkungen erheblich abgemildert werden (z. B. Strecken- und Netzbeeinflussungsanlagen).

Abgeleitet aus dem gesetzlichen Auftrag der Straßenbauverwaltung, für Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs zu sorgen, wurde im Jahr 2000 zunächst die Betriebszentrale (BZ) Hannover gegründet.

Seit 2013 wird nun mit der weiterentwickelten Betriebs- und Tunnelzentrale (BTZ) ein komplexes Verkehrs-, Betriebs- und Tunnelmanagementsystem betrieben. Die BTZ ist eine Leitstelle mit einer Vielzahl an modernen Verkehrssteuerungs- und Überwachungssystemen. Diese Aufgaben werden in enger Zusammenarbeit mit der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen/ Region Hannover (VMZ), die zudem Landesmeldestelle für Verkehrswarnmeldungen ist, betrieben. Unsere Operatorinnen und Operatoren sorgen täglich 24 Stunden für eine möglichst reibungslose Verkehrsabwicklung. Sie stehen im ständigen Informationsaustausch mit der Polizei, den Straßen- und Autobahnmeistereien sowie mit den tätigen Baufirmen. Durch die Veranlassung von Gefahrenwarnungen und Baustelleninformationen an den verkehrstelematischen Anlagen leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich des operativen Straßenbetriebs. Die BTZ ist zudem außerhalb der regulären Arbeitszeit der Straßen- und Autobahnmeistereien Ansprechpartner im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht.


Tunnelüberwachung in der Leitstelle  
Tunnelüberwachung in der Leitstelle.

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld in der BTZ ist die Tunnelüberwachung in Niedersachsen. Derzeit sind sieben Tunnelbauwerke - Heidkopftunnel (A 38), Wesertunnel (B 437), Bovender Tunnel (B 3), Butterbergtunnel (B 241), Tunnel Dissen (A 33) sowie die Galerien Heidberg und Lindenberg (A 39) - an die Leitstelle angeschlossen. Die Tunnelanlagen werden über ein Prozessleitsystem überwacht und gesteuert. Es können damit einzelne Anlagenteile wie zum Beispiel Lüftung, Beleuchtung, Lichtsignalanlagen, Kameras und Pumpen einzeln per Mausklick aus der Leitstelle bedient werden. Zudem steht der Leitstelle ein Videoüberwachungssystem zur Verfügung. Fluchttüren und Feuerlöscher sind ebenfalls in die Überwachung einbezogen. Notrufe von den Notrufsäulen im Bereich der Tunnel werden direkt in die Leitstelle geschaltet und von den Operatorinnen und Operatoren bearbeitet. Die Alarmierung der entsprechenden Einsatz- und Hilfskräfte erfolgt auf dem kürzesten und schnellsten Weg.

In der kalten Jahreszeit nimmt die Betriebs- und Tunnelzentrale zusätzlich die Aufgaben einer Winterdienst-Informationszentrale wahr. Dabei werden von den Operatorinnen und Operatoren mit Hilfe von SWIS (Straßenzustands- und Wetterinformationssystem), des Wetterradars und von Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes Wetterereignisse beobachtet und Wetterdaten ausgewertet. Die gewonnen Informationen über außergewöhnliche Wetterereignisse werden an die zuständigen Autobahn- und Straßenmeistereien weiter gegeben. Ein länderübergreifender Informationsaustausch findet mit der Winterdienstzentrale Hamm für Nordrhein-Westfalen statt.

Für die technischen Anlagen des Straßenbaulastträgers wie die Streckenbeeinflussungsanlagen A 2 und A 7 (SBA), die Glättemeldeanlagen (GMA), Videotechnik, Notrufsäulen, Pumpstationen, Lichtsignalanlagen in der Region Hannover, die temporäre Seitenstreifenfreigabe auf der A 7 (TSF), dynamischer Wegweiser mit integrierten Stauinformationen (dWiSta) ist die Betriebs- und Tunnelzentrale die zuständige Meldezentrale bei Störungen. Von hier aus erfolgt die Weitergabe der Informationen an die zuständigen Fernmeldemeistereien.


Schneller Informationsaustausch der zuständigen Stellen  
Schneller Informationsaustausch der zuständigen Stellen.

Für das operative Verkehrsmanagement stehen der Betriebs- und Tunnelzentrale u. a.

  • die temporäre Seitenstreifenmitbenutzung als zusätzlichen Fahrstreifen auf der A7 von dem Autobahndreieck Walsrode bis zur Anschlussstelle Soltau-Ost auf ca. 31 Kilometern,
  • die Streckenbeeinflussungsanlage auf der Ost-West-Achse A 2 von Sachsen-Anhalt bis Nordrhein-Westfalen mit einer Gesamtlänge von ca. 155 Kilometern,
  • die Streckenbeeinflussungsanlage A 7 im Großraum Hannover zwischen dem Autobahndreieck Hannover-Nord und dem Dreieck Hannover-Süd mit einer Streckenlänge von ca. 39 km,
  • das Verkehrsleitsystem Messeschnellweg,
  • die Netzbeeinflussungsanlage zur Umleitung und Information von Verkehrsströmen für den Großraum Hannover,
  • Stauwarnanlagen in Baustellen längerer Dauer, in denen es immer wieder zu Staus und hieraus resultierenden Auffahrunfällen kommt,
  • sowie eine Vielzahl an Verkehrskameras

zur Verfügung.

In enger Zusammenarbeit mit der VMZ werden bei Störfällen geeignete Steuerungs- und Beeinflussungsmaßnahmen umgesetzt. Hierfür werden - zugeschnitten auf die jeweilige Situation - alle vorhandenen verkehrstelematischen Systeme eingesetzt. Die Verkehrsmanagementzentrale stellt zudem als Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst aktuelle und verlässliche Verkehrsinformationen für den Verkehrsteilnehmer zur Verfügung und gibt diese an die Radiosender und Navigationsgeräte weiter. Diese Aufgabe wird in den Nachtstunden und an den Wochenenden und Feiertagen zusätzlich von den Operatorinnen und Operatoren der Betriebs- und Tunnelzentrale übernommen.

Operatoren sorgen in der BTZ für eine möglichst reibungslose Verkehrsabwicklung  

Operatoren sorgen in der BTZ für eine möglichst reibungslose Verkehrsabwicklung.

Artikel-Informationen

18.07.2017

Ansprechpartner/in:
Joachim Ernst

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereichsleiter 4 (Mobilitätsmanagement)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2214
Fax: (0511) 3034-2099

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