B 3: Südschnellweg-Brücke über die Hildesheimer Straße in Hannover | Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
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B 3: Südschnellweg-Brücke über die Hildesheimer Straße in Hannover

Verkehr wird bis auf Weiteres einstreifig geführt – Bauliche Verstärkungsmaßnahmen nahezu abgeschlossen


Auf der Brücke des Südschnellwegs über die Hildesheimer Straße kann der Verkehr bis auf Weiteres nur einstreifig je Richtung fließen  
Auf der Brücke des Südschnellwegs über die Hildesheimer Straße kann der Verkehr bis auf Weiteres nur einstreifig je Richtung fließen.

Die Brücke im Zuge des Südschnellweges über die Hildesheimer Straße ist aufgrund der Ergebnisse der statischen Nachrechnung seit Juli 2012 für genehmigungspflichtige Schwertransporte gesperrt. Seit Anfang Juni 2013 wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen einstreifig geführt.

Die altersbedingten Schäden an der Brücke des Südschnellwegs (B 3) über die Hildesheimer Straße (L 393) schreiten voran. Daher mussten weitere Maßnahmen zur Entlastung des Bauwerks getroffen werden. Zur Gewährleitung der Tragfähigkeit und sicheren Nutzung währenddes Planungs- und Bauzeitraumes bis zur Inbetriebnahme des Ersatzneubaus musste die Brücke verstärkt werden.

Die Verstärkung der bestehenden Brücke erfolgte durch eine sogenannte externe Vorspannung. Hierzu wurden in Abständen mehrere Konsolen (Betonblöcke) am Brückenüberbau befestigt, die als Führung für die Längsspannglieder dienen (vgl. Grafik). Die Fertigstellung ist (bis auf geringe Restarbeiten) im Sommer 2017 erfolgt; die Kosten belaufen sich nach anfänglich geringeren Schätzungen aufgrund der aufwendigen Vorgehensweise nunmehr auf rund fünf Millionen Euro.

Beispielhafte Darstellung der Verstärkung im Brücken-Querschnitt  
Beispielhafte Darstellung der Verstärkung im Brücken-Querschnitt: Grün die anzubringenden Konsolen (Betonblöcke) als Führung der Längsspannglieder (kreisförmig) für die externe Vorspannung.

Zunächst war davon ausgegangen worden, dass die Brücke nach baulicher Verstärkung bis zur Errichtung eines Neubaus wieder zweistreifig je Fahrtrichtung freigegeben werden kann. Umfangreiche statische Untersuchungen und bautechnische Überlegungen lassen jedoch bis dahin nur die Nutzung mit einer einstreifigen Verkehrsführung je Fahrtrichtung zu.

Die befürchteten großräumigen Verkehrsbehinderungen sind bisher ausgeblieben. Die Verengung auf einen Fahrstreifen je Fahrtrichtung ist deshalb unter verkehrlichen Aspekten weiterhin vertretbar. Im Bereich der Brücke ist der linke Fahrstreifen ohnehin nur zwei Meter breit, so dass es hier außerhalb der Hauptverkehrszeiten kaum zu Überholvorgängen kommt.

Als Alternative zur jetzigen Lösung war geprüft worden, die Brücke komplett für den Schwerlastverkehr zu sperren, um den PKW-Verkehr weiterhin zweistreifig je Richtung fließen zu lassen. Dabei müssten jedoch Lastkraftwagen über die Kreuzung mit der Hildesheimer Straße (L 393) unterhalb des Schnellweges geführt werden; dies hätte einen nicht vertretbaren Rückstau zur Folge. Den Südschnellweg nutzen täglich rund 48.000 Fahrzeuge bei einem Schwerverkehrsanteil von etwa sechs Prozent.

Die Neuplanung des Knotenpunkbereichs Hildesheimer Straße ist eingebettet in das Gesamtkonzept Ausbau des Südschnellwegs. Aufgrund der komplexen Verkehrssituation und der besonderen baulichen Situation fand hierfür ein Ideenwettbewerb statt.


Bauwerk 6367, Brücke über die Hildesheimer Straße (Bestand)
Gesamtlänge 484 m
Breite 13,80 m
Art Hohlkastenbrücke
Felder (Raum zwischen zwei Pfeilern oder den Widerlagern) 16
Baujahr 1960

Bundesstraße 3
Quelle: www.bkg.bund.de  

Lage der Brücke.

Räumliche Enge: die Brücke des Südschnellweges (B 3) mit der parallel verlaufenden Willmerstraße  

Räumliche Enge: die Brücke des Südschnellweges (B 3) mit der parallel verlaufenden Willmerstraße.

Artikel-Informationen

22.11.2017

Ansprechpartner/in:
Friedhelm Fischer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Hannover
Geschäftsbereichsleiter
Dorfstraße 17-19
30519 Hannover
Tel: (0511) 39936-222
Fax: (0511) 39936-299

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