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Abschnitt Mitte

Bundesstraße 3: Ortsumgehung Celle


Kartengrundlage: www.lgn.niedersachsen.de  
Verlauf der Trasse im Abschnitt Mitte (Download als PDF rechts).
Der 3. Bauabschnitt (Abschnitt Mitte mit Unterbrechung der K 74) führt in nördliche Richtung bis zur B 191 und erhält einen planfreien Anschluss. Dieser Streckenabschnitt quert die Aller mit ihrem Niederungsbereich und hat eine Länge von 5,2 km.

Planungsablauf/ Planungsstand

  • 31.01.2000: Entwurfsauftrag für den vorliegenden Abschnitt wurde dem Geschäftsbereich Verden der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erteilt.
  • 07.10.2003: Informations- und Abstimmungstermin mit den Trägern öffentlicher Belange, den anerkannten Verbänden und den Leitungsträgern. Bildung eines Arbeitskreises.
  • 03.12.2003: 1. Arbeitskreissitzung.
  • 13.03.2006: 2. Arbeitskreissitzung.
  • 07.06.2007: Vorlage des Vorentwurfs.
  • 26.10.2007: Vorentwurf vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung genehmigt.
  • 06.03.2008: Einleitung des Planfeststellungsverfahrens. Im Zuge des Verfahrens wurde eine Planänderung nötig. Die entsprechenden Unterlagen finden Sie hier.
  • 08. und 09.04.2010: Erörterungstermin.
  • 26.11.2010: Anordnung des Unternehmensflurbereinigungsverfahrens.
  • 30.11.2011: Planfeststellungsbeschluss ergangen.
  • Februar 2012: Beschluss wird beklagt, verschiedene Klagen beim OVG eingereicht.
  • 27.09.2012: Das OVG erklärt den Beschluss mit Ausnahme der Umsetzung von drei CEF-Maßnahmen für vorläufig nicht vollziehbar.
  • Aufgrund der Hinweise in diesem Beschluss wurden ergänzende Untersuchungen durchgeführt und Unterlagen erarbeitet. Mit diesen Ergebnissen wurde ein Planänderungs- und -ergänzungsverfahren unter Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der in Niedersachsen anerkannten Verbände durchgeführt. (siehe auch Pressemitteilung vom 22.05.2014). Der Änderungsplanfeststellungsbeschluss erging am 02.02.2015. Die entsprechenden Unterlagen finden Sie hier.
  • 22.04.2016: Das OVG stellt die Rechtswidrigkeit und Nichtvollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses fest, da durch das Vorhaben das Tötungsrisiko für dort vorkommende Fledermausarten durch Kollisionen mit dem Straßenverkehr signifikant erhöht sein könnte. Im Übrigen wird der Beschluss vom Gericht rechtlich nicht beanstandet. Der Vorhabenträger arbeitet daran, die Vorgaben des OVG zum Fledermausschutz abzuarbeiten.

Verlauf des Bauabschnitts

Der Bauabschnitt beginnt mit einem höhenungleichen Knotenpunkt an der B 214, führt weiter in nordöstliche Richtung, überquert die Kreisstraße 74, verläuft weiter zwischen Celle und Altencelle und überspannt das Niederungsgebiet der Aller mit einem 435 m langen Brückenbauwerk. Im weiteren Verlauf wird die Wittinger Straße (Landesstraße 282) von Osten kommend mit der Umgehungsstraße verknüpft. Eine Weiterführung der L 282 in die Stadt ist nicht mehr vorgesehen. Die Ortsumgehung wird zwischen Celle und Altenhagen geführt; etwa ab dem Berkefeldweg schneidet die Trasse in das Gelände ein, damit die Bundesstraße 191 unterquert werden kann.

Straßenquerschnitt

Als Straßenquerschnitt ist wegen der hohen Verkehrsbelastung in der Prognose 2020 von 28.000 Kfz/ Tag ab der B 214 ein zweibahniger, vierstreifiger Querschnitt bis zur L 282 vorgesehen. Im weiteren Verlauf bis zur B 191 ist durch die geringere Verkehrsbelastung ein dreistreifiger Querschnitt (2+1) ausreichend.

Kreuzende Wege

  • Am Beginn der Baustrecke wird die B 3 über die B 214 geführt. Der Knotenpunkt ist für alle Verkehrsbeziehungen geplant.
  • Die B 3 wird über die K 74 geführt.
  • Der Apfelweg wird über die B 3 hinweggeführt.
  • Die L 282 wird durch die B 3 unterbrochen. In vorhandener Linie wird eine Radwegunterführung hergestellt.
  • Der Berkefeldweg wird unterbrochen und in veränderter Linienführung wieder hergestellt.

Schalltechnische Untersuchung

Auf Basis des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der 16. Rechtsverordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verkehrslärmschutzverordnung, 16. BImSchV) wurde eine schalltechnische Berechnung mit der Verkehrsprognose 2020 durchgeführt.

Durch die geplanten aktiven Lärmschutzmaßnahmen (Wälle oder Wände) werden nur an wenigen Gebäuden die zulässigen Grenzwerte überschritten. Sofern erforderlich, sind in diesen Fällen passive Lärmschutzmaßnahmen in Form vom Schallschutzfenstern vorgesehen. Die Berechnung erfolgte nach der Richtlinie für den Lärmschutz an Straßen Ausgabe 1990 (RLS -90).

Luftschadstofftechnische Untersuchung

Auf Basis des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der 22. Rechtsverordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes wurde eine luftschadstofftechnische Untersuchung (22. BImSchV) mit der Verkehrsprognose 2020 durchgeführt.

Für die Berechnung wurde das Berechnungsverfahren PROKAS verwandt. Die prognostizierten Luftschadstoffkonzentrationen führen in den betrachteten Untersuchungsfällen nicht zu Konflikten mit den geltenden Grenzwerten der 22. BImSchV.

Landespflegerische Maßnahmen

Für die Schutzgüter Pflanzen, Tiere, Boden, Wasser und Landschaftsbild, die Gegenstand der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung sind, werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erforderlich. Nach Waldrecht bedarf es der Durchführung von Ersatzaufforstungen. Beeinträchtigungen europarechtlich geschützter Arten lassen sich durch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen vermeiden. Erhebliche Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des FFH -Gebietes liegen nicht vor, sodass kohärenzsichernde Maßnahmen nicht notwendig sind.

Grunderwerb/ Flurbereinigung

Für die Umsetzung der Baumaßnahme ist für den Straßen- und Wegebau ein Flächenerwerb von rund 36 ha erforderlich. Die nach dem landschaftspflegerischen Begleitplan erforderlichen Kompensationsmaßnahmen werden auf einer Fläche von rund 26 ha durchgeführt. Dazu kommen noch Flächen, die in ihrer Nutzung zu beschränken sind.

Kosten

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich nach einer Kostenberechnung auf rund 58 Millionen Euro. In diesem Betrag sind Kosten für Bau, Grunderwerb und Kompensationsmaßnahmen enthalten. Kostenträger der Maßnahme ist die Bundesrepublik Deutschland.

Bundesstraße 3
Planung Abschnitt Mitte

 Übersichtskarte
(PDF, 0,27 MB)

Artikel-Informationen

12.05.2017

Ansprechpartner/in:
Gisela Schütt

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Verden
Geschäftsbereichsleiterin
Bgm.-Münchmeyer-Straße 10
27283 Verden
Tel: (04231) 9239-174
Fax: (04231) 9239-55-100

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