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A 293: Ersatzneubau der Brücke über die Alexanderstraße (L 824) in Oldenburg

Bauzeit etwa zwei Jahre – Bauarbeiten seit Februar 2017


Abgefräste Deckschicht im Bereich der Brückenvorfelder der A 293; Foto vom 1. Dezember 2017  
Abgefräste Deckschicht im Bereich der Brückenvorfelder der A 293; Foto vom 1. Dezember 2017.

Im Zuge der Autobahn 293 (Westumgehung Oldenburg) muss das Brückenbauwerk OL2 über die Alexanderstraße (Anschlussstelle Oldenburg-Bürgerfelde) abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Hintergrund ist die statische Nachrechnung des 1970 errichteten Bauwerks aufgrund der Nachrechenrichtlinie des Bundes im Jahr 2012. Diese führte zu dem Ergebnis, dass die bisherige Brücke dauerhaft dem steigenden Güter- und Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht wird und neu gebaut werden muss.

Lage und verkehrliche Bedeutung

Das 69 Meter lange Brückenbauwerk über die Alexanderstraße ist Teil des Autobahnrings um die Stadt Oldenburg. Für den Fernverkehr stellt der Autobahnring durch die Zusammenführung der Bundesautobahnen A 28 zwischen Delmenhorst im Osten und Leer im Westen sowie der A 29 zwischen Ahlhorn im Süden und Wilhelmshaven im Norden ein wesentliches Drehkreuz für das nordwestliche Niedersachsen dar.

Die unterführte Landesstraße 824 (Alexanderstraße) verbindet die Gemeinde Wiefelstede (Ammerland) mit der Stadt Oldenburg und seinen Stadteilen Alexandersfeld und Bürgerfelde. Wesentliche infrastrukturelle Bedeutung genießt die Alexanderstraße aufgrund der Verbindung der nordwestlichen Stadtteile mit dem Stadtzentrum, dem öffentlichen Personennahverkehr und letztlich auch zur Sicherstellung der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser.

Verkehrsführung auf der A 293 im 1. Bauabschnitt (Prinzipskizze)  
Verkehrsführung auf der A 293 im 1. Bauabschnitt (Prinzipskizze).
Verkehrsführung auf der A 293 im 2. Bauabschnitt (Prinzipskizze)  
Verkehrsführung auf der A 293 im 2. Bauabschnitt (Prinzipskizze).

Bauausführung

Die Bauarbeiten haben im Februar 2017 begonnen und werden in zwei Bauabschnitten bei grundsätzlicher Aufrechterhaltung aller Verkehrsbeziehungen ausgeführt. Der Verkehr im Zuge der A 293 wird während der planmäßigen Bauzeit von circa zwei Jahren auf einen Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn reduziert und im Gegenverkehr auf dem noch bestehenden bzw. dem neuen Teilbauwerk geführt (sogenannte 2+0-Verkehrsführung). Der Verkehr auf der unterführten Alexanderstraße soll grundsätzlich auf vier verengten Spuren einschließlich Geh- und Radwegen aufrecht erhalten werden; mit zeitweisen Vollsperrungen ist zu rechnen. Die Bauabschnitte sind wie folgt vorgesehen:

1. Bauabschnitt, Februar - Dezember 2017
  • temporärer Umbau der Verkehrsinseln und Lichtsignalanlagen,
  • Einrichtung der Verkehrsführung im Zuge der Alexanderstraße,
  • Abbruch und Neubau des Teilbauwerkes Süd.
2. Bauabschnitt, Februar - Dezember 2018
  • Abbruch und Neubau des Teilbauwerkes Nord,
  • Wiederherstellung der Verkehrsinseln und Lichtsignalanlagen für den Endzustand,
  • abschnittweise Erneuerung der Auf- und Abfahrtsrampen.

Das alte südliche Brücken-Teilbauwerk wurde im März 2017 abgebrochen. Zum Baufortschritt des Neubaus beachten Sie bitte unsere Presseinformationen rechts.

Im Bereich der beidseitig angelegten Steilböschungen werden die Übergangselemete der Lärmschutzwand aus Mauerwerk hergestellt; Foto vom 4. Dezember 2017  
Im Bereich der beidseitig angelegten Steilböschungen werden die Übergangselemete der Lärmschutzwand aus Mauerwerk hergestellt; Foto vom 4. Dezember 2017.

Aktuelle Arbeiten

Im Dezember 2017 laufen die letzten erforderlichen Arbeiten für die planmäßige Verkehrsfreigabe des ersten Bauabschnittes zum Ende des Monats auf Hochtouren.

Die Deckschicht im Bereich der Brückenvorfelder der A 293 wird derzeit abgefräst. Pflaster- und Entwässerungsarbeiten erfolgen parallel. Zum Abschluss wird eine neue Deckschicht aus Asphalt im abgesperrten Streckenabschnitt aufgebracht, ferner werden die Fahrbahn markiert sowie die Seitenräume mit einer neuen Schutzeinrichtungen versehen.

Im Bereich der beidseitig angelegten Steilböschungen werden die Übergangselemete der Lärmschutzwand aus Mauerwerk hergestellt. Diese bilden eine optische Abgrenzung zwischen der vorhandenen Lärmschutzwand im Streckenabschnitt der A 293 und der neuen Lärmschutzwandgestaltung auf dem Bauwerk.

Der Verkehr der Richtungsfahrbahn Wilhelmshaven kann das neue Bauwerk voraussichtlich ab Ende der 51. Kalenderwoche 2017 auf einem Fahrstreifen befahren. Witterungsbedinge Verzögerungen sind jedoch möglich.

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