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Sechsstreifiger Ausbau der A 1 zwischen Dreieck Ahlhorner Heide und Kreuz Lotte/ Osnabrück

Die Autobahn 1, die so genannte "Hansalinie", führt von Oldenburg/ Holstein bis nach Saarbrücken und dient der Anbindung des Ruhrgebietes an die norddeutschen Seehäfen Bremen, Hamburg und Lübeck sowie zur Abwicklung des touristischen Verkehrs zur Nord- und Ostsee.

Die A 1 weist im benannten Bereich eine durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge (DTV) von bis zu 68.000 Kfz/ 24 h auf. Der Lkw-Anteil liegt tagsüber bei 19 bis 20 Prozent, nachts bei 48 bis 50 Prozent. Aufgrund dieser hohen Verkehrsmengen gab es bereits im Jahre 1990 Planungen, den Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck (AD) Ahlhorner Heide und dem Autobahnbahnkreuz (AK) Lotte/ Osnabrück sechsstreifig auszubauen. Ein Ausbau wurde in den Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen insbesondere im Hinblick auf die Verkehrsprognosen aufgenommen. Danach werden bis 2015 in einigen Teilabschnitten DTV-Werte von bis zu 82.300 Kfz/ 24 h erwartet.

Gesamtbaumaßnahme

Die Baumaßnahme ist aufgeteilt in sechs Bauabschnitte in der Zuständigkeit des regionalen Geschäftsbereichs Osnabrück (A 1.1 bis A 1.6) und einen Abschnitt (A 1.0) in der Zuständigkeit des regionalen Geschäftsbereichs Oldenburg.

Die bisherige Querschnittsbreite der A 1 bei vier Fahrstreifen beträgt einschließlich der Bankette und des Mittelstreifens 30 m. Der Ausbau wird mit dem Regelquerschnitt RQ 35,5 ausgeführt, d. h. mit einer Fahrstreifenbreite von 3,75 m (Hauptfahrstreifen) bzw. 3,50 m (1. und 2. Überholfahrstreifen) sowie einem 2,50 m breiten Seitenstreifen.

Der sechsstreifige Ausbau der Autobahn 1 beinhaltet neben der Fahrbahnverbreiterung diverse Änderungen bzw. Ergänzungen der Entwässerungsanlagen sowie umfangreiche Vorkehrungen für den aktiven Lärmschutz zugunsten der Wohnbebauung.



Stand der Bauarbeiten


Abschnitt Strecke Länge
A 1.0 Östlich AD Ahlhorner Heide bis AS Cloppenburg 7,8 km
A 1.1 AS Cloppenburg bis AS Vechta 9,0 km
A 1.2 AS Vechta bis AS Lohne/ Dinklage 9,3 km
A 1.3 AS Lohne/ Dinklage bis AS Neuenkirchen-Vörden* 19,3 km
A 1.4 AS Neuenkirchen-Vörden bis AS Bramsche* 9,9 km
A 1.5 AS Bramsche bis AS Osnabrück-Nord 8,6 km
A 1.6 AS Osnabrück-Nord bis AK Lotte/ Osnabrück. 10,3 km
grün = sechsstreifig unter Verkehr; orange = Planfeststellungsbeschluss ergangen und *unanfechtbar

Für den Abschnitt zwischen dem AD Ahlhorner Heide und der AS Cloppenburg (A 1.0) ist der Planfeststellungsbeschluss vom November 1999 seit Februar 2005 unanfechtbar. In diesem Bereich wird der heute bestehende überbreite Seitenstreifen künftiger Hauptfahrstreifen. Insofern bedarf es hier für den sechsstreifigen Ausbau lediglich noch des Anbaus der Seitenstreifen. Im Jahr 2009 erfolgte der Anbau des Seitenstreifens entlang der Richtungsfahrbahn Osnabrück einschließlich notwendiger Lärmschutz- und Entwässerungsanlagen. 2012 wurde die Richtungsfahrbahn Bremen entsprechend ausgebaut.

Für den Abschnitt A 1.1 ist der Planfeststellungsbeschluss vom November 1999 seit Februar 2005 unanfechtbar. Der Baubeginn erfolgte im April 2010. Auch hier wurden bereits der Seitenstreifen der Richtungsfahrbahn Osnabrück angebaut und die erforderlichen Lärmschutz- und Entwässerungsanlagen errichtet. 2012 wurde die Richtungsfahrbahn Bremen ausgebaut.

Für die Abschnitte A 1.0 und A 1.1 mit einer Gesamtlänge von rund 17 km fand die feierliche Verkehrsfreigabe am 7. Dezember 2012 statt. Die Gesamtkosten für diese beiden Abschnitte belaufen sich auf rund 41,5 Millionen Euro.

Im Abschnitt A 1.2 wurde die Richtungsfahrbahn Bremen im Jahre 2008 ausgebaut, die Richtungsfahrbahn Osnabrück folgte 2009. Damit ist in diesem Abschnitt der sechsstreifige Ausbau der Fahrbahn abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Fahrbahnverbreiterung wurde zudem in beiden Fahrtrichtungen der Rastplatz "Bakumer Wiesen" erweitert und mit WC-Anlagen ausgestattet. Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt betrugen rund 43,6 Millionen Euro.

Für die mittleren Abschnitte A 1.3 und A 1.4 wurde im August 2006 der Planungsauftrag erteilt. Für den Abschnitt A 1.3 wurde am 31. Oktober 2011 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet; der Planfeststellungsbeschluss erging am 30. März 2015 und ist seit 19. November 2015 unanfechtbar. Für den Abschnitt 1.4 wurde das Planfeststellungsverfahren am 29. April 2013 eingeleitet; der Planfeststellungsbeschluss erging am 28. Dezember 2016 und ist seit 15. März 2017 unanfechtbar.

Im Abschnitt zwischen der AS Bramsche und der AS Osnabrück-Nord (A 1.5) wurden von 2007 bis Mitte 2009 zwei Brückenbauwerke neu errichtet. Ende April 2009 begannen in diesem Abschnitt die Bautätigkeiten im Rahmen eines Pilotprojektes mit verkürzten Bauzeiten, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie einem 24-Stunden-Betrieb der Baustelle. Dafür wurde auch für die Dauer der Bautätigkeit eine danach wieder entfernte Streckenbeleuchtung installiert. Der fertig ausgebaute Abschnitt A 1.5 wurde am 29. September 2010 für den Verkehr freigegeben. Die Baukosten beliefen sich auf rund 68 Millionen Euro.

Der Ausbau zwischen der Anschlussstelle Osnabrück-Nord und dem Kreuz Lotte/ Osnabrück (A 1.6) begann 2004 und wurde im Sommer 2007 abgeschlossen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 69 Millionen Euro, wobei sich die Höhe der Kosten durch zahlreiche Brückenbauwerke, umfangreiche Lärmschutzeinrichtungen und die Anlage des Rastplatzes "Hasetal" begründet.

Bundesautobahn 1
Sechsstreifiger Ausbau der Autobahn 1: die Bauabschnitte  

Sechsstreifiger Ausbau der Autobahn 1: die Bauabschnitte.

Artikel-Informationen

18.05.2017

Ansprechpartner/in:
Cord Lüesse

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Osnabrück
Geschäftsbereichsleiter
Mercatorstraße 11
49080 Osnabrück
Tel: (0541) 503-781
Fax: (0541) 503-777

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