Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr klar

Planung und Bau der Autobahn 26 zwischen Drochtersen und dem Anschluss an die A 7

Kartengrundlage: www.bkg.bund.de  
Die Autobahn 26 verbindet den Unterelberaum westlich von Hamburg mit der geplanten Küstenautobahn A 20.
Bildrechte: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (www.bkg.bund.de)

Die zurzeit bedeutendste Straßenverkehrsverbindung im Unterelberaum zwischen Hamburg und Cuxhaven ist die Bundesstraße 73. Für die Städte Stade und Buxtehude ist sie die wichtigste Verbindungsstraße nach Hamburg und stellt daneben die Verknüpfung mit dem Autobahnnetz im Süden Hamburgs (A 7, A 1 und A 39 [früher A 250]) her. Durch den Bau der Autobahn 26 soll die B 73, über die der heutige und künftige Verkehr nicht mehr mit der erforderlichen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit abgewickelt werden kann, als großräumige und regionale Straßenverbindung ersetzt werden.

Die künftige A 26 von Stade nach Hamburg wird im südwestlich der Elbe gelegenen Wirtschaftsraum mit dem Oberzentrum Hamburg eine wichtige Verkehrsfunktion übernehmen. Die A 26 ist von Drochtersen bis Hamburg (Anschluss an die A 7) in fünf Bauabschnitte aufgeteilt:


Abschnitt Länge
(1) von Stade bis östlich Horneburg (K 36) 11,2 km
(2) von östlich Horneburg bis östlich Buxtehude (K 40) * 9,15 km
(3) von östlich Buxtehude bis Neu Wulmstorf 4,1 km
(4) von Neu Wulmstorf bis zum Anschluss an die A 7 8,7 km
(5) von Drochtersen bis Stade 15,76 km
grün = unter Verkehr, rot = im Bau, * = Teilfreigabe, gelb = in der Planfeststellung

Der 1. Bauabschnitt von Stade bis östlich Horneburg wurde am 23. Oktober 2008 für den Verkehr freigegeben. Im 2. und 3. Abschnitt laufen die Bauarbeiten, wobei der Teilabschnitt 2a am 28. November 2014 zunächst in Fahrtrichtung Stade, am 17. Juli 2015 auch in Fahrtrichtung Hamburg für den Verkehr freigegeben wurde. Die Abschnitte 4 und 5 befinden sich in der Planfeststellung.

Beschreibung der derzeitigen Verkehrsverhältnisse

Die historisch gewachsene Straßenverbindung der B 73 von Hamburg nach Cuxhaven hat ihren Verlauf auf dem Geestrücken, der das Urstromtal der Elbe im Südwesten begrenzt. Sie verbindet die Städte und dörflichen Siedlungen entlang der B 73. Die wichtigsten Orte dieses Abschnittes sind die Städte Buxtehude und Stade, die inzwischen Gewerbe- und Industriestandorte mit bedeutender Wirtschaftskraft sind. Die B 73 muss aufgrund der beschriebenen Entwicklung den Fernverkehr aufnehmen und gleichzeitig in den Ortsdurchfahrten den Binnenverkehr abwickeln und die anliegenden Grundstücke erschließen.

Auf der freien Strecke werden von der Bundesstraße auch die land- und forstwirtschaftlichen Flächen erschlossen, sodass zusätzliche landwirtschaftliche Verkehre die Straße belasten und den Verkehrsfluss behindern. Für die Orte Stade, Horneburg und Buxtehude wurden Ortsumgehungen gebaut, die aber infolge der städtebaulichen Entwicklungen inzwischen wieder in großen Abschnitten innerhalb der Bebauung liegen.

Zwischen Landesgrenze Hamburg und Stade besteht der Querschnitt der B 73 bis auf die Ortsdurchfahrt Neu Wulmstorf aus einer einbahnigen, zweistreifigen Fahrbahn mit einem abgesetzten Radweg an der Nordseite. Die kreuzenden und einmündenden Straßen werden zum größten Teil in plangleichen Knoten mit der B 73 verknüpft. Lediglich in den Ortsdurchfahrten Buxtehude und Stade kreuzen einige Straßen planfrei. Alle wichtigen und hochbelasteten Knoten sind mit Lichtsignalanlagen zur Regelung des Verkehrs ausgestattet. In einigen Ortsdurchfahrten wurden bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsdämpfung (Einengungen/ Fahrbahnteiler) ausgeführt.

Annähernd parallel zur B 73 verläuft der Straßenzug der L 125/ L 140 von Dollern über Jork nach Hamburg-Neuenfelde. Eine weitere Straßenverbindung im Zuge der L 140/ K 39 am Elbufer führt von Stade nach Hamburg-Finkenwerder. Diese Ost-West-Verbindungen werden durch eine Reihe von in Nord-Süd-Richtung verlaufende Landes- und Kreisstraßen miteinander und mit der B 73 verbunden.

Die Verkehrsbelastung auf der B 73 setzt sich aus der Spitzenbelastung im Berufsverkehr, aus dem Wirtschaftsverkehr, aus dem landwirtschaftlichen Verkehr und an den Wochenenden bzw. zu bestimmten Jahreszeiten aus dem Erholungsverkehr zusammen. Der Berufsverkehr wird durch den Pendlerverkehr von und nach Hamburg geprägt. Infolge der Entwicklung der Industrie- und Gewerbegebiete in Stade und Buxtehude ist eine weitere Belastung hinzugekommen, die sich insbesondere in den Knoten auswirkt. Durch die wirtschaftliche Verflechtung der Zentren Stade, Buxtehude und Hamburg ist eine zunehmende ganztägige Belastung durch Lkw-Verkehr festzustellen. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge (DTV) auf der B 73 wurde 2005 in Stade mit 22.100 Kfz/ 24 h gemessen, in Horneburg mit 19.500 und in Buxtehude mit 29.000.

Die hohen Verkehrsbelastungen führen in den Ortsdurchfahrten zu unzumutbaren Beeinträchtigungen der dort ansässigen Bewohner. Die trennende Wirkung der B 73 behindert in erheblichem Maße die Entwicklung und Gestaltung der Orte. Die vom Kraftfahrzeugverkehr ausgehenden Lärm- und Schadstoffemissionen haben inzwischen ein Maß erreicht, dass die Wohnqualität erheblich vermindert. Diese Aussagen gelten, wenn auch nicht in solch starken Ausmaßen, ebenfalls für die L 140 und K 39. Hier wurde 2005 eine DTV von 10.700 bzw. 11.100 Kfz/ 24 h festgestellt.

Bundesautobahn 26
Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  

Die Autobahn 26: Übersichtskarte der Bauabschnitte.

Bildrechte: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (www.lgln.niedersachsen.de)
Weiterführender Link:

Artikel-Informationen

01.08.2016

Ansprechpartner/in:
Hans-Jürgen Haase

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Stade
Geschäftsbereichsleiter
Harsefelder Straße 2
21680 Stade
Tel: (04141) 601-356
Fax: (04141) 601-397

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln