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Nordumgehung Nordhorn im Zuge der Bundesstraßen 213 und 403

Erster Spatenstich am 5. Dezember 2014


Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de

Übersichtskarte der geplanten Nordumgehung Nordhorn (B 213/ B 403). Klicken Sie auf die Bauwerke in der Karte, um weitere Informationen zu erhalten. Bauwerk N1 Bauwerk N2 Bauwerk N3 Bauwerk N4 Bauwerk N5 Bauwerk N6 Bauwerk N7 Bauwerk N9 Bauwerk N1 Bauwerk N2 Bauwerk N3 Bauwerk N4 Bauwerk N5 Bauwerk N6 Bauwerk N7 Bauwerk N9

Der Neubau der Nordumgehung Nordhorn im Zuge der Bundessstraßen 403 und 213 einschließlich des Verbindungsstückes von der Ostumgehung (B 213) zur Nordumgehung als Querspange soll zur Verbesserung der verkehrlichen Anbindung der Niedergrafschaft und zur Entlastung des stark frequentierten innerstädtischen Ringes der Stadt Nordhorn führen. Darüber hinaus führt der Neubau ebenfalls zu einer Verbesserung der verkehrlichen Anbindung des grenzüberschreitenden Industrie- und Gewerbegebietes "Euro-Park" der Gemeinden Emlichheim und Coevorden (Niederlande).

Das für den Bau notwendige Planfeststellungsverfahren wurde am 22. Januar 2008 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 31. Mai 2011 und ist seit 29. Januar 2013 unanfechtbar.

Der feierliche erste Spatenstich durch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Staatssekretärin Daniela Behrens vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr fand am 5. Dezember 2014 statt.

Die Gesamtkosten sind mit 32,1 Millionen Euro veranschlagt. Kostenträger ist der Bund mit 30,2 Millionen Euro; die Stadt Nordhorn trägt die Mehrkosten für die Anschlussstelle „Querspange/ Döppersweg".

Beschreibung der Verkehrsverhältnisse und Notwendigkeit der Ortsumgehung

Die Stadt Nordhorn liegt im Schnittpunkt zweier überregionaler bedeutsamer Bundesstraßen: der B 213 Cloppenburg - Lingen - Nordhorn - Oldenzaal (NL) - Hengelo (NL) mit der überregionalen Verbindungsfunktion zwischen den Niederlanden und Skandinavien sowie der B 403 Coevorden (NL) - Neuenhaus - Nordhorn - Bad Bentheim - Ochtrup mit der überregionalen Verbindungsfunktion zwischen dem Ruhrgebiet, dem südlichen Emsland, der Niedergrafschaft und den Nordost-Niederlanden.

Die Bundesstraße 403 verläuft von Norden aus Richtung Neuenhaus kommend durch das nördliche Stadtgebiet Nordhorns (Neuenhauser Straße) bis an den innerstädtischen Ring (Altendorfer Ring/ Stadtring). Von Osten erreicht die Bundesstraße 213 von Lingen (Lingener Straße) kommend das Stadtgebiet. Über den Straßenzug Neuenhauser Straße/ Altendorfer Ring erfolgt die verkehrliche Anbindung der Niedergrafschaft an die West-Ost-Verbindung B 213 und A 30 sowie an die Nord-Süd-Verbindung A 31 (Emsland-Autobahn) durch das Stadtgebiet von Nordhorn.

Die vorhandene B 213 und die B 403 durchschneiden den Ortskern von Nordhorn und dienen hier auch noch als innerörtliche Hauptverkehrsstraßen zusätzlich dem Binnen-, Ziel- und Quellverkehr.

Durch den Neubau der Nordumgehung Nordhorn mitsamt der Querspange soll die Ortsdurchfahrt im Zuge von Neuenhauser Straße/ Altendorfer Ring und Lingener Straße vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Gleichzeitig sollen für die Ortslage Nordhorn durch die Herausnahme des Durchgangsverkehrs die Beeinträchtigungen durch Verkehrslärm, Abgase und die Trennwirkungen der jetzigen Bundesstraßen beseitigt und die Voraussetzungen für eine Verkehrsberuhigung und Wiedergewinnung der eigentlichen Ortsfunktion geschaffen werden.

Straßenbauliche Beschreibung

Die geplante Nordumgehung teilt sich in zwei Streckenabschnitte auf:

  • Streckenabschnitt Nord (Nordumgehung) im Zuge der B 403 und B 213
  • Streckenabschnitt Süd (Querspange) vom Knotenpunkt B 213/ Ostumgehung zur Nordumgehung

Der Streckenabschnitt Nord der Nordumgehung beginnt etwa in km 3,6 der B 403 nordwestlich von Nordhorn. Die Trasse verläuft wechselnd in Links- bzw. Rechtsbögen und kreuzt dabei die Vechte, die K 12, die K 17, den Nord-Süd-Kanal und die L 67. Das Ende der Baustrecke befindet sich nordöstlich von Nordhorn bei ca. km 15,5 der B 213. Die Baulänge dieses Abschnittes beträgt rund 6,7 km.

Der Streckenabschnitt Süd beginnt etwa in km 0,2 der L 67 und verläuft mit einem großzügigen Linksbogen in nördliche Richtung wo sie dann nach rund 1,9 km das geplante Teilstück Nord der Nordumgehung kreuzt und bei ca. km 2,1 in die vorhandene L 67 einbindet und endet. Die Baulänge dieses Abschnittes beträgt rund 1,9 km.

Aus diesen beiden Streckenabschnitten ergibt sich eine Länge der Baustrecke von rund 8,6 km.

Im Zuge der Streckenverläufe werden acht Brückenbauwerke errichtet:

Als Fahrbahnquerschnitt weisen die Nordumgehung und die Querspange jeweils einen Querschnitt RQ 12 mit zwei Fahrstreifen und einer Fahrbahnbreite von jeweils 8,00 m auf. Geh- und Radwege sind entlang der Nordumgehung nicht vorgesehen. Ausnahmen stellen bei kreuzenden Straßen die vorhandenen Geh- und Radwege dar. Die Straßenabschnitte Nord und Süd der Nordumgehung werden jeweils als Kraftfahrstraße gewidmet.

Bundesstraße 213/ Bundesstraße 403
Presseinformationen

zum ersten Spatenstich für die Nordumgehung Nordhorn am 05.12.2014 auf den Seiten

Gemeinsamer erster Spatenstich für die Nordumgehung Nordhorn am 5. Dezember 2014  

Gemeinsamer erster Spatenstich für die Nordumgehung Nordhorn am 5. Dezember 2014.

Presseartikel

zu archäologischen Funden entlang der Trasse (© Grafschafter Nachrichten, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion):

 Nasse Straßentrasse gibt Sensationen frei (05.03.2016)
(PDF, 1,02 MB)

Artikel-Informationen

23.09.2017

Ansprechpartner/in:
Klaus Haberland

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Lingen
Geschäftsbereichsleiter
Lucaskamp 9
49809 Lingen (Ems)
Tel: (0591) 8007-182
Fax: (0591) 8007-145

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