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A 7: Ertüchtigung der Allerbrücke nördlich der Anschlussstelle Schwarmstedt

Abschluss der Arbeiten und Rückbau der Verkehrssicherung bis 17. März 2017


Die Allerbrücke (Bauwerk 123) im Zuge der Autobahn 7 nördlich der Anschlussstelle Schwarmstedt: Blick in Richtung Süden  
Die Allerbrücke (Bauwerk 123) im Zuge der Autobahn 7 nördlich der Anschlussstelle Schwarmstedt: Blick in Richtung Süden.

Die Brücke über die Aller nördlich der Anschlussstelle Schwarmstedt (A 7) wurde ertüchtigt. Grund waren die ständig wachsende Verkehrsbelastung sowie altersbedingt auftretende Schadensbilder am Stahltragwerk und den Fahrbahnübergängen des Bauwerkes.

Das sogenannte Bauwerk 123 überführt die A 7 im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen (AS) Westenholz und Schwarmstedt. Das Bauwerk wurde im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der A 7 in den Jahren 1987/88 aus Plattenbalken hergestellt und besteht aus zwei Teilbauwerken (eins je Richtungsfahrbahn).

Im vorgenannten Streckenabschnitt beträgt die durchschnittliche täglich Verkehrsstärke 87.100 Kraftfahrzeuge, davon 15.400 Schwerlastfahrzeuge.

Die Ertüchtigungsmaßnahmen am Tragwerk konnten nicht unter laufendem Verkehr ausgeführt werden, da die Erschütterungen die notwendigen Schweißarbeiten stark behindert hätten. Aus diesem Grund wurden abschnittsweise die Richtungsfahrbahnen Hannover und Hamburg für den Verkehr voll gesperrt. Damit konnte jedes Teilbauwerk für sich ohne Verkehr saniert werden.

Die Bautätigkeiten haben Anfang August 2016 mit der Herstellung der Mittelstreifenüberfahrten vor und hinter dem Bauwerk begonnen. Dazu musste in beiden Fahrtrichtungen jeweils der linke Fahrstreifen gesperrt werden, so dass nur noch zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. Von Mitte August bis Ende November 2016 lief der Verkehr in Fahrtrichtung Hamburg zwischen der Anschlussstelle Schwarmstedt und der Tank- und Rastanlage Allertal auf der Richtungsfahrbahn Hannover, wo zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung standen (sogenannte 4+0-Verkehrsführung).

Ende November 2016 wurde der Verkehr bei gleicher Verkehrsführung von der Richtungsfahrbahn Hannover auf die Richtungsfahrbahn Hamburg umgelegt.

Bei den bisherigen Ertüchtigungsarbeiten wurden weitere Schadensbilder festgestellt, die erst während der Arbeiten ersichtlich geworden sind. Diese beeinträchtigen die Tragfähigkeit der Brücke nicht. Um die Dauerhaftigkeit des Bauwerkes zu gewährleisten, sind jedoch weitere Sanierungsmaßnahmen erforderlich, die eine technische Planung mit entsprechender Vorlaufzeit benötigen. Um die Belastung für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, werden sämtliche verbleibenden Ertüchtigungsarbeiten ab dem Jahr 2018 zusammen mit ohnehin notwendigen Straßenbauarbeiten in diesem Streckenabschnitt umgesetzt.

Die Gesamtfertigstellung der jetzigen Bauarbeiten und die Aufhebung der Verkehrsbeschränkungen erfolgte bis zum 17. März 2017. In den folgenden Wochen werden noch die Anzeigetafeln der Stauwarnanlage abgebaut. Hierbei kann es noch zu Verkehrsbehinderungen in geringeren Umfang durch Tagesbaustellen kommen.

4+0-Verkehrsführung: zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung auf einer Richtungsfahrbahn  
4+0-Verkehrsführung: zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung auf einer Richtungsfahrbahn.

Zur Umfahrung der Baustelle in Fahrtrichtung Norden können je nach Rückstaulage die Bedarfsumleitungen

  • U 45, U 47 und U 49 von der AS Mellendorf über Buchholz und Schwarmstedt zur Anschlussstelle Westenholz, die
  • U 45e, U 47 und U 49 von der AS Mellendorf über Ovelgönne/ Hambühren und Schwarmstedt zur Anschlussstelle Westenholz sowie die
  • U 49 von der AS Schwarmstedt bis zur AS Westenholz

genutzt werden. Großräumig kann die Baustelle auch über die

  • U 49a von der AS Schwarmstedt über Ovelgönne/ Hambühren und Bergen zur AS Soltau-Süd

umfahren werden. Zur Umfahrung der Baustelle in Fahrtrichtung Süden kann die Bedarfsumleitung

  • U 28 von der AS Westenholz bis zur AS Schwarmstedt

genutzt werden. Bei Änderungen der Verkehrsführung werden rechtzeitig aktuelle Pressemitteilungen versandt und hier bereitgestellt.

Technische Daten

Die Brücke über die Aller besteht aus zwei nahezu identischen Teilbauwerken (Richtungsfahrbahn Hamburg und Richtungsfahrbahn Hannover).


Bauwerk 123
Baujahr 1958, Überbauten 1987-1988
Art Plattenbalkenbrücke
Konstruktion Stahlverbundbrücke
Länge 175,60 m
Breite 18,75 m je Teilbauwerk
Fläche 3293 m² je Teilbauwerk

Notwendige Arbeiten unter der Brücke:

  • 100 Stk. Querträgeranschlüsse schweißtechnisch sanieren,
  • 72 Stk. Beulsteifenanschlüsse schweißtechnisch sanieren und verstärken,
  • schweißtechnische Sanierung von Rissen,
  • 4400 m² Vollerneuerung des Korrosionsschutzes am Stahltragwerk,
  • 330 m Entwässerungsleitung DN 150 - 200 erneuern

Notwendige Arbeiten auf der Brücke:

  • Erneuerung der Abdichtung, ca. 5.500 m²,
  • Erneuerung der Fahrbahnbeläge, ca. 5.500 m²,
  • Erneuerung der Brückenvorfelder, ca. 1.900 m²,
  • Austausch der Fahrbahnübergänge der Bw 123 (Stahl) und Bw 124 (Asphalt),
  • Austausch des Geländers, Westseite Bw 123, Richtungsfahrbahn Hannover, ca. 180 m,
  • Erneuerung der Schutzplanken, ca. 3.500 m,
  • Erneuerung der Markierung im Bereich der erneuerten Beläge.
A 7: Allerbrücke
Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  

Die Allerbrücke zum Zuge der A 7: Übersichtskarte.

Schadensbild: Riss an der Steglasche eines Querträger-Anschlusses  

Schadensbild: Riss an der Steglasche eines Querträger-Anschlusses.

Schadensbild: Rost an einer Entwässerungsleitung  

Schadensbild: Rost an einer Entwässerungsleitung.

Die alten Fahrbahnübergangs-Konstruktionen werden gegen neue, geräuschmindernde Konstruktionen ausgetauscht  

Die alten Fahrbahnübergangs-Konstruktionen werden gegen neue, geräuschmindernde Konstruktionen ausgetauscht.

Artikel-Informationen

18.04.2017

Ansprechpartner/in:
Gisela Schütt

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Verden
Geschäftsbereichsleiterin
Bgm.-Münchmeyer-Straße 10
27283 Verden
Tel: (04231) 9239-174
Fax: (04231) 9239-55-100

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