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A 7: Ausbau der PWC-Anlagen Silium-West und -Ost

Zukünftiger Name: "Jägerturm"


Die Planung umfasst den Umbau und die Erweiterung der vorhandenen PWC-Anlage (Parkplatz mit WC) Sillium-West und Silium-Ost bei Betr.-km 200 der Autobahn 7 zwischen dem Dreieck Salzgitter und der Anschlussstelle Bockenem.

Es handelt sich um unbewirtschaftete Rastanlagen für die südliche (Fahrtrichtung Hannover – Kassel) bzw. nördliche (Fahrtrichtung Kassel - Hannover) Richtungsfahrbahn der A 7.

Vorrangig ist die Erweiterung der LKW-Parkstände. Gegenstand der Planung sind ferner die teilweise Verlegung von PKW-Stellflächen sowie die Herstellung von Busstellflächen. Das Planfeststellungsverfahren für die Westseite wurde am 11. Januar 2010 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 27. Januar 2011 und ist seit 1. April 2011 unanfechtbar. Das Planfeststellungsverfahren für die PWC-Anlage Sillium-Ost wurde am 2. Mai 2011 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 22. Juni 2012 und ist seit 31. August 2012 unanfechtbar.

Als künftiger Name der Anlage ist "Jägerturm" vorgesehen.

Kartengrundlage: www.lgn.niedersachsen.de  
Geplanter Ausbau der PWC-Anlage Sillium-West: Übersichtslageplan (Download als PDF rechts).

Beschreibung der Verkehrsverhältnisse und Notwendigkeit der Erweiterung

Die PWC-Anlage Sillium liegt an der Autobahn 7 in der Gemarkung Sillium, Gemeinde Holle im Landkreis Hildesheim. Die Entfernung zum nördlich gelegenen Dreieck Salzgitter beträgt rund 3 km; zur südlich folgenden Anschlussstelle Bockenem beträgt die Entfernung rund 7 km.

Seit dem Bau der PWC-Anlage Sillium im Jahr 1988 ist nicht nur die Verkehrsmenge insgesamt erheblich gestiegen, sondern insbesondere der Anteil des Güterverkehrs an der Gesamtverkehrsmenge, der im vorliegenden Streckenabschnitt 2005 mit 20,3 Prozent (bei einer gesamten durchschnittlichen täglichen Verkehrsmenge von 61.256 Kfz/ 24 h) ermittelt wurde. Hierbei überwiegt heute der Güterfernverkehr mit Transportweiten, deren Bewältigung die zulässigen Lenkzeiten in steigendem Maße überschreiten und aus Gründen der Verkehrssicherheit die Einhaltung von Ruhezeiten durch die Fahrzeugführer erzwingen. Dem gestiegenen bzw. immer noch steigenden Bedarf an Rastplätzen steht ein seit langem ungenügendes Angebot an Stellplätzen gegenüber, so dass die vorhandenen Rastanlagen ständig überlastet sind. Dies führt häufig zu großen Verkehrsbehinderungen mit Parken in den Fahrgassen (bis einschließlich Rückstau auf die Autobahn) und teilweise groben Sachbeschädigungen an Verkehrs- und Grünanlagen sowie den Ausstattungen der Rastplätze.

Folgende Parkstand-Kapazitäten sind für die PWC-Anlage Jägerturm West geplant:


Parkstände bislang künftig
PKW 32 13*
LKW 14 41
Bus 0 1
*davon 2 behindertengerecht

Die PWC-Anlage Sillium-West wird unter Beibehaltung der vorhandenen Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen an der A 7 innerhalb der Anlage umgebaut und erweitert. Die Ein- und Ausfahrten wurden beim sechsstreifigen Ausbau angeglichen.

Kartengrundlage: www.lgln.niedersachsen.de  
Geplanter Ausbau der PWC-Anlage Sillium-Ost: Übersichtslageplan.

Folgende Parkstand-Kapazitäten sind für die PWC-Anlage Sillium-Ost geplant:

Parkstände bislang künftig
PKW 31* 29*
LKW 12 59
Bus 0 2
*davon 2 behindertengerecht

Aktuelle Arbeiten

Das Regenrückhaltebecken auf der Westseite (Richtungsfahrbahn Kassel) wurde als offenes Becken ausgeführt. Die Betonierarbeiten sind abgeschlossen und die Baugrube wurde verfüllt. Im Rahmen der Verfüllung wurden die Bodenverbesserungsmaßnahmen ausgeführt, wofür der anstehende Lehmboden mit Zement versetzt wurde. Nach dem Verfüllen stand noch die Montage des Beckengeländers an, dessen Fertigstellung Ende Mai erfolgte.

Da das Becken auf der Ostseite ein geschlossenes Bauwerk ist, weist dieses eine aufwändigere Bauweise auf. Hier musste eine deutlich tiefere Baugrube (ca. 10 m) hergestellt werden. Bei der Baugrubenherstellung kam es zu einem Böschungsrutsch, weshalb eine provisorische Baustellenzufahrt hergestellt werden musste, welche die Sperrung des Stand- und Hauptfahrstreifens auf der A7 bedingt. Darüber hinaus verursachten der Böschungsrutsch und die damit einhergehenden zusätzlichen Arbeiten eine Verschiebung in der Terminkette. Alle Außen- sowie Innenwände wurden bereits betoniert, die Betonage des Deckels (obere Platte) wurde Ende Mai ausgeführt. Zurzeit stehen noch Arbeiten zur Herstellung von Rohrleitungen und Schächten im Bereich des Regenrückhaltebeckens und das Verfüllen der Baugrube nebst Bodenverbesserungsmaßnahmen an. Das Becken auf der Ostseite wird voraussichtlich Ende Juni 2019 fertiggestellt.

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Verkehrsanlagen und Herstellung der Lärmschutzwand haben sich aus unterschiedlichen Gründen verschoben. Die Ausschreibungsunterlagen für die Erweiterung und den Umbau der Verkehrsanlagen einschließlich Herstellung der Beleuchtung werden zurzeit zusammengestellt. Der Baubeginn der Erweiterungsarbeiten ist derzeit noch nicht absehbar, da zunächst eine Kostenfortschreibung erarbeitet werden und die nachträgliche Anmeldung im Straßenbauplan des Bundes erfolgen muss.
Auch der Baubeginn zur Herstellung der Lärmschutzwand auf der Ostseite ist derzeit noch nicht absehbar. Das Vergabeverfahren zur Herstellung der Lärmschutzwand musste erst kürzlich aufgehoben werden. Derzeit wird geprüft, wie und wann die Leistung erneut, eventuell in Verbindung mit der Herstellung einer Lärmschutzwand an einer anderen PWC-Anlage, ausgeschrieben werden kann.

PWC-Anlage A 7
Artikel-Informationen

04.06.2019

Ansprechpartner/in:
Udo Othmer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Gandersheim
Geschäftsbereichsleiter
Stiftsfreiheit 3
37581 Bad Gandersheim
Tel: (05382) 953-191
Fax: (05382) 1043

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