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Ausbau des Südschnellwegs (B 3) in Hannover

"Landschaft – Straße – Stadt": Ideenwettbewerb zur Ermittlung einer optimalen Lösung für komplexe Verkehrssituation

Komplexe Verkehrssituation: Oben der Südschnellweg, vorn die Willmerstraße im Kreuzungsbereich mit der Hildesheimer Straße (mit Stadtbahn)

Komplexe Verkehrssituation: Oben der Südschnellweg, vorn die Willmerstraße im Kreuzungsbereich mit der Hildesheimer Straße (mit Stadtbahn).

Der im Süden Hannovers verlaufende Südschnellweg (B 3) ist für den Großraum Hannover von großer verkehrlicher Bedeutung, da er als Ost-West Tangente zwischen der A 2 und der A 7 ein wesentlicher Bestandteil der überregionalen Verbindung ist.

Im rund 3,8 km langen Abschnitt zwischen dem Landwehrkreisel und den Bahntrögen vor dem Seelhorster Kreuz soll der Südschnellweg langfristig ausgebaut werden. Hintergrund ist, dass insgesamt vier Brücken im Verlauf des Südschnellwegs in den nächsten Jahren erneuert werden müssen. Sie haben aufgrund ihres baulichen Zustandes nur noch eine Restnutzungsdauer bis etwa 2023; dies haben statische Nachrechnungen ergeben.

An der Brücke Hildesheimer Straße ist die Situation unter anderem wegen der unmittelbaren Nähe zur Wohn- und gewerblichen Bebauung und wegen der Stadtbahntrasse besonders problematisch. Die Brücke selbst ist seit Juni 2013 nur noch auf einer Spur je Richtung benutzbar. Die übrigen unmittelbar betroffenen Brücken sind die Leineflutbrücke, die Leinebrücke und die Unterführung Schützenallee.


Grafik: www.3fdesign.de

Landschaft - Straße - Stadt: Der Südschnellweg (B 3) in Hannover zwischen dem Landwehrkreisel und den Bahntrögen.

In einem Ideenwettbewerb wurden für den gesamten Bereich städtebaulich optimale und landschaftsverträgliche Lösungen gesucht. Dabei war die Frage eines Neubaus als Brücke, Trog oder Tunnel völlig offen.

In dem Ideenwettbewerb wurden die teilnehmenden Fachbüros Anfang Oktober 2015 aufgefordert, ihre Ideen für den Ausbau des Südschnellwegs zu entwickeln. Eine Jury wählte die besten Ideen aus. Nach Vorliegen der Juryentscheidung wurden die Siegerentwürfe am 11. Februar 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ein „Planungsdialog Südschnellweg" begleitet den Planungsprozess. Teilnehmer sind Anwohner, Gewerbetreibende, Politikvertreter sowie Vertreter von Behörden, Verbänden und Vereinen. Anregungen, Hinweise und Bedenken werden gehört und fließen in den weiteren Entscheidungsprozess ein.

Bei der Planung arbeiten das Bundesverkehrsministerium, das Niedersächsische Verkehrsministerium, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und die Landeshauptstadt Hannover zusammen. Bis 2020 soll darauf aufbauend, ggf. nach Durchführung eines weiteren Realisierungswettbewerbs, die umfangreiche Entwurfsplanung abgeschlossen sein. Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens und der Vergabe der Bauleistungen kann dann der Ausbau nach heutigem Stand im Jahr 2023 mit dem Abbruch der vorhandenen Bauwerke beginnen.


Räumliche Enge: Die Brücke des Südschnellwegs mit parallel verlaufender Willmerstraße und angrenzender Wohnbebauung

Räumliche Enge: Die Brücke des Südschnellwegs mit parallel verlaufender Willmerstraße und angrenzender Wohnbebauung.

Bundesstraße 3

Zum Herunterladen:

Symposium zum Ausbau des Südschnellweges in Hannover

Symposium

Zum Thema Südschnellweg fand am 28. und 29.06.2016 in Hannover ein Symposium mit rund 100 Fachleuten statt. Ein Tagungsband mit allen Referaten ist beim Veranstalter erhältlich.

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