Aktuelle Informationen
zum Ablauf der Bauarbeiten an der Münsterbrücken finden Sie unter Live-Bilder (Webcam) und aktuelles Baugeschehen.
Um dem bestehenden Sanierungsbedarf der Münsterbrücke über die Weser in Hameln Rechnung zu tragen und die Verkehrsverhältnisse zu verbessern, wird die Bundesstraße 1 in diesem Bereich ausgebaut sowie die Münsterbrücke (Westteil) neu gebaut. Das Planfeststellungsverfahren hierfür wurde am 7. April 2009 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 19. Oktober 2009 durch den Landkreis Hameln-Pyrmont (unanfechtbar seit 9. Dezember 2009).
Im Zuge des Brückenneubaues wird mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit und den Verkehrsablauf im Knotenpunkt der Bundesstraße 1 und der Landesstraße 443 (Klütstraße) zu erhöhen, die Rad- und Fußgängerführung verbessert und Maßnahmen zur Beschleunigung des Busverkehrs berücksichtigt.
Die Baumaßnahme begann am 21. Februar 2011 mit der Erstellung der Behelfsbrücke. Die Fertigstellung der Brücke sowie der Straßenbaumaßnahmen im Zuge der B 1 und der L 433 ist bis Jahresmitte 2013 geplant.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen rund 9,6 Millionen Euro. Kostenträger sind der der Bund, die Stadt Hameln, die Stadtwerke Hameln sowie die Deutsche Telekom.
Der Baubereich (rot markiert) umfasst den Westteil der Münsterbrücke sowie den westlich davon gelegegenen Abschnitt der Bundesstraße 1 mit dem Einmündungsbereich der L 433.
Verkehrssituation und Notwendigkeit der Maßnahme
Die Bundesstraße 1 ist eine überwiegend in Ost-West-Richtung aus den Oberzentren Paderborn bis Magdeburg verlaufende großräumige Straßenverbindung mit einer sehr bedeutsamen Verbindungsfunktion für den überregionalen und regionalen Verkehr. Im regionalen Bereich wird durch die B 1 eine Hauptverkehrsverbindung zwischen dem ostwestfälischen Raum von Blomberg über Barntrup bis zu den Städten Hameln und Hildesheim geschaffen. Nördlich von Paderborn ist die Verknüpfung mit der A 33 und bei Hildesheim mit der A 7 gegeben. In Hameln wird über die B 217 die Region Hannover erschlossen und über die B 83 erfolgt die Verbindung in den Weserraum in Richtung Bückeburg und Holzminden.
Die Münsterbrücke ist derzeit täglich einer Verkehrsbelastung von 25.850 Fahrzeugen ausgesetzt. Der Schwerverkehrsanteil beträgt derzeit rund 20 Prozent. Die Verkehrsbelastung auf der einmündenden Landesstraße 433 beträgt derzeit 14.250 Fahrzeuge am Tag.
Der Neubau der Münsterbrücke ist zwingend erforderlich, da ein kurzfristig umzusetzender Sanierungs-/ Erneuerungsbedarf besteht. Des Weiteren entspricht der bisherige Brückenquerschnitt mit drei Fahrstreifen nicht mehr den erhöhten Erfordernissen, die sich aus der steigenden Verkehrsbelastung ergeben. Der Neu- und Ausbau der Münsterbrücke auf jeweils zwei Fahrsteifen je Fahrtrichtung ist als Lückenschluss für eine endgültige Fertigstellung des Stadtringes Hameln anzusehen.
Weiterhin entsprechen die bisherigen Radverkehrsanlagen und die Busspuren nicht mehr den heutigen und zukünftigen Verkehrsbedürfnissen. Bislang fehlten richtungsbezogene Radwege im Bereich des Brückenbauwerkes aufgrund der geringen Breite des Brückenquerschnittes.
Bauliche Beschreibung
Die Baumaßnahme umfasst neben dem Neubau der Münsterbrücke (Westteil) den Ausbau der Bundesstraße 1 im Anschluss an die Brücke bis zur Einmündung der Landesstraße 433 auf einer Länge von ca. 270 m und den Ausbau der Landesstraße 433 auf einer Länge von ca. 90 m.
Die Bausubstanz der Unterbauten (Pfeiler und Widerlager) der alten Münsterbrücke weist eine ausreichende und den aktuellen und zukünftigen Belastungen entsprechende Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit auf. Sie wurden nur teilweise abgebrochen und durch neue Auflagerbänke ersetzt.
Der Überbau wird als dreistegiger, gevouteter Durchlaufträger als Stahlverbundquerschnitt aus drei torsionssteifen Hohlkästen im Abstand von je 6,25 m und einer Stahlbetonfahrbahnplatte ausgebildet. Die Gesamtlänge des westlichen Teils der Münsterbrücke beträgt 134,45 m. Die Stützweiten der Träger betragen 38,10 m, 56,55 m und 39,80 m.
Die Fahrbahnplatte wird aus Betonfertigteilen und Ortbeton hergestellt. Die Breite zwischen den Geländern wird 19,50 m betragen. Der Brückenquerschnitt berücksichtigt beidseitig getrennte Geh- und Radwege sowie zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung.
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